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Großer Eichenbockkäfer - Cerambyx cerdo

Heldbock

Der Große Eichenbockkäfer, auch Heldbock, Riesenbock oder Spießbock genannt, gehört mit einer Körperlänge von fünf Zentimetern zu den größten heimischen Bockkäferarten!

Merkmale

Je nach Versorgungsgrad der Larve variiert die erreichte Körpergröße des adulten Tieres von 24 bis 53 mm. Der große Eichenbockkäfer ist durchgehend schwarz bis auf die hellbraunen Enden der Flügeldecken. Die Fühler von Cerambyx cerdo erreichen beim Weibchen Körperlänge, beim Männchen können sie die doppelte Körperlänge erlangen. Das erste Fühlerglied (immer beim Körper beginnend) ist verdickt.

Verbreitung

Cerambyx cerdo ist in Mitteleuropa beheimatet. Er bevorzugt absterbende, alte Stieleichen an sonnigen Stellen. Seltener werden Buchen, Ulmen oder Traubeneichen zur Eiablage und Futter für die Imagines (ausgewachsene Tiere) angenommen. Totholz und gesunde Bäume werden gemieden. Sein natürliches Vorkommen beschränkt sich auf nicht bewirtschaftete Wälder mit Stieleichenvorkommen, Nationalparks, alte Parkanlagen, soweit alte Bäume vom Menschen stehen gelassen werden.

Gefährdung und Schutzstatus

In Österreich zählt Cerambyx cerdo zu den streng geschützten Arten und ist stark vom Aussterben bedroht. Im Nationalpark Donau-Auen wurde er im Areal des Schlossparks Eckartsau nach langem Fehlen jüngst wieder nachgewiesen! Er wird speziell gefördert.

Lebensweise

Von Mai bis August sind die Käfer nachts und in der Dämmerung aktiv. Da für den großen Eichenbockkäfer Stieleichen erst ab einem Alter von 80 bis 150 Jahren „attraktiv“ werden und die Entwicklung der Larven drei bis fünf Jahre dauert, sind diese Tiere bereits sehr selten geworden und nicht mehr häufig zu beobachten. Die Weibchen legen die Eier an den Bäumen ab, die Larven fressen sich zuerst durch die Rinde, dann in das Holz und auch der Kern des Baumes wird nicht verschont. So durchfressene Bäume treiben weiterhin aus und werden auch von weiteren Generationen als Futterbaum verwendet. Die Fraßgänge sind bei älteren Larven fingerdick . Die adulten Tiere bleiben meistens „ihrem“ Baum treu.

Besonderes

Die männlichen Tiere führen einen gesanglichen Rivalitätskampf mit Zirpen aus, ohne den Gegner zu verletzen.
Erwachsene Tiere ernähren sich vom Baumsaft verletzter Eichen und von Obst.





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