Sprache DE
DE EN SK

Wanderrouten

Schönau

0 Der schmale Schönauer Auwald-Streifen ist einer der dynamischsten Bereiche des Nationalparks. Durch die Absenkung des Treppelweges an zwei Stellen kann die Donau wieder in den Seitenarm einströmen. Sie nimmt dabei viel Schotter mit und lagert ihn immer wieder zu neuen Inseln um, wovon Kiesbrüter wie Flussregenpfeifer und Flussuferläufer profitieren.

Durch das laufende Anreißen neuer Uferkanten findet der Eisvogel Brutplätze. Im Winter friert der Schönauer Arm nur stellenweise zu. Besonders gefiederte Wintergäste nützen die eisfreien Bereiche zur Nahrungssuche.

In den steilen Uferböschungen graben Biber ihre Bauten, im Winter kann man sie mit etwas Glück schon am späten Nachmittag beobachten. Nach jedem höheren Wasserstand füllen sich Tümpel und bieten zahlreichen Fröschen und Kröten einen Lebensraum, im Frühling sind sie wichtige Laichplätze.

Bei niedrigem Wasserstand zeigen die sandigen Ufer den Reichtum an tierischen Bewohnern, denn viele von ihnen hinterlassen hier ihre Spuren.

Details

Bitte beachten Sie unsere Verhaltensregeln!

Wanderkarte Schönau

Laden Sie hier die Detailkarte mit der beschriebenen Route für den Nationalpark-Bereich Schönau herunter.

Schönauer Donaurunde

Länge

2 km

Gehzeit

ca. 1 Stunde

Besonderheiten

Kurzer Rundweg durch einen der dynamischsten Bereiche des Nationalparks.

Wegbeschaffenheit

Der Weg ist während und nach einem Hochwasser nicht begehbar. Bitte die Wegsperren beachten!

Ausgangspunkt:
Parkplatz am Ortsende von Schönau an der Donau, neben dem Imbiss-Stand „Radler Treff“. Man überquert den Rückstaudamm und gelangt in einer langgezogenen S-Kurve zum Nationalpark-Eingang, der durch zwei Holzpiloten gekennzeichnet ist.
 

Von der äußeren Schönauer Traverse hat man gleich eindrucksvolle Ausblicke auf das Kühwörther Wasser mit seinen großen Schilfbeständen. Reiher halten sich hier oft auf.
Überquert man den Hochwasserschutzdamm, so dominieren nun Silberweiden, in kleinen Tümpeln leben Wasserinsekten, Schnecken und Süßwassermuscheln. Brennnesseln, Kratzbeere und Drüsiges Springkraut wachsen über das Jahr zu einem meterhohen Dickicht aus. Entlang des schmalen Weges entdeckt man frische Spuren der Biber, welche die niedrigen Weiden benagen. Die letzten Meter vor der Donau überspannt eine Brücke einen wieder angebundenen Seitenarm. Schon bei mittleren Wasserständen strömt es hier heftig, in den neu entstandenen Uferanrissen brütet der Eisvogel.
An der Donau führt die Route einige hundert Meter stromab und bei der nächsten Traverse wieder landeinwärts. Hier lassen sich im Winter zahlreiche Vogelarten beobachten, Kormorane auf ihren Schlafbäumen oder auch Seeadler. Durch den Auwald kehrt man wieder zum Schutzdamm zurück.