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Große Holzbiene - Xylocopa violacea

Große Holzbiene

Eine imposante Erscheinung und ausgesprochen friedlich ist die metallisch schimmernde Große Holzbiene allemal. Mit bis zu 28 mm Körpergröße ist sie größer als alle sonstigen heimischen Bienen.

Merkmale

Die Farbe des Körpers ist weitgehend schwarz, die Flügel sind dunkelbraun, je nach Lichtverhältnissen können sie blau oder violett schillern. Die Färbung kann mit keiner anderen Bienengattung verwechselt werden. Das Insekt ist bis auf den Hinterleib kurz dunkelgrau behaart. Die Beißwerkzeuge sind sehr kräftig ausgeprägt, sie werden sowohl zum Nagen im Holz als auch zur Nahrungsbeschaffung eingesetzt. Die Fühlerspitzen sind leicht abgeknickt und haben einen gelblichbraunen Ring vor dem Knick. Die Tiere sehen gut und können als exzellente Flieger schnell und gewandt auch größere Distanzen zurücklegen. Bei ihrem Flug entsteht ein dumpfes unverkennbares Brummen, das oft für entsprechendes Aufsehen sorgt.

Verbreitung

Xylocopa violacea ist wärmeliebend, dementsprechend liegt ihr Hauptverbreitungsgebiet in Südeuropa. In Mitteleuropa ist sie nur an entsprechend warmen Stellen anzutreffen. Mit der zunehmenden Klimaveränderung breiten sie sich zusehends nach Norden aus. Sonnenbeschienene Lebensräume mit entsprechenden Nistmöglichkeiten in Form von Totholz werden von ihr bevorzugt. Durch den hohen Totholzanteil stellt sich auch der Nationalpark Donau-Auen als idealer Lebensraum für diese Art dar.

Gefährdung und Schutzstatus

Die Große Holzbiene zählt zu den Wildbienen und diese sind geschützt.

Lebensweise

Große Holzbiene Als Einzelgänger besiedelt sie blüten- und totholzreiche Waldränder und Gärten. Es werden bevorzugt Schmetterlingsblütler und Lippenblütler als Futterpflanzen aufgesucht. Kommen Holzbienen nicht an den leckeren Nektar, so wird die Blüte zerschnitten, um ihn zu erreichen. Der Transport der Pollen kann entweder in den Haarbürsten der Hinterbeine erfolgen, oder die Biene streift die Pollen mit speziellen Pollenabnehmerkämmen ab und verschluckt sie. Sie werden anschließend im Kropf transportiert und wieder hervorgewürgt. Beide Geschlechter überwintern an geschützter Stelle, verlassen bereits im März ihr Winterquartier, paaren sich im Frühjahr und leben dann noch bis in den Juni hinein. Vom Weibchen wird eine etwa 30 cm lange Brutröhre in besonntes totes Holz, das trocken sein muss, genagt. Als typische Wildbiene trägt sie einen Vorrat an Pollen und Nektar in die Röhre ein, legt ein Ei darauf und verschließt die 25 mm lange Kammer durch mit Speichel verleimte Nagespäne. Richtung Ausgang werden dann noch bis zu 15 Kammern nacheinander gebaut. Die geschlüpften, madenartigen Larven sind schon nach drei Wochen ausgewachsen und verpuppen sich, ohne einen Kokon zu spinnen. Die Entwicklungsdauer vom Ei zum flugbereiten Tier dauert zirka zehn Wochen. Bereits im Sommer kann man sie fliegend beobachten. In der Regel sind sie sehr standorttreu, das heißt sie kehren als nistendes Insekt an die Stelle zurück, an der sie geschlüpft sind.

Besonderes

Gegenüber Menschen hat sich die Große Holzbiene als völlig harmlos erwiesen, nur in größter Gefahr verwendet sie ihren Stachel zur Verteidigung!





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