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Eingetragen am 04.09.2016 von Hermann Falkner

Pferde longieren in der Oberen Lobau


Hallo, schon längere Zeit fällt mir auf, dass beim Übergang vom Naufahrtweg über das Mühlwasser in den Nationalpark eine kreisrunde, aufgewühlte und zerstörte Fläche ist - bis dato bin ich immer von mutwilliger Beschädigung ausgegangen. (Digitale Koordinaten der Stelle = 48.194977, 16.476737 - gibt man das so in Google Maps ein, dann wird die exakte Stelle angezeigt - knapp aber eindeutig schon innerhalb des Nationalparks.) Heute bin ich wieder an dieser Stelle vorbeigekommen, nachdem ich mind. 2 Monate nicht mehr dort war - die kreisrunde Zerstörung ist noch deutlicher geworden, und es gibt ganz eindeutige Pferdespuren incl. Rossäpfel - dh ganz offensichtlich wird die Stelle von einem oder mehreren Reitern zum longieren missbraucht! Ich hab nix gegen Pferde, obwohl in der Lobau ganz klar verboten, solange sie nichts wirklich "böses" tun; und weiss, dass Pferde aus den nahegelegenen Reitstellen gerade an dieser Stelle immer wieder mal zum Trinken zum Mühlwasser kommen, entsprechende zum Ufer freigetretene Stellen gibt es direkt dort. Durch das longieren und auch die Düngung mit Pferdemist wird aber die Vegetation auf dieser Stelle nachhaltig zerstört - ist eigentlich schon völlig zerstört, und es ist fraglich, ob sie sich durch den Düngereintrag jemals wieder erholen kann! Auch wenn die negative Beeinflussung auf wenige Quadratmeter Grund beschränkt ist - an dieser Stelle hat es ein (inzwischen - offenbar durch die Pferde! - zerstörtes) Vorkommen einer Orchidee gegeben, Epipactis helleborine, und eine weitere Orchidee kommt dort immer noch vor, Cephalanthera longifolia; ausserdem wächst in unmittelbarer Nähe das in der Lobau sehr selten vorkommende und bedrohte Senecio doria. Die Stelle ist also durchaus auch etwas Besonderes, auch wenn ganz am Rand des Schutzgebietes liegend. Ich bitte daher dringend darum, dass seitens des Nationalparks etwas dagegen unternommen wird. Herzlichen Dank! LG Hermann Falkner



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Eingetragen am 05.09.2016 von Nationalpark Donau-Auen

Lieber Hermann,
viele Dank für diesen Hinweis - wir gehen dem nach! Freundliche Grüße, das Nationalpark-Team

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