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Donau-Auen erkunden Donau-Auen

Exkursion auf den Braunsberg Eine bayrische Delegation war zu Besuch im Nationalpark Donau-Auen – zum Erkenntnisgewinn und Austausch mit regionalen VertreterInnen.
 

In Bayern ist derzeit eine Standortsuche und intensive Diskussion um einen dritten Nationalpark im Gange. Einer der beiden verbliebenen Kandidaten sind die Auwälder bei Neuburg-Ingolstadt. Der Nationalpark Donau-Auen, gelegen zwischen Wien und Bratislava, dient als Modell. Denn der mögliche neue bayrische Nationalpark liegt in sechs Landkreisen und ist aufgrund der nahen Großstadt Ingolstadt mit dem österreichischen Schutzgebiet vergleichbar.

Vor zwei Wochen war dazu bereits eine ExpertInnengruppe aus Ingolstadt zu Besuch. Von 26. bis 28. Oktober, zeitgleich mit dem 21. „Geburtstag“ unseres Nationalpark Donau-Auen, wurde nun eine weitere Delegation begrüßt. Zu den TeilnehmerInnen zählten Landrat Roland Weigert und Stv. Landrat Alois Rauscher aus Neuburg-Schrobenhausen, Stv. Landrat Hubert Bittner aus Donau-Ries sowie Kreisräte und Bürgermeister aus den Landkreisen. Um den Nationalpark und die Besuchereinrichtungen kennenzulernen, wurden eine geführte Wanderung am Braunsberg und eine Tschaikenfahrt unternommen. Weiters wurde das schlossORTH Nationalpark-Zentrum besichtigt.

Fachgespräch mit regionalen VertreterInnen Zum Austausch mit regionalen VertreterInnen wurde am 27. Oktober ins Schloss Orth geladen: Unter Leitung von Nationalparkdirektor Carl Manzano fand eine Diskussion mit LAbg. Amrita Enzinger, Bgm. Johann Mayer (Orth/Donau), Johann Feigl (Vorsitzender des NÖ Nationalparkbeirates), Franz Kiwek (Präsident Österreichische Fischereigesellschaft, gegr.1880) und Gerald Oitzinger (Leiter des Nationalparkbetriebs Donau-Auen der ÖBf) statt. Über 2 Stunden wurden diverse Themenkreise besprochen, wie Großstadt vs. Nationalpark, Einschränkungen durch Naturschutz, Nutzungsentschädigung, Betretungsverbot Naturzone, Besucherlenkung, Totholz, Fischerei, Jagd und Wildstandsregulierung, Renaturierungen, touristische Aspekte.
 

Diskussion im Schloss Orth Zur Frage, wie die Region zum Nationalpark stand und steht, entgegnete Bgm. Mayer: „Mittlerweile haben wir gelernt, miteinander zu reden!“ - denn es waren vor allem jene Befürchtungen auszuräumen, die sich jetzt auch in Bayern zeigen, etwa dass man das Gebiet nicht mehr betreten darf. Nationalparkdirektor Manzano betonte: „Gerade in der Nähe einer Großstadt mit laufenden Ausbauvorhaben sind Naturschutz und Schutzgebiete von Bedeutung“.
LAbg Enzinger begrüßt die Planung eines weiteren Nationalparks in Bayern, denn „die Politik von heute müsse jetzt schon an die nächste Generation denken“.


Was die Delegation von ihrem Besuch mitgenommen hat: Der Nationalpark Donau-Auen wurde auf sympathische Weise im Freiland und im Fachgespräch näher gebracht - und der Mensch ist auch in einem Schutzgebiet dieser Kategorie nicht ausgeschlossen.