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Lebensraum Wald

Lebensraum Wald Im Managementplan (NÖ) bzw. im Naturraum- und Managementplan (Wien) werden detaillierte Grundlagen für das laufende Waldmanagement formuliert. Seit Errichtung des Nationalparks werden die vorgesehenen Maßnahmen in jedem Jahr im Rahmen von gemeinsamen Forstbegehungen festgelegt.
Für das gesamte Nationalpark-Gebiet liegen ein digitales waldbauliches Kartenwerk und eine flächendeckende Walderhebung (Taxation) vor.

Maßnahmen

  • Bestände, die vor allem hinsichtlich der Artenzusammensetzung und Struktur nicht dem ursprünglichen Waldbild entsprechen, werden teilweise umgewandelt (z.B. Hybridpappelbestände).
  • Verjüngungseinleitung in großflächigen Hybridpappelbeständen ("Keimzellen-Förderung"): In Bereichen mit Artendefizit des Gehölzbestandes werden zukünftige Samenbäume fehlender Arten gezielt eingebracht und gefördert.
  • Zur Anreicherung der Waldflächen mit Totholz wird gefälltes oder abgestorbenes Holz teilweise im Wald belassen.
  • Alte Wildschutzzäune werden entfernt.
  • Nicht mehr benötigte Forststraßen werden rückgebaut.

Ringelungen

  • In Bestände mit heimischen Baumarten wird nicht mehr eingegriffen, jedoch werden eingeschleppte und stark zur Selbstausbreitung neigende Gehölze (Robinie, Götterbaum, Eschenahorn, Pennsylvanische Esche), welche die einheimischen Bäume und Sträucher verdrängen, zur Förderung auentypischer Waldbestände entnommen. Dies bietet auch den hier heimischen Kleinlebewesen wieder mehr Entfaltungsmöglichkeiten. Bevorzugte Methode ist die Ringelung: dabei werden Streifen der Rinde ringförmig entfernt. Die behandelten Bäume sterben langsam ab und werden weniger zum Neuaustreiben angeregt. Nur im Nahbereich von Wegen werden fremdländische Bäume gefällt statt geringelt, um eine Gefährdung von BesucherInnen zu vermeiden. Alle Maßnahmen werden von fachkundigem Personal der Österreichischen Bundesforste durchgeführt.