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Sterlet - Acipenser ruthenus

Sterlet

Der Sterlet, Fisch des Jahres 2014, ist der einzige ganzjährig im Süßwasser lebende Vertreter aus der Familie der Störe. In der Donau ist er aufgrund von Lebensraumverlust und Beeinträchtigung der Wanderstrecken vom Aussterben bedroht.

Merkmale

Schlanker Körper, lange, nach oben gebogene Schnauze mit langen, gefransten Bartfäden. Rücken dunkel, Bauch schmutzigweiß. Länge 40 bis 60cm, max. 1m. Scharfer Schuppenkamm am Rücken.

Verbreitung

Zuflüsse des Schwarzen, Asowschen und Kaspischen Meeres. Einst auch in der Donau und weiteren Fließgewässern weit verbreitet. Aktuell ist der Sterlet in der österreichischen Donau nur noch in einem Abschnitt bei Aschach mit einem kleinen sich natürlich fortpflanzenden Bestand erhalten.

Gefährdung und Schutzstatus

Die Bestände sind rückläufig und gelten als gefährdet. In einigen Ländern, darunter Österreich, wird der Sterlet für die Erhaltung und Wiedereinbürgerung in Zuchtbetrieben vermehrt.

Das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF) und der Österreichische Fischereiverband (ÖFV) haben In Abstimmung mit dem Deutschen Angelfischerverband e.V. (DAFV) den Sterlet aus der Familie der Störe zum Fisch des Jahres 2014 gekürt.

Lebensweise

Bodenfisch, ernährt sich von Kleintieren und kleinen Fischen. Im Mai/Juni laicht der Sterlet über kiesigem Grund ab.

Besonderes

Alle weiteren Arten der Störe gelten in der Donau oberhalb des Eisernen Tores, das sie nicht passieren können, als ausgestorben. Durch Besatzmaßnahmen wird die Sterlet-Population in der Donau, darunter auch im Bereich des Nationalpark Donau-Auen, gestützt.