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Wanderrouten

Eckartsau

0 Insbesondere im Eckartsauer Gebiet haben die jagdbegeisterten Habsburger deutliche Spuren im Auwald hinterlassen. Die ausgedehnten Wiesenflächen rund um Schloss Eckartsau wurden größtenteils für die Jagd angelegt. Mächtige Hirsche ziehen bis heute durch die Wälder und nützen die Wiesen in der Brunft.

Der donaunahe „Rote Wird“ dagegen geht auf eine Insel zurück, denn „Wird“ oder „Wörth“ ist ein alte Bezeichnung für Inseln, rot bezieht sich auf roden, eine von Bäumen frei gemachte Insel. Die umgebenden früheren Wasserläufe sind im Gelände bis heute zu erkennen.

Die Altarme sind nicht mit der Donau verbunden, sondern vor allem grundwasserversorgt oder von der Donau zurückgestaut. Daher haben sich Schilfflächen ausgebildet und bieten verschiedensten Wasservögeln Brutmöglichkeiten. In stehenden Gewässern gedeihen Teichrosen, aber auch seltene Arten wie Pfeilkraut, Wasserschierling und Schwanenblume.

In Eckartsau hat der Auwald ein ganz anderes Erscheinungsbild als in den dynamischen Gebieten von Schönau und Orth.

Details

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Wanderkarte Eckartsau

Laden Sie hier die Detailkarte mit allen beschriebenen Routen für den Nationalpark-Bereich Eckartsau herunter.

Rundweg Eckartsau

Länge

3,3 km

Gehzeit

ca. 45 Min.

Besonderheiten

Führt teilweise durch den historischen Landschaftspark von Schloss Eckartsau.

Wegbeschaffenheit

Rollstuhltauglich. Hochwassersicherer Weg, gut befestigt.

Ausgangspunkt:
Schlosspark Eckartsau.
 

Nur wenige Meter nach dem Schloss überquert man auf einer steinernen Brücke den Fadenbach, einen Altarm mit verschilften Ufern, in denen sich Teichhühner verstecken. Gelegentlich schwimmt eine Bisamratte vorbei oder ein Zwergtaucher begibt sich auf Nahrungssuche. Dann folgt man der breiten Forststraße bis zum Schutzdamm. Von der Dammkrone nach Norden erstreckt sich erneut ein Altarm, Sumpfschildkröten und Graureiher sind zu entdecken.
Daneben weiden in der warmen Jahreszeit Jungrinder auf einer ehemaligen Ackerfläche, um so ein Verbuschen des offenen Geländes zu verhindern. Hier besteht die Chance zur Sichtung von Wiedehopfen. Nach Süden überblickt man vom Damm eine große Wiesenfläche, mitunter durchwühlen sie Wildschweine auf der Suche nach Nahrung. Auf dem Rückweg passiert man eine weitere Weide und eine Verzweigung des Fadenbachs .Die letzte Wasserstelle ist das alte Eckartsauer Bad, wo der seltene Hundsfisch einen seiner Rückzugsorte gefunden hat.

Große Donaurunde

Länge

8 km

Gehzeit

ca. 3 Stunden

Besonderheiten

Eine erlebnisreiche Wanderung durch ehemaliges kaiserliches Jagdgebiet.

Wegbeschaffenheit

Bei Hochwasser nicht oder nur eingeschränkt begehbar. Bitte die Wegsperren beachten!

Ausgangspunkt:
Schlosspark Eckartsau.
 

Man verlässt den Schlosspark nach Süden und erreicht durch die breite Maria Theresia Allee den Schutzdamm. Gleich danach halten sich oft Rehe nahe dem Weg auf, sie sind zu hören, manchmal auch zu sehen.
Auf der ersten großen Wiesenfläche fällt eine deutliche Geländekante auf, hier verlief einst ein Seitenarm der Donau. Stattliche Eichen ziehen viele verschiedene Insektenarten an. Bevor der Weg nach rechts abbiegt, quert man einen Altarm, wo es Chancen gibt, Europäische Sumpfschildkröten beim Sonnenbad zu entdecken. Weiter geht es über Wiesenflächen, durch einen schmalen Waldstreifen erreicht man schließlich den Treppelweg an der Donau. Bald öffnet sich das Gelände zum weitläufigen „Roten Wird“, einer ausgedehnten Wiesenlandschaft, die auch von alten Wasserläufen durchzogen ist.
In einem spitzen Winkel führt die Route nach Norden zurück, immer noch über Wiesen, später durch den kühlen Auwald. Erneut passiert man den Damm und schließt, vorbei an einer großen Weidefläche, den Rundweg beim Schlosspark.