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Mittwoch, 14. August 2019, Petronell-Carnuntum

Arbeitseinsatz gegen die Plastikflut: Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek besuchte die Donau-Auen Junior Ranger

Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek besuchte die Junior Ranger Am Donauufer bei Petronell-Carnuntum wurde am 13. August unter Betreuung durch viadonau von den jungen Naturschützern Schwemmmüll gesammelt.
Maria Patek, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus: „Ein wichtiger Beitrag zum Forschungsprojekt PlasticFreeDanube.“

 

Flüsse werden als einer der Hauptpfade für die Kunststoffverschmutzung der Meere angesehen, jedoch sind die Quellen bislang kaum erforscht. Das EU-geförderte Projekt „PlasticFreeDanube“ mit Unterstützung des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus dient dem Erkenntnisgewinn.

Zu den Projektpartnern der Universität für Bodenkultur zählen viadonau und der Nationalpark Donau-Auen. An den Flussufern im Schutzgebiet sind große Mengen an Plastikmüll zu finden, die von der Donau laufend angeschwemmt werden. Dieser wird mehrmals jährlich bei Arbeitseinsätzen mit Freiwilligenteams entfernt.

Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek und Nationalparkdirektorin Edith Klauser mit Junior Rangern am Donauufer Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek besuchte am 13. August eine Säuberungsaktion der Donau-Auen Junior Ranger: „Der von den Jugendlichen hier am Ufer eingesammelte Müll fließt in die Forschung von PlasticFreeDanube ein. Ziel ist, mehr Wissen über die Eintragsquellen zu erlangen, um zukünftig die Plastikverschmutzung unserer Gewässer zu vermeiden“, so Patek.


Nationalparkdirektorin Edith Klauser erklärte: „Diesen Sommer findet zum zehnten Mal ein Junior Ranger Sommercamp im Nationalpark Donau-Auen statt. Ein Fixpunkt der Woche ist stets der Forschertag mit dem viadonau-Expertenteam zu unterschiedlichen Schwerpunkten. Heute ist die Gruppe am Donauufer von Petronell-Carnuntum, im jüngsten Nationalparkteil, im Einsatz. Die Junior Ranger lernen im Zuge der Sammelaktion nicht nur über die Hintergründe der Plastikverschmutzung, sondern werden den gesammelten Plastikmüll mit Erhebungsbogen und Experimenten auch selbst analysieren.“

„Die Menge an Kunststoffabfall, die hier binnen kurzer Zeit zusammengetragen wurde, ist bedrückend. Ich danke dem Projektteam und den Junior Rangern für ihren beherzten Einsatz im Dienste des Naturschutzes“, sagte Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek abschließend.

Arbeitseinsatz an der Donau PlasticFreeDanube
Kunststoffabfall in marinen Ökosystemen wird zunehmend zum ernsten Umweltproblem. Flüsse gelten als einer der Hauptwege des Eintrags, jedoch gibt es noch kaum Daten zu Quellen und Wegen sowie Auswirkungen in Fließgewässern.
Das EU-geförderte Projekt PlasticFreeDanube der Universität für Bodenkultur, das vom BMNT unterstützt wird, fokussiert auf Makro-Kunststoffverschmutzungen (Partikel größer als 5 mm) in und entlang der Donau. Ziel des Projekts mit Laufzeit von Oktober 2017 bis September 2020  ist das Schaffen eines fundierten Wissensstandes zu Kunststoffverschmutzungen. Weiters die Festlegung standardisierter Methoden zur Einschätzung von Eintragsquellen, Quantitäten, Transportverhalten und Umweltgefahren. Projektpartner sind die slowakische Organisation Repanet. viadonau und der Nationalpark Donau-Auen. An den Flussufern im Nationalparkgebiet werden laufend zahllose PET Flaschen, Plastikbehälter, Haushaltsutensilien, Folien und mehr angeschwemmt, die mit Freiwilligen eingesammelt und im Zuge des Projektes ausgewertet werden.


Donau-Auen Junior Ranger
Das Junior Ranger Programm für Kinder und Jugendliche aus der Nationalparkregion läuft seit 2010 erfolgreich mit Unterstützung durch den Betrieb Ströck. Als Naturschutz- und Nationalparkbotschafter gestalten junge Menschen die Welt von morgen aktiv mit. Im Zuge des Programms werden jedes Jahr sommerliche Campwochen durchgeführt. Die Junior Ranger lernen dort bei Exkursionen die Flusslandschaft und ihre Tierwelt intensiv kennen. Weiters setzen sie aktiv Naturschutzmaßnahmen um. Ein Tag wird jedes Mal von viadonau-Fachleuten lehrreich gestartet. Heuer stehen diese Aktivitäten ganz im Zeichen des Projektes PlasticFreeDanube.