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Aktuell

Die Erweiterungsflächen des Nationalpark Donau-Auen wurden verordnet, erste Maßnahmen starten.
NÖ LH StV. Pernkopf: Der Nationalpark ist wesentlicher Teil des „Grünen Rings“, der Naturräume in der Ostregion sichern soll.

Im September hat die NÖ Landesregierung die überarbeitete Verordnung über den Nationalpark Donau-Auen beschlossen. Die  Verordnung ist inzwischen in Kraft getreten. Damit sind alle neuen Flächen, welche 2017 bei Fischamend und Petronell-Carnuntum in das Schutzgebiet eingebracht wurden, nun auch nationalparkrechtlich als Naturzone bzw. Naturzone mit Management festgelegt. Die Gesamtgröße des Nationalparks beträgt jetzt 9.615 Hektar.
Morgen, am 27. Oktober jährt sich die Gründung des Flussauen-Nationalparks zum 22.mal.

 

LH StV. Stephan Pernkopf, Nationalparkdirektor Carl Manzano, Prof. Bernd Lötsch sowie Carl und Max Abensperg-Traun in der Petroneller Au Niederösterreichs LH Stv. Stephan Pernkopf präsentierte vor kurzem das Regionalprojekt „Grüner Ring“. Dieses soll rund um Wien und in der gesamten Ostregion mit umfassenden Planungsprozessen und Leitprojekten der Zersiedelung entgegenwirken sowie wichtige Agrar- und Grünflächen bewahren. „Der Nationalpark Donau-Auen ist wesentlicher Bestandteil dieser erhaltenswerten Naturräume. Er erfüllt als Schutzgebiet für Fauna und Flora sowie als Erholungsraum für die Bevölkerung vielfältige Funktionen, die wir im Zuge der erfolgten Erweiterung weiterhin sicherstellen“, so Pernkopf.

„Wir haben in Petronell bereits mit der schrittweisen Umwandlung der zuvor forstwirtschaftlich genutzten Flächen begonnen. In den kommenden Monaten wird hier auch das Leit- und Informationssystem installiert werden“, berichtet Nationalparkdirektor Carl Manzano.

Geplante Maßnahmen

Für die bei Petronell liegenden Nationalparkflächen werden im Rahmen eines Projektes, das im Programm Ländliche Entwicklung gefördert wird, bestmögliche Voraussetzungen für eine natürliche Entwicklung geschaffen. Zu den wesentlichen Zielen zählt eine ökologische Verbesserung der Auwälder vor allem durch Förderung des Aufkommens heimischer Baum- und Straucharten sowie Ergänzungspflanzungen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf offenen Schlagflächen sowie auf Beständen, die erst vor wenigen Jahren geschlägert und mit Hybridpappeln neu aufgeforstet wurden. Ältere Hybridpappelbestände werden belassen.
Für BesucherInnen werden Informationseinrichtungen errichtet, wie sie auch auf den sonstigen Nationalparkflächen zum Einsatz kommen (Gestaltete Eingangsbereiche, Informationstafeln, Wegweiser, Karten). Erste geführte Exkursionen im Gebiet, etwa zur Eulenbalz, wurden bereits gut angenommen und das Nationalparkinstitut Donau-Auen (NHM Wien) bietet im Haus der Jugend seine bewährten Umweltbildungsprogramme an.
 

Zurück zu natürlichen Waldbildern Die Erweiterungsfläche bei Fischamend liegt direkt im Anschluss an das Revier Mannswörth, sie wird von Förstern der MA 49 – Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien betreut und entwickelt. Wald- und Wiesenflächen werden entsprechend den Zielen des Nationalparks gemanagt, ebenfalls mit Schwerpunkt auf der Förderung heimischer Auwaldbäume.

Der Weg zur Nationalpark-Erweiterung
 

Am 27. Oktober 1996 wurde zwischen der Republik Österreich und den Bundesländern Wien und Niederösterreich ein Staatsvertrag zur Errichtung des Nationalpark Donau-Auen unterzeichnet. Mit einer anfänglichen Größe von 9.300 ha sollte der Nationalpark demnach letztendlich alle Augebiete entlang der Donau zwischen Wien und der Staatsgrenze umfassen.
Im Zuge der Gebietserweiterung zum 20 Jahre-Jubiläum des Nationalparks wurden 260 Hektar der Petroneller Au in den Nationalpark einbezogen, voll entschädigt und der Verwaltung der Nationalpark Donau-Auen GmbH unterstellt. Diese Erweiterung wurde durch die Bereitschaft des Grundeigentümers Abensperg-Traun und durch die Unterstützung vom Bund sowie den Ländern Wien und Niederösterreich ermöglicht. Für weitere 140 Hektar wurde ein Kooperationsvertrag abgeschlossen, hier verzichtet der Eigentümer weitgehend auf forstliche Nutzung.
Die Stadt Wien hat weitere 17 Hektar neuer Nationalparkfläche in Fischamend eingebracht, dieses Gebiet wird von der MA 49 verwaltet.
Mit September 2018 wurden die Erweiterungsflächen in Niederösterreich verordnet.