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Aktiv im Naturschutz: Kinder der Nationalpark-Partnerschule NMS Orth/Donau setzten im vergangenen Schuljahr mehrere erfolgreiche Projekte um!

Die SchülerInnen der Neuen NÖ Mittelschule Orth/Donau, schon seit mehreren Jahren Nationalpark-Partnerschule, sind echte Umweltprofis! Neben der Weiterführung des erfolgreichen Amphibienschutz-Projektes wurde im Schuljahr 2014/15 ein Schwerpunkt auf das Reptil des Jahres, die Europäische Sumpfschildkröte gelegt. Projektleiterin Eva-Maria Pölz, Nationalpark-Rangerin, zieht eine erfreuliche Bilanz!
 

Amphibienprojekt Ein erfolgreiches Kooperationsprojekt des Nationalpark Donau-Auen, der Österreichischen Bundesforste und der NMS Orth mit freiwilligen HelferInnen wurde dieses Frühjahr weiter geführt: Erneut wurde an der Orther Uferstraße ein Amphibienzaun errichtet, um die wandernden Tiere mittels Kübelfallen täglich sicher über die Fahrbahn transportieren zu können. Insgesamt wurden in der Saison 2015 hier 923 Tiere gesichert, bestimmt und händisch über die Straße gebracht, berichtet Projektleiterin Pölz. Dies ist bei einer Verdopplung der Zaunlänge ein Drittel mehr an geretteten Tieren im Vergleich zu 2014.


Zu den am häufigsten gefundenen Arten zählten Springfrosch und Teichmolch. Erdkröten, diverse Grünfrosch-Arten, Knoblauchkröten und Rotbauchunken waren häufig vertreten. Grasfrosch und Balkan-Moorfrosch sowie Wechselkröte waren in geringer Anzahl dabei, sogar zwei Donau-Kammmolche konnten nachgewiesen werden. Der März war der stärkste „Wander-Monat“. Seitens NMS Orth/Donau leisteten heuer die Kinder der zweiten Klassen einen wichtigen Beitrag zum Gelingen, unterstützt wurden sie von weiteren Amphibien-Freunden.

Arbeiten am Schutzdamm Zusätzlich stellte sich die Schule heuer in den Dienst des Reptils des Jahres: Da Emys orbicularis eines der Wappentiere des Nationalparks darstellt, wurde über das ganze Jahr hinweg der Schwerpunkt auf die Europäische Sumpfschildkröte gelegt. Mit den 3. Klassen wurde der Gelegeschutz thematisiert, als konkretes Handlungsfeld das Problem der Nistplatzverluste am Hochwasser-Schutzdamm durch Veränderung der Wiesenstruktur aufgegriffen. Ursache dafür ist vor allem liegen bleibendes Mähgut.


Nach einführenden Veranstaltungen zur Sumpfschildkröte, einem Wiesen-Workshop sowie der Mitwirkung beim Frühlings-Familienfest im schlossORTH Nationalpark-Zentrum schritten die Kinder zur Tat. Mitte Juni konnte ein Arbeitseinsatz am Damm in Angriff genommen werden. Das Mähgut wurde mit Rechen und Händen zu einem großen Haufen zusammengetragen und entsorgt. „Die Zusammenarbeit mit den Kindern war durch die übers Jahr verteilten Termine intensiv, das Interesse und die Motivation der Beteiligten war großartig!“, resümiert Pölz.

Auch für das nun angelaufene Schuljahr 2015/16 sind wieder gemeinsame Aktivitäten geplant: Neben der Fortführung des erfolgreichen Amphibienschutz-Projektes wird ein Schwerpunkt auf das Thema "20 Jahre Nationalpark Donau-Auen" gelegt werden.