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Der beste Freund des Menschen – Leinenpflicht in der Lobau

Hunde willkommen - an der Leine! Für viele Menschen ist der Hund der beste Freund und sie bringen sehr viel Zeit und Liebe für ihre vierbeinigen Weggefährten auf. Dass Hunde je nach Rasse und Alter entsprechend mehr oder weniger Bewegung benötigen, versteht sich von selbst - und somit wird das Nationalparkgebiet gerne für einen Spaziergang mit dem Hund aufgesucht.


An den Nationalparkeingängen wird unübersehbar mit Schildern auf die Leinenpflicht im Gebiet aufmerksam gemacht, leider wird diese von vielen HundebesitzerInnen einfach ignoriert. In der Lobau, den Wiener Teil des Nationalpark Donau-Auen, werden von den Erholungssuchenden rund 50.000 Hunde pro Jahr geführt, davon 75% nicht an der Leine! Die Leinenpflicht basiert auf dem Wiener Nationalparkgesetz.

Für manche Nationalpark-BesucherInnen stellen freilaufende Hunde eine Belästigung dar und viele melden ihren berechtigten Ärger über die rücksichtslosen HundebesitzerInnen. Täglich gehen in der Forstverwaltung Lobau mehrere Beschwerden ein.
Neben der teils nicht abschätzbaren Gefährdung für kleine & große Nationalparkgäste muss laufend beobachtet werden, dass wildlebende Tiere von Hunden gehetzt und auch gerissen werden. Besonders um diese Jahreszeit, wo sich im Unterholz und in den hohen Wiesen die Wildtiere auf ihren Nachwuchs vorbereiten oder diesen schon betreuen, ist die Gefahr von Hunderissen sehr groß. Das Wiener Forstpersonal sammelt im Laufe des Jahres immer wieder tote Rehkitze oder Frischlinge ein. Wahrscheinlich werden viele gerissene Tiere gar nicht gefunden.

Leinenpflicht im Nationalpark Von vielen HundebesitzerInnen wird auf den Bewegungsdrang ihres Vierbeiners verwiesen, welcher an der Leine nicht ausgelebt werden kann. Doch mit einer Feld- oder einer Rollleine kann man den Aktionsradius seines Tieres auf bis zu 15 Meter erweitern. Ein ausgedehnter Spaziergang durch den Nationalpark wird so auch den bewegungsfreudigsten Hund müde machen.


Im Zuge der Forst- bzw. Gebietsaufsicht versuchen die Nationalparkförster und -Ranger die HundeführerInnen zur Leinenpflicht zu informieren und über ein freundliches Gespräch zu überzeugen. Leider sind diese Bemühungen nicht immer von Erfolg gezeichnet.
Erneut finden mit Unterstützung der Polizei Schwerpunktkontrollen in der Lobau statt. Bei diesen werden Organstrafmandate sofort ausgestellt, wodurch unterstrichen werden soll, dass das Erholungsgebiet Nationalpark Donau-Auen inkl. Lobau einen sehr hohen Schutzstatus besitzt.

Damit wildlebende Tiere nicht gefährdet werden und ein Spaziergang durch den Nationalpark für alle BesucherInnen ein schönes, erholsames Erlebnis wird, appellieren wir erneut an alle HundebesitzerInnen, sich fair zu verhalten: „Hunde sind im Nationalpark Donau-Auen willkommen, aber bitte an der Leine!“

Dazu eine Anmerkung der Nationalpark Donau-Auen GmbH: Auch im niederösterreichischen Teil des Nationalparks gilt Leinenpflicht – aus den gleichen Gründen. Wir ersuchen unsere Gäste in vierbeiniger Begleitung ebenso dringend um deren Einhaltung.