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Aktuell

Bitte Hände weg von jungen Wildtieren! Die MA 49 informiert.

Im Frühling treffen Menschen auf vermeintlich hilflose Jungwildtiere. Leider kommt es dabei oft zu Missverständnissen.

Nur selten sind junge Wildtiere tatsächlich von den Eltern verlassen. Für fast alle Jungtiere ist es völlig natürlich, auf die elterliche Pflege zu warten. Menschliche Eingriffe können tödlich enden. Junge Hasen oder Rehkitze werden beispielsweise nur einmal bis zweimal pro Tag von der Mutter aufgesucht. Jungvögel starten ihre ersten Flugversuche zwar meist alleine, sind aber trotzdem nicht verlassen. Sie sind meist mit den Eltern durch Rufe in Kontakt.
 

Hirschkuh mit Kalb Dennoch kommt vielen Menschen der Gedanke, die Tiere "retten" zu müssen. Die meisten entdeckten Jungtiere benötigen keine menschliche Hilfe. Ganz im Gegenteil, ein Rettungsversuch bedeutet für sie großen Stress. Die Mitnahme durch den Menschen bringt die Jungtiere oft in Lebensgefahr.


Von der Stadt Wien werden jährlich etliche Jungvögel, Eichhörnchen, Junghasen und Rehkitze versorgt, die eigentlich keine menschliche Hilfe benötigt hätten. Sie alle wurden durch den Eingriff des Menschen der tierelterlichen Pflege entrissen. In vielen Fällen wurden sie dadurch leider auch eines wildtiergerechten Lebens beraubt. Denn oft ist nach der "Rettung" von jungen Wildtieren nur noch ein Leben in Obhut möglich. Darum sollten Menschen keinesfalls aufgefundene Jungtiere angreifen, aufheben oder gar mitnehmen.

Junge Sumpfschildkröte Einzig bei Jungvögeln kann der Mensch mitunter helfen. Wenn ein solcher auf einer Fahrbahn sitzt, sollte er an einen sicheren Platz in der Nähe des Fundorts gesetzt werden. Dort finden ihn auch seine Eltern wieder. Jungvögel dürfen auch mit der bloßen Hand angegriffen werden, denn Vögel erkennen ihren Nachwuchs nicht am Geruch.
 

Weitere Information der Stadt Wien: https://www.wien.gv.at/gesellschaft/tiere/wildtiere/jungwildtiere.html

Die MA 49 - Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien appelliert insbesondere auch an die Gäste in der Lobau, diese Empfehlungen zu beherzigen - und die Nationalparkverwaltung schließt sich entsprechend für den gesamten Nationalpark Donau-Auen vollinhaltlich an.
Was die BesucherInnen jedoch stets und einfach beitragen können, um Wildtiere und ihre Jungen zu unterstützen: Beachten Sie das Wegegebot, lassen Sie Ihren Hund angeleint und vermeiden Sie Störungen wie übermäßigen Lärm. Die Tierwelt des Nationalparks sagt Danke schön!