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Insektencamp im Nationalpark Donau-Auen mit stolzem Ergebnis

Die Experten Herbert Wagner und Christian Komposch bei der Erhebung (c) Baumgartner Welche Fülle an wirbellosen Tieren tummelt sich im Nationalpark Donau-Auen und seinem nahen Umfeld? Dieser Frage ist man im Frühling 2018 beim fünften Insektencamp der ÖEG (Österreichische Entomologische Gesellschaft) nachgegangen und der Endbericht liegt nun vor.


39 Personen haben an dieser siebentägigen Erhebung im Vorjahr teilgenommen: Studierende der Biologie und Fachleute mit Erfahrung zu unterschiedlichen Tiergruppen. Unterstützt wurde der Workshop von der Nationalpark Donau-Auen GmbH sowie den Nationalparkforstverwaltungen Lobau und Eckartsau. Erfasst wurden dabei wirbellose Tiere wie Insekten, Spinnen oder Schnecken.

Epistrophe cryptica (c) Koivula An 56 Untersuchungsflächen im Nationalpark Donau-Auen wurde gesammelt – bei Schönau, Orth, Witzelsdorf, Stopfenreuth sowie auf den Lobauer Standorten Fuchshäufel und Kreuzgrund. Ein weiterer Erhebungspunkt wurde auf den an den Nationalpark angrenzenden Hainburger Bergen bearbeitet.

Der Endbericht wurde Mitte März von der ÖEG publiziert und das Resultat ist beachtlich:
„Insgesamt wurden 1.265 Arten an Wirbellosen bestimmt. Zwei davon sind neu für Österreich, sieben wurden erstmals für Wien nachgewiesen sowie neun Arten neu für Niederösterreich“, fasst Experte Dr. Herbert Wagner zusammen. Die seltene Schwebfliege Epistrophe cryptica zählt zu den österreichweit erstmalig erhobenen Insekten.


Webtipp: www.entomologie.org