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Mäusebussard - Buteo buteo

Mäusebussard

Der Mäusebussard ist ein Ansitzjäger; er wartet geduldig auf einer hohen und übersichtlichen Stelle, vorzugsweise Straßenpfosten, auf seine Beute. In einer Thermiksäule steigen sehr oft mehrere Tiere mühelos in große Höhen auf und gleiten über Kulturland oder waldige Flächen.

Merkmale

Der Mäusebussard erreicht eine Körperlänge von 50 bis 55 cm, die Flügelspannweite beträgt 115 bis 130 cm und sein Gewicht schwankt zwischen 700 und 1200 Gramm. Die Färbung der Vögel variiert von fast weiß, braunweiß gefleckt, vollkommen dunkelbraun, bis fast schwarz. Kein Unterschied in der Färbung zwischen männlichen und weiblichen Tieren. Die Vorderseite weist ein helles Brustband aus. Die Iris der Augen ist dunkelbraun bis gelb. Im Flug sind die Flügelhinterränder, die gefingerten Handschwingenspitzen und der breit aufgefächerte Schwanz unterseitig quer gebändert. Leicht zu erkennen ist der Mäusebussard im Flug an den breiten Flügeln und dem, verhältnismäßigem kurzen, breiten Schwanz. Der Schnabel ist dunkel mit gelber Wachshaut. Die Beine sind gelb. Der Mäusebussard wirkt im Sitzen durch seinen kurzen Hals und seinem großen runden Kopf ein wenig plump, doch seine Flügelhaltung ist steif und wirkt im Flug sehr kompakt. Beim Segeln sind die Flügelspitzen deutlich aufgebogen. Zu jeder Jahreszeit ist ein miauendes „hiäää“ hörbar, vor allem im Frühjahr, wenn die Paare ihre Balzflüge vollführen. Dabei stürzen sie sich, nach langem Kreisen in der Luft, kopfüber nach unten. Der Horst des Mäusebussards befindet sich zumeinst im Wald, an Waldrändern, selten auch auf einzel stehenden Bäumen oder auf Felsen, Klippen. (Großbritannien). Äste und Zweige werden mit Moos, zarten Zweigen und etwas Gras ausgepolstert, das Nest wird während des Nistens ständig randseitig erhöht. Zwischen März/April und Mai werden in das Nest 3 bis 4 weißlich-bläuliche Eier mit rotbraunen und grauen Flecken gelegt. Nach circa 33 bis 35 Tagen schlüpfen die Jungtiere, die Elternvögel wechseln sich bei der Brut regelmäßig ab. Nachdem die Jungtiere geschlüpft sind trägt anfangs ausschließlich der Vater die Nahrung heran. Auch nach Verlassen des Nestes, nach 6 bis 7 Wochen, werden die Jungvögel noch lange in der Umgebung von den Eltern gefüttert.

Verbreitung

Das Vorkommen des Mäusebussards erstreckt sich über ganz Europa und einem großen Teil Asiens und Afrikas. Der Mäusebussard ist ein Teilzieher (d.h. einige Tiere verbringen den Winter in wärmeren Gebieten, einige Tiere verbleiben hier) und seine Winterquartiere reichen von Indien bis China, sowie von Süd- bis Ostafrika. Der Mäusebussard brütet auch in ganz Europa, mit Ausnahme der Hochländer Nordskandinaviens.

Gefährdung und Schutzstatus

Der Mäusebussard ist der häufigste Greif Europas, obwohl in den meisten Bundesländern Österreichs keine Gefährdung besteht (außer in der Steiermark: potentiell gefährdet) ist eine Verfolgung und Gefährdung durch den Menschen gegeben und besondere Schutzmaßnahmen werden benötigt.

Lebensweise

Bevorzugt werden abwechslungsreiche Waldlandschaften mit Hecken und Feldern, aber auch offene Kulturlandschaften mit Waldinseln. Die Nahrung besteht vorwiegend aus Feld- und Wühlmäusen, aber auch andere Kleinsäuger wie Hamster, Spitzmaus, Waldmaus, junge Kaninchen. Ebenso werden Frösche, Reptilien, Insekten und Regenwürmer gefressen. Im Winter halten sich manche Tiere an stark befahrenen Straßen auf, um die überfahrenen Tiere zu fressen.

Besonderes

Im Winter ernährt sich der Mäusebussard häufig von Aas (siehe Lebensweise), so sieht man ihn nicht selten am Straßenrand auf Leitungsmasten und Umzäunungen zusammengekauert sitzen.

So klingt der Mäusebussard