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Hermelin - Mustela erminea

Hermelin

Das Hermelin oder Große Wiesel kennt man vor allem wegen seines im Winter weißen Felles, mit Ausnahme einer schwarzen Schwanzspitze. Es ist ein Vertreter aus der Familie der Marder.

Merkmale

Die Kopf-Rumpflänge dieser Marderart beträgt bis zu 30 cm bei Männchen und bis zu 27 cm bei Weibchen, sie besitzen eine sehr lang gestreckte Körpergestalt mit kurzen kräftigen Beinen. Das Gewicht kann bis zu 360 g betragen. Im Sommer ist das Fell auf der Oberseite zimtbraun, die Bauchseite ist weiß. Das weiße Winterfell mit den schwarzen Tupfen wird leider vom Menschen als wertvoller Pelz getragen, einen Hermelinmantel trugen früher nur adelige Familien.
Trotz seiner Kleinheit ist es ein erfolgreicher Jäger, das Hermelin kann Beutetiere bis zu Kaninchengröße überwältigen. Das Nahrungsspektrum setzt sich vor allem aus Kleinnagern wie Schermäusen zusammen, die bis in ihre Baue verfolgt werden.

Verbreitung

Das Hermelin kommt in ganz Europa mit Ausnahme von Teilen Spaniens, Italiens und dem Balkan vor. Es besiedelt die verschiedensten Lebensraumtypen, bevorzugt werden abwechslungsreiche Landschaften mit Hecken. Geschlossene Wälder werden gemieden, dafür Lichtungen gern angenommen.

Gefährdung und Schutzstatus

Das Hermelin ist in seinem Bestand nicht gefährdet.

Lebensweise

Hermelin Wiesel sind sehr ortstreu, sie bewohnen ein Hauptversteck und besetzen gleichzeitig noch mehrere Nebenverstecke in einem großen, unscharf abgegrenzten Revier. Innerhalb dieses Reviers begehen sie feste Wechsel, markante Stellen werden mit einem Sekret aus der Analdrüse gekennzeichnet.
Als Schlafplätze nutzen sie verlassene Baue anderer Tiere, erweiterte Gangsysteme von Mäusen oder Stein- und Holzhaufen. Natürlich bieten auch hohle Bäume sicheren Unterschlupf.
Für seine Beutezüge ist dem Hermelin seine gute Tarnung von großem Nutzen, aber auch Selbstschutz. Mustela erminea steht auf der Beuteliste von Füchsen, größeren Mardern und diversen Eulen und Greifvögeln. Im Falle einer Bedrohung setzt es sich heftig zur Wehr und greift seinerseits an, sogar Menschen.
Die Beute wird hauptsächlich über Geruch und Gehör entdeckt. Wenn das Gelände unübersichtlich ist, macht es „Männchen“ um die Umgebung zu orten.
Ein Hermelinpaar hat pro Jahr einen Wurf (im April) mit bis zu 9 Jungen. Sie sind zunächst nackt und blind. Nach einer 6wöchigen Säuglingszeit wachsen sie zur Selbstständigkeit heran.

Besonderes

Hat Mustela erminea eine ansprechende Beute gefunden, so wird mit einem mardertypischen Tötungsbiss, der an Nacken und Hinterkopf ansetzt und schnell wirksam ist, zugebissen. Die erlegte Beute wird aber nicht an Ort und Stelle verzehrt, sondern in einen Unterschlupf geschleppt. Anschließend kommt es sofort an den Ort des Beuteerwerbs zurück und sucht nach weiteren Exemplaren.

So klingt das Hermelin





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