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Mink - Neovison vison

Mink

Der Mink ist auch unter dem Namen Amerikanischer Nerz bekannt. Er stammt ursprünglich aus Nordamerika und erobert zunehmend Lebensräume in Europa. Eine typische Eigenschaft ist die geringe Scheu vor dem Menschen.

Merkmale

Der Mink gehört zu den Marderartigen. Die Körperlänge beträgt ca. 40 cm. Das Fell ist braun bis dunkelbraun gefärbt und sehr dicht. Der Kopf ist kaum vom Körper abgesetzt. Die kurzen Beine sitzen an einem relativ lang gestreckten Körper, Sohlenpolster schützen seine Krallen vor unnötiger Abnützung. Typisch ist ein weißer Kinnfleck.
Eine Verwechslung mit dem Fischotter ist möglich, sollte jedoch auf Grund der geringeren Größe als Irrtum erkannt werden. Mit dem mittlerweile sehr seltenen Europäischen Nerz besteht keine nahe Verwandtschaft, es kann zu keinen Kreuzungen kommen.

Verbreitung

Viele Tiere sind aus Zuchtfarmen entkommen und haben sich nunmehr in weiten Teilen des gemäßigten Europa ausgebreitet. Auch im Nationalpark Donau-Auen gibt es vermehrt Meldungen von Sichtungen.

Gefährdung und Schutzstatus

Neovison vison gilt als Zuwanderer und ist auf Grund seiner großen Anpassungsfähigkeit nicht gefährdet.

Lebensweise

Mink Minks führen ein territoriales Leben, die Nähe von Artgenossen wird gemieden. Immer halten sie sich in der Nähe von Gewässern auf, sie sind ausgezeichnete Schwimmer und Taucher. Gewandtes Laufen stellt kein Problem dar, sollte ein Hindernis nur durch Klettern zu überwinden sein, so schafft der Mink auch das bravourös. Ihren Nachwuchs ziehen die Tiere in einem Erdbau im Uferbereich groß. Meistens ist der Aktionsradius um den Bau weniger als 1 km. Am liebsten hält sich der Mink an Gewässern auf, die nur entlang ihrer Ufer zufrieren. Kleine Flüsse mit strömungsschwachen Bereichen werden bevorzugt. Die Tages- oder Nachtaktivität scheint in direktem Zusammenhang mit der Nahrungsverfügbarkeit zu stehen. Wassertiere zum Beispiel werden vorwiegend tagsüber gejagt. Den größten Teil des Tages verbringen die Tiere ruhend in ihren Bauten. Minks nutzen ein rein fleischliches Nahrungsspektrum. Beutetiere sind hauptsächlich Fische, aber auch Kleinsäuger, Vögel und Amphibien. Fischen lauert der Mink außerhalb des Wassers auf, oder er taucht nur mit dem Kopf unter Wasser, um sie zu erspähen. Erst dann erfolgt die Jagd auf das Beutetier. Bei einem erfolgreichen Manöver wird die Beute außerhalb des Wassers verspeist.

Besonderes

Durch das bekannt dichte Fell, das als besonders wertvoll gilt, wird der Mink schon lange bejagt. Weiters werden Millionen von Tieren in Zuchtfarmen gezüchtet und das Fell der Pelzindustrie übergeben. Die Zucht von Europäischen Nerzen war nie erfolgreich, weswegen der Mink in Europa von den Zuchtfarmen eingeführt wurde. Die Invasion in Europa verlief erfolgreich, weil relativ viele Tiere entkamen oder freigelassen wurden und die Tiere rasch adäquate Biotope vorfanden. Ihr Ausbreitungstrend wird mit Unbehagen beobachtet.

So klingt der Mink





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