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Höckerschwan - Cygnus olor

Höckerschwan

Diieser majestätische Bewohner von Teichen und anderen Gewässern ist als auffallend weißer, mächtiger Vogel schon kilometerweit zu sehen. Sollte der Schwan gerade fliegen, so ist das schnarrend-pfeifende Fluggeräusch deutlich zu vernehmen.

Merkmale

Mit seinen 8 bis 12 kg Gewicht zählt der Höckerschwan zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt. Um sich in die Luft zu erheben brauchen die Tiere gleich Flugzeugen eine Startbahn von ca. 100 m. Durch kräftige Flügelschläge und gleichzeitiges Laufen über dem Wasser gelingt es ihnen, Auftrieb zu bekommen. An Höhe gewinnen sie dabei nur sehr allmählich, insgesamt wirkt der Flug schwerfällig. Der Name Höckerschwan bezieht sich auf einen schwarzen Höcker, der auf dem grell orangefarbenen Schnabel an der Basis zu sehen ist. Das strahlend weiße Gefieder wird mit schwarzen Füßen und Beinen komplettiert, der Hals wird oft S-förmig gebogen getragen.
Typischerweise gibt es bei Cygnus olor die Gewohnheit, mit angestellten Flügeln zu schwimmen. Ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber anderen Schwanarten ist das Schwimmen mit gesenktem Schnabel, während andere Arten den Schnabel waagrecht halten.

Verbreitung

Höckerschwan Nest Ursprünglich erstreckte sich das Verbreitungsgebiet des Höckerschwans von Nordwesteuropa und dem östlichen Mitteleuropa bis China. Im späten 19. Jahrhundert wurde die Art unter anderem in Österreich ausgesetzt, wo sie sich gut etablieren konnte.
Heute sind Höckerschwäne in ganz Mitteleuropa an zahlreichen stehenden oder langsam fließenden Gewässern in Tallagen verbreitet.

Gefährdung und Schutzstatus

Die Art gilt als ungefährdet.

Lebensweise

Mit Hilfe des langen Halses gelingt es diesem Vogel, Pflanzen vom Gewässergrund zur Deckung des Nahrungsbedarfes zu erreichen. Diese Art der Nahrungsaufnahme wird als „Gründeln“ bezeichnet. Der Bedarf kann während der Mauser bis zu 4 kg pro Tag betragen. Beim Gründeln erreicht der Höckerschwan Pflanzenteile die bis zu 1 m tief unter Wasser wachsen. Daher hält sich der Vogel am liebsten an stehenden oder träge fließenden Gewässern auf, die nährstoffreich sind und ein dementsprechend üppiges Pflanzenangebot besitzen. Ebenso ist es möglich, das Tier an Land beim Fressen von Gras und Pflanzen zu beobachten.
Zur Fortpflanzung wird eine Partnerschaft auf Lebenszeit geschlossen und an einer ufernahen Stelle ein großes Nest gebaut. Dieses wird vom Männchen aggressiv mit Zisch- und Fauchlauten sowie hochgestellten Flügeln gegen potentielle Eindringlinge - auch Menschen - verteidigt. Über Jahre hinweg erreicht dieses immer wieder benutzte und erweiterte Nest gigantische Ausmaße.
Die tag- und nachtaktiven Vögel mausern einmal im Jahr und sind in dieser 4wöchigen Phase flugunfähig.

Besonderes

Höckerschwäne Die Einführung des Höckerschwans blieb ohne große Auswirkungen für heimische Ökosysteme, dennoch wird er als vom Menschen angesiedelte Art teils skeptisch gesehen. Er ist oft wenig scheu, Fütterungen werden gerne angenommen. In manchen Regionen werden Schäden durch die Verkotung der Gewässer und Wiesen sowie Ertragsverluste durch den Verzehr von Gras und Getreide beklagt.
Es ist festgestellt worden, dass sich durch einen komplizierten Mechanismus der dichteabhängigen Bestandsregulierung die Art momentan nicht weiter vermehrt, obwohl durch Winterfütterungen mehr Tiere überleben als früher. Dem Anschein nach macht der Anteil der erwachsenen Vögel die nicht brüten mehr als 50% aus. Diese Individuen bilden ganzjährige Trupps.

So klingt der Höckerschwan






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