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Aktuell

Das Amphibien-Schutzprojekt im Nationalpark Donau-Auen läuft sehr erfolgreich
LH StV. Pernkopf dankt allen Beteiligten für ihren Beitrag

Die Amphibienwanderung hat eingesetzt Es ist Hochsaison für die Amphibienwanderung -  erneut wurde an der Orther Uferstraße seitens Nationalpark GmbH in Kooperation mit Österreichischen Bundesforsten und NMS Orth/Donau ein Schutzzaun mit Kübelfallen errichtet, die täglich von freiwilligen HelferInnen kontrolliert werden.
NÖ LH StV. Stephan Pernkopf: Hier wird aktiver Naturschutz erlebbar - bei der Mitarbeit sowie erstmalig auch bei speziellen Exkursionen zum Projekt.


Alle Amphibien Österreichs sind Arten der Roten Liste und durch Verlust der Lebensräume bedroht. Zusätzlich sterben jedes Frühjahr, wenn die Lurche zu ihren Laichgewässern wandern, zahlreiche Tiere: Sie werden beim Versuch der Straßenüberquerung überfahren.

Manzano und Pernkopf in den Orther Auen Doch es gibt Initiativen zu ihrem Schutz – wie das Projekt an der Orther Uferstraße. Seit 2013 wird hier in einer gemeinschaftlichen Bemühung von Nationalpark Donau-Auen, NMS Orth/Donau und Österreichischen Bundesforsten für die Dauer der Wandersaison ein Amphibienzaun samt Kübelfallen aufgestellt. SchülerInnen, Nationalpark-MitarbeiterInnen sowie freiwillige HelferInnen bringen in einem Zeitraum von ca. zwei Monaten täglich die vorgefundenen Tiere über die Fahrbahn. Mitte März wurde heuer gestartet und derzeit ist Hochsaison bei der Amphibienwanderung!


Für LH Stv. Stephan Pernkopf ist die Kooperation ein Erfolgsprojekt: „Vorbildliche Initiativen wie diese Amphibienschutzmaßnahme von Nationalpark, Bundesforsten und den Orther SchülerInnen sind richtungsweisend im Naturland Niederösterreich. Wer hier mitarbeitet, leistet einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Auch die heuer erstmalig durchgeführten Familienführungen zum Projekt wurden gut angenommen – hier wird zusätzlich Verständnis und Interesse für die gefährdeten Amphibien geweckt. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement!“

Frewillige HelferInnen unterstützen das Artenschutzprojekt Nationalparkdirektor Carl Manzano ergänzt: „Das Projekt eignet sich hervorragend zur Naturvermittlung. Die HelferInnen erhalten einen direkten Bezug zu den schützenswerten Tieren. Weiters arbeiten sie wissenschaftlich mit, denn jedes vorgefundene Amphib wird bestimmt und protokolliert. Diese Unterlagen werden der Herpetofaunistischen Datenbank des Naturhistorischen Museums zur Verfügung gestellt. Aus den gesammelten Daten der letzten Jahre ist eine eigene VWA (Vorwissenschaftliche Arbeit) entstanden!“


Allein im Vorjahr konnten knapp 700 Amphibien diverser Arten gerettet werden, darunter auch 30 der stark bedrohten Donau-Kammmolche. Die Daten der heurigen Saison werden im Frühsommer vorliegen.