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Das Insekt des Jahres

Gottesanbeterin, (c) Baumgartner Die anmutige Gottesanbeterin ist als einzige mitteleuropäische Fangschrecke in Österreich vor allem im pannonischen Raum vom Neusiedlersee bis Wien anzutreffen. Sie kann jetzt im Hochsommer unter anderem auf den Heißländen der Lobau beobachtet werden.

Die Gottesanbeterin (Mantis religisa) gehört in Wien und Niederösterreich zu den streng geschützten Tierarten. Sie ist das Insekt des Jahres 2017. Die Weibchen werden deutlich größer als die Männchen, die Färbung variiert von hellem Grün bis Braun. Die Fangschrecken-Art bevorzugt als Lebensraum Trockenrasen, Büsche und hohe Wiesen. Im Nationalpark Donau-Auen können sie besonders häufig auf den Heißländen der Lobau beobachtet werden.

Gottesanbeterin, (c) Kovacs
Während die adulten Tiere den Winter nicht überleben, überdauern die Eier die kalte Jahreszeit. Im Mai schlüpfen die Larven. Diese durchlaufen bis ca. Ende Juli mehrere Entwicklungsstadien. Im Hochsommer sind die ausgewachsenen Tiere in voller Anmut zu betrachten. Mit erhobenen Vorderbeinen, welche zu Fangwerkzeugen umgestaltet sind, lauern sie ihrer Beute auf.

Bei der Paarung kann es vorkommen, dass das Weibchen beginnt das Männchen kopfabwärts aufzufressen. Dies stellt jedoch eher die Ausnahme dar. Fühlt sich die Gottesanbeterin bedroht oder angegriffen, zeigt sie in der Abwehrhaltung an der Innenseite der Vorderschenkel schwarze Augenflecken und erzeugt ein zischendes Geräusch, welches durch Reiben der gespreizten Flügel am Hinterleib entsteht.