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Sei fair! – So lautet der Aufruf an die Gäste
im Nationalpark Donau-Auen

v.l. Pernkopf, Klauser, Patek, Sima, (c) BMNT Gruber Patek, Pernkopf, Sima, Klauser: Eine neue Kampagne stellt das rücksichtsvolle Verhalten im Schutzgebiet in den Mittelpunkt.


Der Nationalpark Donau-Auen schützt eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt und bietet den Gästen eindrucksvolle Erlebnisse. Beide Aufgaben zu erfüllen, kann nur durch den verständnisvollen Umgang mit der Natur erreicht werden. Umweltministerin Maria Patek erläutert: „Die jährlichen Gästezahlen im Nationalpark steigen, und mit ihnen die verschiedenen Bedürfnisse in der Freizeitnutzung. Mit der Aktion ‚Sei fair!‘ wird heuer ein Schwerpunkt für mehr Bewusstsein gesetzt. Die Rücksicht aufeinander kommt nicht nur den Erholungssuchenden zugute, sie hilft auch der geschützten Fauna und Flora im Nationalpark Donau-Auen.“

Niederösterreichs LH StV. Stephan Pernkopf ergänzt: „Mit dieser neuen Kampagne richten sich der Nationalpark Donau-Auen an seine Besucherinnen und Besucher. Als wertvolles Naherholungsgebiet erfreut er sich großer Beliebtheit: Spazierengehen, Wandern, Radfahren, Baden und Bootfahren zählen zu den häufigsten Unternehmungen. Zugleich ist der Nationalpark Donau-Auen ein Teil des grünen Rings um Wien, den es zu erhalten gilt, und ein wichtiger Lebensraum für seltene Arten.“

Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima betont: „Die Lobau zählt zu den beliebtesten Freizeitzielen der Wienerinnen und Wiener. Rund eineinhalb Millionen Gäste strömen jährlich in diesen Wiener Anteil am Nationalpark Donau-Auen. Die Einhaltung von Verhaltensregeln vermeidet Konflikte und schützt die Aulandschaft. Mit dem aktuellen Aufruf zur Fairness möchten wir die Besucherinnen und Besucher sensibilisieren und aufzeigen, dass jeder Einzelne seinen Teil zum Nationalpark beitragen kann.“

Wandern im Nationalpark Donau-Auen Nationalparkdirektorin Edith Klauser stellt die Maßnahmen näher vor: „Mit den neuen „Sei fair“-Infoelementen an allen Nationalparkeingängen machen wir auf achtsames Verhalten aufmerksam. Ergänzt wird der Schwerpunkt durch verstärkte Kommunikation über unsere Social Media Kanäle. Hier weisen wir ebenso auf das Thema hin und bringen  Beispiele aus der Tierwelt, warum die Regelungen sinnvoll sind. Die Nationalpark-Rangerinnen und Ranger geben im Zuge ihrer Aufsichtsdienste ebenfalls gerne Auskunft.“


Freizeitnutzung im Nationalpark Donau-Auen

Der Nationalpark Donau-Auen liegt zwischen den europäischen Hauptstädten Wien und Bratislava und bewahrt auf mehr als 9.600 Hektar Fläche die letzte große Flussauenlandschaft Mitteleuropas. Unter der Dachmarke Nationalparks Austria schützt er gemeinsam mit den fünf weiteren Nationalparks in Österreich unser Naturerbe für kommende Generationen.
Aufgrund der Nähe zu den Ballungsräumen ist der Nationalpark Donau-Auen ein beliebtes Naherholungsziel mit weiter steigender Tendenz. Dadurch wächst der Druck auf das Schutzgebiet, das zugleich die spezielle Fauna und Flora der Auen und deren Lebensräume bewahren soll.

Sei fair! Der Großteil der Besucherinnen und Besucher verhält sich rücksichtsvoll. Konflikte zwischen Nutzergruppen, etwa Hundehaltern und Familien mit Kleinkindern, Radfahrern und Spaziergängern sowie Meinungsverschiedenheiten an Badeplätzen nehmen jedoch zu. In der Lobau steht zum Kampagnenstart das Thema Leinenpflicht im Fokus. Hier werden laut Erhebung rund 50.000 Hunde pro Jahr geführt, bis zu 75% ohne Leine. Doch freilaufende Hunde stellen nicht nur eine Gefahr für Wildtiere dar. Erholungssuchende empfinden dies teils als Belästigung oder fühlen sich bedroht.
Weitere Schwerpunkte wie Radfahren abseits erlaubter Wege, die Einhaltung des Wegegebots und Müllvermeidung werden im Laufe des Jahres folgen. Die ‚Sei fair!‘ Informationselemente werden im Laufe des Juni an allen Nationalparkeingängen angebracht.

Über die Naturschätze im Nationalpark Donau-Auen, die zahlreichen Möglichkeiten diese zu erleben und über Verhaltensregeln informieren die Nationalparkhomepage, das Leitsystem im Gebiet, diverse Publikationen sowie die Nationalparkmitarbeiterinnen und -mitarbeiter vor Ort.