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Die Bescheide zur Dammsanierung sind eingetroffen

Der Marchfeldschutzdamm Die NÖ Landesregierung hat den wasser-, naturschutz- sowie nationalparkrechtlichen Bescheid ausgestellt. Nach dem Verstreichen der vierwöchigen Einspruchsfrist sowie anschließend an die laufende Ausschreibung der Arbeiten kann seitens viadonau mit der Umsetzung der Sanierung begonnen werden.


Die erforderlichen Bescheide für die geplante Dammsanierung wurden nun von den niederösterreichischen Behörden ausgestellt. Es bleibt noch eine vierwöchige Frist abzuwarten, weil alle Parteien die Möglichkeit für Einsprüche haben und insbesondere die im Wasserrecht mit Zwangsrechten behandelten Anrainer Verzögerungen herbeiführen könnten.

Für die Dammflächen konnte mit viadonau und Nationalparkbehörde die Regelung gefunden werden, dass das Mähgut zukünftig entfernt wird. Damit wird die Entstehung einer widerstandsfähigen und ökologisch hochwertigen Dammvegetation gewährleistet.

Die entlang des Dammes geschlägerten Streifen werden von viadonau durch Waldflächen ausgeglichen, welche außer Nutzung gestellt werden und sich daher zu einem hochwertigen Naturwald entwickeln können. Da DHK und viadonau in der Region über eigene Waldflächen verfügen, kann dies ohne wesentliche Kostenbelastung erfüllt werden.

Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen sind in Planung Auch für die luftseitigen Grundwasserverhältnisse wurde eine vernünftige Lösung gefunden: in den Waldflächen des Nationalparks wird ein Maßnahmenprogramm entwickelt, welches möglichst viel Wasser in den Senken zurückhalten und dann wieder ins Grundwasser versickern soll.
Zugleich wird ein Beobachtungsprogramm gestartet, welches die Wirkung der Kiessäulen auf den Grundwasserkörper erfasst. Bei zu starker Absenkung des Grundwasserstandes müssen von viadonau Gegenmaßnahmen getroffen werden.


Für die große Ackersutte bei Schönau hat viadonau ebenfalls eine positive Lösung zugesagt und es gibt dafür auch grundsätzliche Zustimmung des Grundeigentümers.

Voraussichtlich werden die Sanierungsmaßnahmen daher im Oktober 2017 mit den Rodungen beginnen und anschließend werden die Baufirmen ihre Arbeiten starten. Da an mehreren Punkten zeitgleich gearbeitet wird und der Vorschlag des Nationalparks nach breiteren zeitlichen Baufenstern als beim Wiener Hochwasserschutzdamm verwirklicht wird, ist mit einem raschen Voranschreiten der Sanierung zu rechnen.

Offen bleibt noch die Frage der Überströmstrecke Witzelsdorf. Diese betrifft nicht das Projekt der viadonau zur Dammsanierung, sondern ist ein letzter Teil des ausgebauten Hochwasserschutzes für Wien. Geplant in den 1970ern, muss diese Maßnahme noch umgesetzt werden. Das nationalparkrechtliche Verfahren hat bislang nicht begonnen.

Weitere Informationen zum Schutzdamm-Projekt bei viadonau