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Dienstag, 12. November 2019, Schwechat

Eröffnung der Ausstellung „Netzwerk der Artenvielfalt“
im Rathaus Schwechat

v.l. GR Wolfgang Zistler, GR Peter Pinka, Bgm. Karin Baier, Vizebgm. Brigitte Krenn, Projektleiter Christoph Litschauer Die Präsentation zum Alpen Karpaten Fluss Korridor geht auf Regionstour.

Die Region zwischen den Alpen und den Karpaten, der sogenannte Alpen-Karpaten-Korridor, verfügt über eine unglaubliche Artenvielfalt, gesäumt von weitgehend intakten Lebensräumen herausragender Bedeutung. Doch die hochdynamische wirtschaftliche Entwicklung bringt Fauna und Flora unter Druck: Habitate von Eisvogel, Würfelnatter und mehr werden zerstört bzw. zerschnitten, sodass wichtige Wanderkorridore zwischen lokalen Schutzgebieten fehlen. Das grenzüberschreitende Projekt des ‚INTERREG Alpen Karpaten Fluss Korridor‘ hat daher zum Ziel, die Flüsse und Auen des Alpen-Karpaten-Korridors zu erhalten, ökologisch zu verbessern und damit das Netzwerk der Artenvielfalt zu stärken.


Insgesamt werden neben 13 Pilotmaßnahmen an fünf Flüssen in der Slowakei und Österreich auch kleinräumige, lebensraumverbessernde Schutzmaßnahmen für seltene Tierarten wie den Eisvogel oder die Nase umgesetzt. Öffentlichkeitsarbeit und Einbindung der Bevölkerung vor Ort in die Aktivitäten zählen zu den weiteren Schwerpunkten.

Im Rahmen dieses Projektes wurde am 12. November im Rathaus Schwechat die Ausstellung „Netzwerk der Artenvielfalt“ eröffnet. Die neue Präsentation begleitet Eisvogel & Co auf ihren Wanderungen im Projektgebiet des Alpen Karpaten Fluss Korridor und verdeutlicht anhand der umgesetzten Maßnahmen, wie diese tierischen Botschafter unterstützt werden können.

Infoelemente im Rathausfoyer „Mithilfe der Ausstellung wollen wir die lokale Bevölkerung informieren und für die Umsetzung der Revitalisierungen sensibilisieren,“ erklärt Projektleiter Christoph Litschauer vom Nationalpark Donau-Auen. Natur- und Artenschutzmaßnahmen werden oftmals als großräumige Renaturierungsmaßnahmen verstanden, welche vor allem der Ökosystemverbesserung dienen. „Doch auch jede kleine, erfolgreich umgesetzte Maßnahme hilft der Natur und steigert außerdem die Lebensqualität der Bevölkerung in der Region!“, ist Litschauer überzeugt.


Karin Baier, Bürgermeisterin von Schwechat, stimmt zu: „Als Gemeinde im Umland eines Ballungszentrums wissen wir sehr genau, dass intakte Natur im Nahbereich für uns Menschen unerlässlich ist: als Erholungsraum und zur lokalen Verbesserung von Luftqualität und Klima. Deshalb unterstützt die Stadtgemeinde Schwechat auch dieses wichtige Naturschutzprojekt.“

Die Ausstellung „Netzwerk der Artenvielfalt“ macht bis 2. Dezember Station im Rathaus von Schwechat und kann hier zu den Öffnungszeiten besichtigt werden. Danach wird weitergewandert. Bis zum Ende der Projektlaufzeit soll die Präsentation in den meisten Gemeinden des Projektgebietes an der Schwechat und Fischa zu Gast gewesen sein, so Litschauer.

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