Verhaltensregeln, Hinweise

Wenn Sie den Nationalpark nicht im Rahmen einer geführten Tour, sondern selbst erkunden möchten, sind dafür keine Gebühren zu entrichten. Das Gebiet ist auf allen markierten Routen frei zugänglich, einige Gewässer sind zur Befahrung mit nicht motorisierten Booten freigegeben.
 

Der Nationalpark Donau-Auen schützt eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt und bietet den BesucherInnen eindrucksvolle Naturerlebnisse. Beides kann jedoch nur unter Einhaltung bestimmter Verhaltensregeln erreicht werden, über die wir Sie hier informieren. Beachten Sie bitte, dass diese der Freizeitnutzung zugrundeliegenden Regelungen durch gesetzliche Bestimmungen gedeckt sind. Deren Kontrolle erfolgt durch die Organe der Aufsicht der Nationalpark Donau-Auen GmbH und der Nationalpark-Forstverwaltungen.

Vorsicht ist für Individualbesucher bei rasch ansteigenden Wasserständen der Donau sowie im Hochwasserfall geboten. Meiden Sie Bereiche, in denen Sie von Hochwasser eingeschlossen werden können!Informieren Sie sich vor Ihrer Wanderung unter Tel. 02163/3370 oder beim
Online Pegel über die Wasserstände und Prognosen. Die Mitnahme eines Mobiltelefons kann in Notsituationen hilfreich sein.

Einige BesucherInnen gehen im Nationalpark Donau-Auen auch ihrer Film- und Fotografiepassion nach - Hinweis an alle Hobbyfotografen und -filmer: Beachten auch Sie stets das für alle BesucherInnen bindend geltende Wegegebot und die Naturschutzbestimmungen!
Die Abhaltung von Profi-Shootings, -Dreharbeiten oder Workshops im Gebiet ohne vorherige Genehmigung bzw. Beauftragung seitens der Grundeigentümer - auf dem Großteil der Flächen sind dies MA 49 - Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien bzw. Österreichische Bundesforste - ist nicht gestattet. Beachten Sie betreffend ÖBf Flächen auch die geltenden Tarife für kommerzielle Nutzung in Film & Fotografie.

Für weitere Informationen zum Wegenetz und den Verhaltensregeln zum Schutze der Tier- und Pflanzenwelt steht Ihnen die Nationalparkverwaltung gerne zur Seite!
Kontakt: Tel. 02212/3555, schlossorth@donauauen.at

Helfen Sie Natur schützen – faires Verhalten im Nationalpark

Mitnahme von Hunden, Wandern und Radfahren

Im Nationalparkgebiet befindet sich ein Netz an markierten Wander- und Radwegen. Die Routen verlaufen in landschaftlich attraktiven Teilen des Nationalparks und führen an interessanten Beobachtungsplätzen vorbei. Es gilt, die gesetzliche Leinenpflicht einzuhalten.

Download von Detailkarten

Beschreibung der Wanderrouten

Im Gebiet befinden sich keine Mistkübel - bitte Abfall wieder mit nach Hause nehmen!
Jeglicher vermeidbare Lärm soll im Sinne des Naturschutzes unterlassen werden.
Hunde an die Leine!
Es gilt Leinenpflicht zur Sicherheit der Wildtiere und anderer BesucherInnen.
Im schlossORTH Nationalpark-Zentrum inklusive Schlossinsel sowie bei Bootstouren können keine Hunde mitgeführt werden.
Wegegebot
Über 100 km beschilderte Wege stehen zur Auswahl. Verlassen Sie diese nicht!

Detailregelung Wege:
Im Wien dürfen nur die markierten Wanderwege begangen werden.
In Niederösterreich dürfen alle eindeutig erkennbaren Wanderwege grundsätzlich begangen werden, jedoch darf die umgebende Vegetationsfläche (Wiese, Wald etc.) nicht betreten werden. Markierten Wanderwege jedoch können in einem Bereich von maximal 10m links und rechts verlassen werden, Wiesen dürfen in diesem Bereich aber nur in gemähtem Zustand betreten werden.
 
Radwege
Benützen Sie mit Ihrem Rad nur die grün markierten Radwege.

Entnahme von Naturmaterialien

Im Nationalpark Donau-Auen sind Eingriffe in die Natur und den Naturhaushalt im Allgemeinen verboten. Die Entnahme von Naturmaterialien (Blumenpflücken, Sammeln von Pilzen, Beeren, Nüssen, Muschelschalen, Flusskieseln etc.) zum persönlichen Gebrauch in geringen Mengen wird bei Achtung des Wegegebots gestattet.
Wir ersuchen dennoch, auf Entnahmen zu verzichten. Eine Nutzung für kommerzielle Zwecke ist nicht zulässig. Von dieser Regelung ausgenommen sind alle Pflanzenarten, die nach dem geltenden Naturschutzgesetz ganzjährig geschützt sind und somit generell nicht entnommen werden dürfen.
Natur belassen
Bitte belassen Sie Tiere und Pflanzen in ihrem natürlichen Umfeld.

Campieren, Zelten und Lagerfeuer

Generell ist das Zelten und Campieren sowie das Entzünden von Feuer im Nationalparkgebiet verboten. Ausgenommen ist der ausgewiesene Zeltplatz im Umfeld der Au-Terrasse bei Stopfenreuth samt befestigter Feuerstelle.
Dieser kann maximal 2 Tage in Folge genutzt werden, sofern nicht eine aktuelle behördliche Verordnung vorliegt, welche Feuer aufgrund Waldbrandgefahr untersagt.
Nähere Infos: schlossORTH Nationalpark-Zentrum, Tel. 02212/3555, schlossorth@donauauen.at
Feuergefahr
Entzünden Sie kein Feuer und werfen Sie keine brennenden Zigaretten weg.
Campieren
Bitte campieren Sie nur am dafür ausgewiesenen Ort.

Bootfahren, Anlanden und Baden

Zwischen Wien und Bratislava befindet sich Österreichs letzte große, weitgehend intakte Flussauenlandschaft. Sie wird geprägt von der Donau, die hier die einzige längere freie Fließstrecke neben der Wachau aufweist, und von ihren Seitengewässern: durchströmten Nebenarmen sowie stillen, idyllischen Altwässern. Diese Landschaft erschließt sich ihren Gästen am eindrucksvollsten vom Wasser aus! Deshalb sind einige Gewässer-Abschnitte im Nationalpark für Bootfahrer freigegeben, auch die Donau selbst kann als internationale Wasserstraße befahren und erpaddelt werden. Für unsere Badegäste stehen Naturbadeplätze in der Au ebenso wie freigegebene Uferabschnitte der Donau zur Verfügung. Andere Bereiche im Schutzgebiet sind ausschließlich für die sensible Fauna und Flora reserviert – nur so kann der Nationalpark Donau-Auen sowohl seinem Naturschutz-Auftrag als auch den zahlreichen Gästen, die Erholung und Naturerlebnis suchen, gerecht werden. Eine Karte, welche die Zonierung der Gewässer ausweist und die freigegebenen Abschnitte darstellt, kann bei der Nationalpark GmbH kostenfrei angefordert werden: Tel. 02212/3555, schlossorth@donauauen.at
Die Karte steht weiters als Download zur Verfügung.
Bootfahren
Befahren Sie keine Seitenarme außerhalb der dafür vorgesehenen Bereiche.
Freigegebene Ufer
In den definierten Bereichen dürfen Sie Baden und Anlegen.
Hinweis: Das Gerätetauchen ist im gesamten Nationalparkgebiet verboten.

Zu Ihrer Sicherheit beachten Sie bitte folgende Empfehlungen bzw. Hinweise:

  • Das Befahren der frei fließenden Donau erfordert Erfahrung mit dem Fluss sowie Übung mit Paddel und Boot – bitte bedenken Sie das
  • Schützen Sie Ihre Kinder und sich durch das Tragen einer Schwimmweste
  • Achten Sie auf den Schiffsverkehr – dieser hat Vorrang gegenüber individuellen Bootfahrern!
  • Das Fahren in den Seitenarmen ist bei Niederwasser aus Naturschutzgründen bzw. bei Hochwasser aufgrund Lebensgefahr einzustellen
  • Auf der Donau ist laut Wasserstraßen-Verkehrsordnung ab einem Pegel Wildungsmauer von 600 cm die Befahrung mit Sportbooten verboten
  • Bei hohem Wasserstand und/oder starkem Wind besteht für Sie im Uferbereich Gefahr durch umstürzende Bäume und/oder herabfallende Äste. Zum Schutz der Natur und zur Wahrung des Naturerlebnisses werden einsturzgefährdete Bäume an den Ufern nicht beseitigt. Der Grundeigentümer kann diesbezüglich keine Sicherheit bieten
  • Informieren Sie sich vor Antritt Ihres Bootsausfluges über den Wasserstand der Donau: Pegel Wildungsmauer, Tel. 02163/3370 bzw. Online Pegel

Bootfahren, Anlanden und Baden auf der Donau

  • Der Donaustrom ist östlich von Wien bis zur Staatsgrenze Teil des Nationalpark Donau-Auen und der internationalen Wasserstraße Donau
  • Der Hauptstrom darf von Wasserfahrzeugen gemäß dem Schifffahrtsgesetz befahren werden
  • Das Anlanden mit Booten aller Art und das Baden an den Uferbereichen der Donau ist nationalparkrechtlich und schifffahrtsrechtlich nur in bestimmten definierten Bereichen erlaubt
  • Im Gelände sind diese Bereiche durch die Stromkilometermarken auffindbar
  • Empfohlene Badebereiche, die auch vom Land aus gut erreichbar sind: Orther Inseln, Stopfenreuth Au-Terrasse

Bootfahren in Seitenarmen

  • Das Befahren mit Motorbooten ist nicht erlaubt, ausgenommen Zufahrt zu genehmigten Hafenanlagen
  • Folgende Seitenarme der Donau in Niederösterreich dürfen mit nicht motorisierten Booten zumindest teilweise befahren werden: Schönauer Arm, Kleine Binn, Große Binn, Stopfenreuther Arm, Spittelauer Arm, Johler Arm. Der Endpunkt des zum Bootfahren freigegebenen Bereiches ist im Gelände durch Tafeln gekennzeichnet
  • Das Lagern sowie das Anlanden und Aussteigen im Uferbereich der Seitenarme ist generell verboten, ausgenommen beim Übersetzen von Traversen in den befahrbaren Gewässern
  • Mehrere Boot-Slipplätze stehen zur Verfügung
  • Die Seitenarme im Wiener Nationalparkanteil dürfen nicht mit Booten befahren werden

Naturbadeplätze in der Au

  • In der Oberen Lobau dürfen folgende Gewässer zum Baden genutzt werden: Dechantlacke, Panozzalacke, Donau-Oder-Kanal Becken II + III, Stadler Furt
  • Mit Ausnahme des Naturbadeplatzes in der Schönauer Au ist das Baden in den niederösterreichischen Seitenarmen verboten
  • Empfohlene Badebereiche direkt am Donauufer: Orther Inseln, Stopfenreuth Au-Terrasse

Weitere Freizeitnutzungen

Im Nationalparkgebiet gelten für weitere beliebte Formen der Freizeitnutzung einige Einschränkungen bzw. Regelungen. Aller vermeidbare Lärm soll dabei im Sinne des Naturschutzes unterlassen werden.
Reiten
Das Reiten und/oder das Führen von Pferden ist verboten.
Geocaching
Beachten Sie die Regelungen für Geocaching im Nationalpark Donau-Auen. Verhaltensregeln als PDF
Drohnenbetrieb
Die Befliegung des Nationalparkgebiets mit Drohnen, Multicoptern etc. jeglicher Art ist verboten.