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DANUBEparksCONNECTED - eine Erfolgsgeschichte für die Donau geht weiter

Die letzten „wilden“ Donau-Inseln: Naturparadiese für Tier und Mensch. Das Schutzgebiets-Netzwerk DANUBEPARKS reichte ein neues Projekt im europäischen INTERREG-Donauprogramm ein, die Förder-Zusage sichert jetzt weitere Schritte für den länderübergreifenden Donauschutz.


Seit 2007 arbeiten die Schutzgebiete entlang der Donau im Netzwerk DANUBEPARKS zusammen, um das gemeinsame Naturerbe am großen europäischen Fluss bestmöglich zu bewahren. Ziele dieser Zusammenarbeit sind die Optimierung des Naturraummanagements durch Wissenstransfer, die Entwicklung gemeinsamer Schutzkonzepte, die Stärkung der Schutzgebiete durch donauweite Naturschutz-Strategien sowie die Umsetzung beispielhafter Pilotprojekte.

Vergangene Woche erreichte DANUBEPARKS eine erfreuliche Nachricht: Die erfolgreiche Zusammenarbeit findet ihre Fortführung im Naturschutz-Projekt DANUBEparksCONNECTED, gefördert durch die Europäische Union im Rahmen des INTERREG-Donauprogramms.

Ziel des Projektes ist die Donau als „barrierefreie“ Wanderroute für Großvögel wie den Pelikan. „Es gab 576 Einreichungen, aber nur etwa 10% wurden schließlich ausgewählt und als besonders förderwürdig eingestuft – DANUBEparksCONNECTED ist darunter. Das ist zweifellos eine große Auszeichnung für die Qualität der Zusammenarbeit der Donau-Schutzgebiete schon in der Vorbereitungsphase“, freut sich Nationalpark-Direktor Carl Manzano in seiner Funktion als DANUBEPARKS-Präsident.


Mit 15 Projektpartnern aus allen 10 Donauländern spannt DANUBEparksCONNECTED wieder den geografischen Bogen vom Oberlauf der Donau bis in das Delta. Als Leadpartner fungiert der Nationalpark Donau-Auen, der einst auch die Gründung des Netzwerks initiiert hatte. Mit einem Gesamtbudget von etwa 3 Millionen € werden von 2017 bis 2019 Maßnahmen umgesetzt, um die Donau als Lebensraumkorridor von europäischer Bedeutung weiter zu entwickeln und Schutzgebiete als Kernareale in diesem Lebensraumverbund zu stärken.

Die Vision lautet, entlang des 2.880 km langen Flusslaufs einen durchgängigen Lebensraumkorridor quer durch Europa zu schaffen, sowohl zu Lande, zu Wasser als auch in der Luft. Ein Hauptaugenmerk liegt auf naturnahen Donau-Inseln: sie sollen donauweit als Trittsteine für wassergebundene Tier- und Pflanzenarten geschützt werden. In den letzten Jahrhunderten wurden 90% der Auwälder an der Donau zerstört, umso wichtiger ist ein Lebensraum-Netzwerk für die letzten intakten Auwälder. Aber die Vielfalt der Donau beinhaltet auch Trockenlebensräume, für die erstmals ein donauweites Schutzkonzept entwickelt wird. Der Luftraum der Donau schließlich ist eine bedeutende Vogelzugroute, doch flussquerende Stromleitungen stellen gerade für Wasservögel eine unsichtbare Gefahrenquelle dar. In Zusammenarbeit mit Stromnetzbetreibern werden für den Vogelzug besonders risikoreiche Freileitungen entschärft, um tödliche Kollisionen oft seltener Zugvögel zu verhindern.

DANUBEPARKS – Intensive Zusammenarbeit der Donau-Schutzgebiete. Öffentlichkeitswirksame Aktionen wie Freiwilligentage und eine donauweite Radtour von Projektmaßnahme zu Projektmaßnahme bzw. von Schutzgebiet zu Schutzgebiet sollen allen Interessierten einen Einblick in die donauweiten Schutzbemühungen gewähren.


Die Auftaktveranstaltung mit Vertretern aller Donauländer erfolgt Mitte Februar 2017 im bayrischen Ingolstadt, Gastgeber ist das Schutzgebiet Donauauwald Neuburg – Ingolstadt.

Mehr zu DANUBEPARKS: www.danubeparks.org.