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Bilanz der siebenten Saison beim Orther Amphibienzaunprojekt: 746 Tieren wurde heuer im Frühling die unbeschadete Straßenquerung ermöglicht.

Freiwillige Helfer unterstützen die bedrohten Amphibien Aktiver Naturschutz mit freiwilligen Kräften: Seit 2013 begleitet ein Gemeinschaftsprojekt von NMS Orth/Donau, Nationalpark Donau-Auen und Österreichischen Bundesforsten die Amphibien bei ihrer Wanderung. Auch 2019 wurden Frösche, Kröten, Unken und Molche wissenschaftlich erfasst und das sichere Überqueren der Orther Uferstraße gewährleistet.
 

Projektleiterin und Nationalparkrangerin Eva-Maria Pölz erläutert: „Das Projekt hat die siebente Saison hinter sich. Erneut wurden zahlreiche Amphibien von Kindern der zweiten Schulstufe aus der NMS Orth in Lehrerbegleitung, Helfern der Österreichischen Bundesforste und des Nationalpark Donau-Auen sowie freiwilligen Beteiligten gerettet.“

Zahlreiche Tiere in den Fangkübeln Die Wanderperiode startete heuer mit 21. Februar recht früh. Insgesamt wurden bis zum 2. Mai in den 24 Kübeln 746 Amphibien vom Projektteam protokolliert, weiters drei Ringelnattern, sieben Zauneidechsen, zwei Mäuse und eine Maulwurfsgrille. „Am 18. März waren schon 70% der Tiere dieser Saison gewandert, der stärkste Tag mit 92 Exemplaren folgte jedoch danach erst noch mit dem 6. April“, erklärt Pölz die Eckdaten.


Mittels des Zauns und den mit feuchtem Pflanzenmaterial befüllten Kübelfallen wurden die Amphibien vor der Straße gestoppt. Artzugehörigkeit und Individuenanzahl, Datum, Witterungsparameter sowie Kübelnummer wurden täglich erhoben und protokolliert, danach die Tiere vorsichtig geborgen und transportiert.

Die siebente Saison beim Amphibienprojekt Wechselkröten und Laubfrösche hat man heuer nicht vorgefunden, somit wurden acht Amphibienarten (inkl. Wasserfröschen als Gruppe) im Zuge des Projektes nachgewiesen. Weit in Führung gingen diesmal die Springfrösche mit 356 protokollierten Tieren, dahinter die Knoblauchkröten auf Platz zwei (85), dicht gefolgt von Erdkröten (82). Von Donaukammmolchen als besonders seltene Lurche wurden dieses Jahr 23 Exemplare registriert.


An alle Helferinnen und Helfer ergeht wieder ein herzliches Dankeschön für ihr Engagement! Seit Projektstart konnte so bereits 5.225 Amphibien die unbeschadete Wanderung zu den Laichgewässern ermöglicht werden.