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Orth an der Donau Der Orther Bereich zählt zu den am breitesten ausgedehnten Augebieten im Nationalpark, zahlreiche Wasserläufe durchziehen ihn.

Montag, 07. Jänner 2019 - Dienstag, 31. Dezember 2019
Beginn: 10:03 Uhr

Der Orther Bereich zählt zu den am breitesten ausgedehnten Augebieten im Nationalpark. Zahlreiche Wasserläufe durchziehen ihn, zwei der Seitenarme wurden wieder mit der Donau verbunden. Hier bildet der Fluss Schotterinseln, reißt Uferböschungen an und schiebt Schwemmholz vor sich her. Alte Gerinne werden dadurch wieder mit Wasser gefüllt und versorgen bisher vom Strom abgeschnittene Altarme.


Die Wasserflächen in der Au vergrößern sich und seltene Tierarten wie die Europäische Sumpfschildkröte oder der Hundsfisch profitieren davon. Auf der Schlossinsel, dem Freigelände des schlossORTH Nationalpark-Zentrums, können diese Aubewohner beobachtet werden.

An der Donau sind die Orther Inseln einladende Wildbadeplätze. Der Fluss hat hier bunte Kiesel aller Größen und feinsten Flusssand aufgeschoben. An manchen Stellen schwemmt das Wasser die ausladenden Wurzelstöcke der Silberweiden aus, in den Kronen der Silberpappeln gedeihen zahlreiche Misteln, Lianen bilden dichte Blattvorhänge.


Auf den Inseln wachsen echte Urwälder – von selbst entstanden und nicht forstlich verändert.
 

Bitte beachten Sie unsere Verhaltensregeln!

AKTUELLE INFORMATION, September 2018

Das Eschentriebsterben, das auch im Nationalpark Donau-Auen auftritt, macht es zum Erhalt von alten Eschen bzw. Eschenbeständen  wie auch zum Schutz der BesucherInnen nun erforderlich, Wege bzw. Wegabschnitte zu sperren. Davon ist das Wanderwegenetz im Bereich Orth an der Donau betroffen.
Bis auf weiteres sind folgende Maßnahmen festgelegt:

Großer Orther Rundwanderweg

Dauerhafte Wegsperre zwischen Tanzeiche und Einmündung Zimmerplatzweg in den Großen Orther Rundwanderweg. Ein Teil der gelben Wegweiser wird daher im Gelände demontiert.
Ebenso wird der Wegabschnitt parallel zur Fadenbachrunde dauerhaft gesperrt (dies betrifft teilweise auch den Alten Uferweg – blaue Markierung) – die Umleitung wird über die Fadenbachrunde Richtung Schutzdamm geführt.

Die Wegsperren werden vor Ort durch Informationstafeln kundgetan und es gibt Umleitungspfeile. Eine adaptierte Karte, welche die Änderungen abbildet, ist nunmehr online, und auch die Wegebeschreibungen wurden textlich angepasst.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen an das schlossORTH Nationalpark-Zentrum, Tel. 02212/3555.

Danke für Ihr Verständnis!

Wanderkarte Orth an der Donau

Laden Sie hier die aktualisierte Detailkarte mit allen beschriebenen Routen für den Nationalparkbereich Orth an der Donau herunter - Stand Oktober 2018.

Großer Orther Rundwanderweg

Länge

5 km

Gehzeit

ca. 1,5 Stunden

Besonderheiten

Eine erlebnisreiche Wanderung durch verschiedene Landschaftsbilder der Au.

Wegbeschaffenheit

Bei Hochwasser nicht oder nur eingeschränkt begehbar. Bitte die Wegsperren beachten!

Ausgangspunkt:
Parkplatz neben der Polizei, über die Fadenbachbrücke geradeaus am Fußballplatz vorbei zum Nationalparkeingang.
 

Der erste Wegabschnitt verläuft nach dem Nationalparktor links einer Forststraße folgend. Der angrenzende Waldbestand entspricht einer Hartholzau, wobei hier die nordamerikanische Schwarznuss noch ein Zeugnis der einstigen forstlichen Bewirtschaftung abgibt. An einer Weggabelung wählt man den rechten Weg der entlang von Wiesen wieder Richtung Wald führt. Entlang des folgenden Wegabschnittes sind 2 kleine Holzbrücken zur Überquerung der bei Hochwasser durch austretendes Grundwasser gefüllten Wassergräben sichtbar.
Nach ein paar hundert Metern erreicht man den Hochwasserschutzdamm, überquert diesen und kommt in die bei Hochwasser geflutete Au. Der Weg führt durch einen noch recht jungen Eichenbestand und entlang eines Seitenarmes (Kleine Binn), wo mit etwas Glück Sumpfschildkröten beobachtet werden können.
Beidseitig wohnen Biber in ihren Erdbauten, legen steile Rutschen ins Gewässer an und hinterlassen an der Ufervegetation ihre Spuren. Auf umgestürzten Bäumen findet der Eisvogel sodann gute Ansitzwarten.
Dann passiert man den südlichen Rand der Tierwiese, wo im Frühsommer Beinwell und andere Heilpflanzen blühen, und folgt der breiten Forststraße bis an den Fadenbach. Entlang des Altarms landeinwärts erreicht man wieder den Damm, überquert ihn und nimmt den anschließenden Weg zurück zum Nationalparkeingang.

Fadenbachweg

Länge

2 km

Gehzeit

ca. 1 Stunde

Besonderheiten

Über mehrere Holzbrücken geht es entlang eines verlandenden Altarmes.

Wegbeschaffenheit

Hochwassersicherer Weg, gut befestigt.

Ausgangspunkt:
schlossORTH Nationalpark-Zentrum, Schlossinsel.
 

Man verlässt die Schlossinsel nach Süden, folgt dem Wiesenrand und betritt bei einer mächtigen Silberpappel den Auwald. Nach wenigen Metern quert man auf einer Holzbrücke das Gerinne des Fadenbachs. So trocken dieser Altarm im Herbst und Winter sein kann, so füllt er sich trotzdem im Frühling bei höheren Wasserständen der Donau, weil das Grundwasser mitsteigt. Im Sommer bedeckt ein dichter Teppich von Wasserlinsen die Oberfläche, Frösche nützen sie zur perfekten Tarnung. Europäische Sumpfschildkröten nehmen hier oft ein Sonnenbad.
Die Route verläuft entlang des Fadenbachs bis zum Hochwasserschutzdamm, weitere Holzbrücken ermöglichen Ausblicke auf den Altarm. Im Frühling durchwandert man ein Blütenmeer, blühen hier doch flächendeckend Schneeglöckchen, Gelbstern und Veilchen, später auch der Bärlauch. Obwohl man sich siedlungsnah aufhält, tauchen in den Gräben immer wieder Rehe und Hasen auf, mit heiserem Gurren macht sich die prächtige Ringeltaube bemerkbar.

Uferhausrunde

Länge

2,5 km

Gehzeit

ca. 1 Stunde

Besonderheiten

Die Route führt teilweise entlang der frei fließenden Donau.

Wegbeschaffenheit

Bei Hochwasser nicht oder nur eingeschränkt begehbar. Bitte die Wegsperren beachten!

Ausgangspunkt:
Parkplatz bei der Donau, Gasthaus Uferhaus.
 

Entlang des Treppelweges erreicht man die Orther Inseln, die zwischen den Buhnen von der Donau aufgeschoben wurden. Diese Schotterinseln sind zum Teil dicht von alten Weiden und Pappeln bestanden, zwischen den Steinen finden sich die Schalen verschiedener Muschelarten. Nach Hochwässern bilden riesige Schwemmguthaufen einen Lebensraum für wärmeliebende Tierarten wie Schlangen, Spinnen und diverse Käfer.
Auf Höhe der Inseln biegt die Route in den Wald ab und führt zuerst über aufgelassene Wiesen, dann durch ein dichteres Waldstück. Bei einer Grabenquerung tritt immer wieder Grundwasser aus, ein kleiner Schilfbestand weist auf einen ehemaligen Altarm hin. Entlang des Waldweges sind häufig frische Wildschweinspuren zu entdecken. Danach verläuft der Weg entlang der Faden, im Frühling und Sommer sonnen sich dort Europäische Sumpfschildkröten auf treibendem Holz. Schließlich überquert man zwei ausgedehnte Wiesen, wo ab August die giftigste Pflanze der Donau-Auen, die Herbstzeitlose blüht. Über die Uferstraße kehrt man zuletzt zur Donau zurück.

Alter Aulehrpfad - Alter Uferweg

Länge

3 km

Gehzeit

ca. 1 Stunde

Besonderheiten

Streckenwanderung als Verbindung zwischen anderen Routen.

Wegbeschaffenheit

Bei Hochwasser nicht oder nur eingeschränkt begehbar. Bitte die Wegsperren beachten!

Ausgangspunkt:
Parkplatz neben der Polizei, über die Fadenbachbrücke geradeaus am Fußballplatz vorbei zum Nationalparkeingang, bzw. Parkplatz bei der Donau.
 

Der Alte Uferweg durchschneidet alle Lebensräume der Au. Es beginnt in der trockenen Hartholzau, die man zuerst in einem Gehölzstreifen, dann in einen Bestand aus Ahorn, Eschen und Nussbäumen durchquert. Die Überquerung einer Brücke ermöglicht schöne Einblicke in einen Altarm (Fadenbach). Der Weg verläuft weiter entlang des Fadenbaches und nach Überquerung des Schutzdammes  beginnt die Weichholzau. Hier dominieren Pappeln, Baumriesen brechen zusammen und mächtige Pilze wachsen aus dem vermeintlich toten Holz. Immer wieder eröffnen sich Ausblicke auf den Altarm, wo sich Europäische Sumpfschildkröten gerne auf treibenden Baumstämmen sonnen. Kurz vor Erreichen der Uferstraße zweigt die Route nach rechts ab und verläuft entlang eines Grabens zu einem weiteren Seitenarm. Reiher und Eisvögel kommen hierher zum Fischen. Entlang des schmalen Waldweges ranken sich Hopfen und Waldreben über niedrige Büsche und Bäume. Schließlich erreicht man die Wiese beim Uferhaus und dann die Donau.


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