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24.08. 2021

Mein zweimonatiges sommerliches Praktikum im Nationalpark Donau-Auen

Ich studiere Sporttourismus und Destinationsmanagement an der Deutschen Sporthochschule in Köln. In das Studium ist im vierten Semester ein Pflichtpraktikum integriert, welches im Bereich des Studienfachs absolviert werden soll. Mir war von Anfang an klar, dass ich nicht in einem Reisebüro oder dergleichen arbeiten möchte, daher habe ich ein Praktikum in dem Bereich Naturschutz und Umwelt gewählt. Somit begann Anfang Juli mein zweimonatiges Pflichtpraktikum im Nationalpark Donau-Auen, um einen weitreichenden Einblick in dieses Feld zu erlangen. Ich war unterstützend im Bereich Besucher & Kommunikation tätig und konnte wertvolle Erfahrung in der Verwaltung eines Nationalparks sammeln. Meine Aufgabenbereiche waren sehr abwechslungsreich. Ich war zwar hauptsächlich im Büro tätig, konnte aber ab und zu an Außenterminen und Veranstaltungen teilnehmen.

Während meiner Bürotätigkeit bearbeitete ich unter anderem Einreichunterlagen, recherchierte nach verwendbaren Fakten für die zweite Ausgabe des diesjährigen „Aublick“ (der Nationalparkzeitung), gestaltete Materialien für das 25 Jahre Geburtstagsfest des Nationalparks und half bei der Versandvorbereitung diverser Broschüren mit, indem ich diese Korrektur las. Weitere interessante Bestandteile meiner Praktikumsarbeit waren das Verfassen eines Beitrages für den Nationalparkblog auf der Homepage, sowie die Mitarbeit bei Bild- und Textvorschlägen für Beiträge in den Sozialen Medien. Dadurch konnte ich spannende Themen bearbeiten und im Zuge meiner Recherchen und der Exkursionen vieles über die Tier -und Pflanzenwelt des Nationalparks erfahren.

Neben den bereits erwähnten Aufgaben erhielt ich auch interessante Einblicke in die Pressearbeit. Dabei unterstützte ich bei Presseaussendungen durch Text- und Bildvorschläge und erhielt Einsicht in die tägliche Medienbeobachtung. Die Mitarbeit bei Videodreharbeiten für externe Beiträge und besonders bei den Dreharbeiten für das Programm „Erlebnis Österreich“ ermöglichte es mir, einige Medienpartner und deren Arbeitsweisen kennenlernen und einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen. Durch die Dreharbeiten und Fotoshootings lernte ich viele verschiedene Orte des Nationalparks kennen. So half mir zum Beispiel die Bootstour im Stopfenreuther Altarm dabei, die Artenvielfalt und Schönheit des Nationalparks persönlich zu entdecken. Neben Eisvögeln, Nattern und Wildschweinen konnte ich sogar einige der erfolgreich geschützten Seeadler erspähen. Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie solche Dreharbeiten durchgeführt werden und bin schon ganz gespannt auf das Ergebnis.

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Vorbereitungen für eine Bootstour

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Teamfahrt auf der Donau Richtung Marchmündung

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Dreharbeiten mit dem ORF

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Mitarbeit beim Ferienprogramm

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Schildkröten füttern auf der Schlossinsel

Jeden Donnerstagnachmittag im Juli und August unterstützte ich die Rangerinnen und Ranger bei der Betreuung der wissbegierigen Kinder im Rahmen des Ferienprogrammes. Ich bereitete alle Materialien vor und half beim Auf- und Abbau der Stationen. Während des Nachmittags diente ich als Assistenz, wobei ich selbst viel Neues über die Bewohner des Nationalparks erfahren konnte. Es war eine schöne Abwechslung zu der Büroarbeit und es hat viel Spaß gemacht, die jüngsten Gäste im schlossORTH Nationalpark-Zentrum mit zu betreuen.

Durch das Fotografieren der Junior Ranger auf der Schlossinsel und im Sommercamp in Eckartsau konnte ich Einblicke in die Nationalpark-Mehrtagesangebote erhalten. Nach Feierabend war ich auch mit anderen Praktikanten des Nationalparks bei einem der Grillabende am Lagerfeuer in einem vorherigen Feriencamp und habe die Stimmung zwischen den Kindern und den Nationalpark-Rangerinnen und -Rangern positiv erleben dürfen.

Um den Nationalpark und die Arbeit des Nationalpark-Rangers, sowie die Aufgaben der Ausbildungsorganisatoren noch besser kennen zu lernen, nahm ich an einigen Ausbildungstagen der neuen Rangerinnen und Ranger Teil. Diese fanden meist in der Natur im Gebiet des Nationalpark Donau-Auen statt und waren auch für mich sehr lehrreich.

Das Praktikum im Nationalpark Donau-Auen bot mir die Möglichkeit, einen Einblick in die vielseitigen Aufgaben und Tätigkeiten in der Verwaltung, aber auch in anderen Bereichen zu sammeln. Ich gehe mit vielen neuen Erkenntnissen und Wissen über die Flora und Fauna und Aufgaben des Nationalparkmanagements und werde dies wohl in meinem weiteren Studium gut einsetzen können. Die Tätigkeiten während meines Praktikums bereiteten mir viel Freude, besonders die Tage, die ich draußen im Auwald oder auf der Donau verbringen durfte. Trotz der anfänglichen winzig kleinen Sprachbarriere wurde ich sehr herzlich in das Team aufgenommen und alle Kolleginnen und Kollegen waren zu jeder Zeit sehr hilfsbereit. Ich kann insgesamt auf eine tolle Praktikumszeit im Nationalpark Donau-Auen zurückblicken und hoffe, ich werde in Zukunft nochmal den ‚weiten‘ Weg von Deutschland nach Orth/Donau machen, um noch mehr in dieser faszinierenden Auenlandschaft zu entdecken.

Jackobina Paulus
Praktikantin im Nationalpark Donau-Auen

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