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Wiedehopf - Upupa epops

Wiedehopf

Typisch für diesen anmutigen Vogel ist die stattliche Federhaube, die bei der Landung und bei Erregung wie ein Fächer aufgerichtet wird. Nicht zu übersehen ist ferner der lange gebogene Schnabel.

Merkmale

Der etwa drosselgroße Wiedehopf besitzt ein kräftig geflecktes und zimtrosa gefärbtes Gefieder. Mit dem Balzruf ist das Männchen weithin hörbar, es klingt nach einem hohlen „puh-puh-puh“.

Verbreitung

Der Verbreitungsschwerpunkt liegt im Südosten von Europa und im Mittelmeerraum, wobei in Spanien der bei weitem höchste Bestand existiert. Für den Nationalpark Donau-Auen ist der Wiedehopf nicht typisch, jedoch mit etwas Glück am Durchzug zu beobachten.

Gefährdung und Schutzstatus

In den meisten Ländern, wo der Wiedehopf als noch nicht ausgestorben gilt, erscheint die Art auf der Roten Liste in den höchsten Gefährdungsstufen. Das Ziel muss sein, die Abnahme der Bestände zu stoppen und die bestehenden Lebensräume zu erhalten. Die limitierenden Faktoren für den Bestand sind das Nahrungs- und Nistplatzangebot.

Lebensweise

Wiedehopf Der ideale Lebensraum besteht aus einer reich strukturierten Landschaft mit lichten Wäldern und einem guten Angebot an Großinsekten. Diese Bedingungen sind am besten in großflächigen Brachen und Viehweiden sowie in extensiv genutzten Hochstamm-Obstgärten zu finden wo die Pflanzendecke eher schütter ist. In Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Maulwurfsgrille den Hauptbestandteil der Nahrung bildet. Generell findet Upupa epops seine Nahrung zum großen Teil am Boden, wo er die Beutetiere visuell ortet oder akustisch wahrnimmt. Im Erdreich verborgene Insekten werden durch Stochern mit dem Schnabel ertastet. Nach dem Fang des Beutetieres werden harte Chitinbestandteile entfernt, dann das Insekt am Boden bearbeitet und anschließend verschluckt. Da der Wiedehopf ein Höhlenbrüter ist benötigt die Art Ganz- oder Halbhöhlen in Bäumen oder Mauern. Sinnvoll ist es, eventuelle Nisthilfen in einer Maximalhöhe von 1 m über dem Boden anzubringen, dadurch wird die Besetzung der Nistkästen durch Stare verhindert. Normalerweise besteht die Brut aus ca. 6 Eiern die vom Weibchen bebrütet werden. Zur Brutzeit ist die Bürzeldrüse des Weibchens und der Nestlinge besonders entwickelt. Zur Feindabwehr spritzen sie ein nach Moschus riechendes Sekret dem Eindringling entgegen. Die im Deutschen gebräuchliche Redewendung „stinken wie ein Wiedehopf“ weist darauf hin.

Besonderes

Upupa epops besitzt ein ausgesprochen interessantes Feindverhalten. Dazu nutzt der Wiedehopf sein kontrastreiches Gefieder. Ist die Flucht vor einem Greifvogel nicht mehr möglich, so nimmt er eine Tarnstellung ein. Mit gespreizten Flügel und Schwanz liegt der Vogel flach auf dem Boden, der Hals und der Schnabel sind steil nach oben gerichtet. Das Gefieder wirkt Körperkontur auflösend, das Individuum wird durch das regungslose Verweilen meistens übersehen.

So klingt der Wiedehopf





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