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Aktuell

Ein Aufruf, der schon Tradition hat: Auch 2018 wird wieder um freiwillige Mithilfe beim Orther Amphibienschutzprojekt ersucht!

Wechselkröte Seit 2013 ermöglicht ein Gemeinschafts-Projekt von NMS Orth/Donau, Nationalpark Donau-Auen und Österreichischen Bundesforsten den Amphibien im Frühling das sichere Überqueren der Orther Uferstraße. Großartige Hilfe leisten freiwillige MitarbeiterInnen bei der täglichen Kontrolle. Auch dieses Jahr werden Zaun und Kübel aufgestellt und Projektkoordinatorin Eva-Maria Pölz ruft wieder zur Unterstützung auf! Besonderes Augenmerk wird heuer auf den Donau-Kammmolch gelegt.


Alle Amphibien Österreichs sind Arten der Roten Liste und durch Verlust ihrer Lebensräume bedroht. Zusätzlich sterben jedes Frühjahr, wenn die Lurche zu den Laichgewässern wandern, zahlreiche Tiere: Sie werden beim Versuch einer Straßenüberquerung überfahren. Doch es gibt Initiativen zu ihrem Schutz – wie das Erfolgsprojekt an der Orther Uferstraße.

Bereits seit 2013 wird hier in einer gemeinschaftlichen Bemühung von NMS Orth/Donau, Nationalpark Donau-Auen und Österreichischen Bundesforsten für die Dauer der Wandersaison ein Amphibien-Zaun aus Kunststoff samt Kübelfallen aufgestellt. SchülerInnen, Nationalpark-MitarbeiterInnen sowie freiwillige HelferInnen bringen über einen Zeitraum von ca. zwei Monaten hinweg täglich morgens die vorgefundenen Tiere über die Fahrbahn.

Schülerinnen am Amphibienzaun Mitarbeit erbeten!

Projektkoordinatorin und Nationalpark-Rangerin Eva-Maria Pölz fasst das vergangene Jahr zusammen: „2017 konnten wir von Ende Februar bis Mitte Mai knapp 700 Amphibien diverser Arten, aber auch fünf Ringelnattern, zwei Mäuse, zwei Zauneidechsen, drei Maulwürfe und zwei Igel retten. Die Amphibien-Daten wurden der Herpetofaunistischen Datenbank des Naturhistorischen Museums zur Verfügung gestellt. Besonders freut uns, dass aus den gesammelten Daten der letzten Jahre eine sehr erfolgreiche VWA (Vorwissenschaftliche Arbeit) entstanden ist!“

Das Projekt wird auch im heurigen Frühjahr von den tüchtigen SchülerInnen der NMS Orth/Donau weiter geführt - und erneut wird Unterstützung bei der Betreuung benötigt, so der Aufruf von Eva-Maria Pölz. Ab etwa Ende Februar ist man startklar, abhängig von Witterung und somit Beginn der Wanderungen. Alle InteressentInnen werden ersucht, sich per E-Mail an nationalpark@donauauen.at zu melden. Genauere Informationen werden rechtzeitig übermittelt!
 

Donau-Kammmolch Donaudrache im Fokus

Ein Highlight im Vorjahr war der Höchststand an den am Zaun protokollierten Donau-Kammmolchen. Waren diese in den Jahren davor mit nur jeweils zwei Exemplaren vertreten gewesen, wurden 2017 30 Tiere protokolliert! Das heurige Jahr steht im schlossORTH Nationalpark-Zentrum mit neuer Ausstellung und Programmen ganz im Zeichen des seltenen Donau-Kammmolchs, der gerne als kleiner Donaudrache bezeichnet wird. „Wir sind also bereits gespannt, ob er von uns auch heuer in dieser Dichte aufzufinden sein wird, oder ob er das Rampenlicht scheut!“, schmunzelt Pölz.