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Aktuell

Die Erweiterung des Nationalpark Donau-Auen bei Petronell-Carnuntum
tritt 2017 in Kraft.
Umweltlandesrat Pernkopf: Ein bedeutender Schritt für das Naturland Niederösterreich!

Mit Jahresbeginn werden die Weichen für die neuen Flächen im Nationalpark Donau-Auen gestellt. Niederösterreichs Umweltlandesrat Stephan Pernkopf besuchte mit Nationalparkdirektor Carl Manzano, dem Ökologen Bernd Lötsch und den Grundbesitzern das Erweiterungsgebiet in der Petroneller Au.
 

Umweltlandesrat Stephan Pernkopf besuchte mit Nationalparkdirektor Carl Manzano, dem Ökologen Bernd Lötsch sowie den Grundbesitzern Carl und Maximilian Abensperg-Traun das Erweiterungsgebiet in der Petroneller Au. Durch einen Vertragsabschluss mit dem privaten Grundbesitzer Abensperg-Traun wird im niederösterreichischen Petronell-Carnuntum ein neues Augebiet in den Nationalpark Donau-Auen eingegliedert, die Umsetzung startet 2017. Diese Erweiterung wurde durch die Unterstützung vom Bund sowie den Ländern Wien und Niederösterreich ermöglicht. NÖ Umweltlandesrat Stephan Pernkopf besuchte gemeinsam mit Nationalparkdirektor Carl Manzano, Prof. Bernd Lötsch sowie Carl und Maximilian Abensperg-Traun das Erweiterungsgebiet.

„Die Petroneller Au verfügt trotz der bisherigen intensiven Bewirtschaftung über zahlreiche Naturschätze – wie ökologisch wertvolle, gut erhaltene Gewässerzüge. Mit dieser Erweiterung ist ein bedeutender Schritt für die Weiterentwicklung des Nationalpark Donau-Auen gelungen und ein weiterer Meilenstein für unser Naturland Niederösterreich erreicht. Darüber hinaus stellt die Erweiterung auch ein großes Plus für die Region insgesamt dar“, erläutert Landesrat Stephan Pernkopf.

Dazu hält Nationalparkdirektor Carl Manzano fest: „Unter allen potentiellen Erweiterungsgebieten ist es gelungen, mit der Petroneller Au jenes, das für die Nationalparkverwaltung stets die höchste Priorität hatte, zu sichern. Dank gilt den Grundeigentümern, die großes persönliches Engagement eingebracht haben. Es wird bei der Entwicklung dieser neuen Flächen eine enge Zusammenarbeit mit dem Gutsbetrieb Abensperg-Traun geben.“

Umweltlandesrat Stephan Pernkopf besuchte mit Nationalparkdirektor Carl Manzano, dem Ökologen Bernd Lötsch sowie den Grundbesitzern Carl und Maximilian Abensperg-Traun das Erweiterungsgebiet in der Petroneller Au. Das Nationalparkhaus in Petronell-Carnuntum, das heuer ebenfalls sein 20jähriges Bestehen beging, wurde einst von Prof. Bernd Lötsch, Auschützer der ersten Stunde initiiert. „"Hier begann um 1987 unsere Nationalparkplanung - die Au mit dem ursprünglichsten Wasserhaushalt, die Nähe zur Römischen Archäologie, die Schnellbahn von Wien Mitte, ein reizvoller Übergang vom Schlosspark in die Wildnis und gesprächsbereite Besitzer. Deshalb steht hier die Feldstation des Naturhistorischen Museums und kooperiert seit 20 Jahren mit dem Nationalpark in Exkursionspädagogik und Ausbildung der Ranger. Die Vision der Einbindung in das Schutzgebiet ist nun endlich Wahrheit geworden!", so Lötsch anlässlich des Besuchs.


Der Weg zur Nationalpark-Erweiterung

Am 27. Oktober 1996 wurde am Schlossberg Hainburg zwischen der Republik Österreich und den Bundesländern Wien und Niederösterreich ein Staatsvertrag zur Errichtung des Nationalpark Donau-Auen von Umweltminister Martin Bartenstein, Bürgermeister Michael Häupl und Landeshauptmann Erwin Pröll unterzeichnet. Mit einer anfänglichen Größe von 9.300 ha sollte der Nationalpark laut Vertrag letztendlich alle Augebiete entlang der Donau zwischen Wien und der Staatsgrenze umfassen.
Diesem Ziel ist man im Jubiläumsjahr 2016 einen großen Schritt näher gekommen:
260 Hektar der Petroneller Au werden in den Nationalpark einbezogen, voll entschädigt und der Verwaltung der Nationalpark Donau-Auen GmbH unterstellt. Für weitere 140 Hektar wurde ein Kooperationsvertrag abgeschlossen, hier verzichtet der Eigentümer bis 2022 weitgehend auf forstliche Nutzung.
Auch die Stadt Wien bringt 17 Hektar neue Nationalparkfläche in Fischamend ein. Dieses Gebiet liegt direkt im Anschluss an das Revier Mannswörth, welches von der MA 49 – Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien verwaltet wird.
Zwar wurden große Teile des Petroneller Auwalds durch die bisherige intensive Forstwirtschaft verändert, doch  der Eingliederung in den Nationalpark bzw. die Kooperationsvereinbarung mit den Grundeigentümern wird nun gemeinschaftlich der Weg zurück zum Naturwald ermöglicht. Dabei wird auf die Erfahrungen aufgebaut, die man seit der Nationalparkgründung in der Waldentwicklung gewinnen konnte.