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Erste zarte Blüten im Nationalpark Donau-Auen

Schneeglöckchen Sie sind schon da - die Schneeglöckchen zieren bereits an manchen Stellen den Auwaldboden! Diverse weitere Frühblüher werden unseren beliebten, anmutigen Frühlingsboten je nach Witterung folgen.


Die Tage werden länger, und wenngleich es jederzeit erneut bitterkalt werden kann, stehen die Zeichen in den Donau-Auen schon sachte auf Frühling: An lichten Stellen sind schon die Schneeglöckchen erblüht. Denn schon mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen treibt die Zwiebel dieser Pflanze aus. Sie bildet zwei oder drei schmale Laubblätter sowie einen langen Stängel, an dessen Spitze die weiße, glockenförmige Blüte erscheint, der Kälte zum Trotz.
In absehbarer Zeit also werden die Auwälder im Nationalpark wieder flächig in strahlendem Weiß und zartem Grün erstrahlen, wenn die zarten Pflänzchen ihre volle Pracht entfalten!

Scharbockskraut Als Frühblüher nutzt das Schneeglöckchen das gute Lichtangebot im Wald zeitig im Jahr, bevor die Laubbäume austreiben. Durch die unterirdisch gespeicherten Energiereserven kann diese Pflanze rasch Blätter ausbilden. Und bevor es im Wald schattig wird, hat das Schneeglöckchen bereits erfolgreich geblüht, genügend Nährstoffe für die nächste Saison in der Zwiebel eingelagert und überdauert die folgenden Monate in der Erde.


Dieser Strategie folgen auch andere, nicht minder prächtige Vertreter aus dem Pflanzenreich, die den Schneeglöckchen in wenigen Wochen folgen werden - wenn nicht doch nochmals der Winter mit strengem Regime und anhaltender Eiseskälte durchgreift:

Leberblümchen Das Scharbockskraut bildet manchmal regelrechte Blätterteppiche aus.
Die leuchtend goldgelben Blüten sind sternförmig, die Laubblätter herz- bis nierenförmig und fettig glänzend. Bereits Ende Mai zieht sich diese Pflanze nach erfolgter Blüte wieder zurück.


Das Leberblümchen kann ab März am Wegesrand angetroffen werden.
Seinen Namen verdankt es wohl den 3-lappig geformten Laubblättern, die an den Umriss der menschlichen Leber erinnern. Die Blattunterseite des Leberblümchens ist violett getönt, ebenso die langstieligen Blüten.

Wald-Gelbstern und Zweiblatt-Blaustern Auch der Wald-Gelbstern und der Zweiblatt-Blaustern zählen zu den ersten Frühjahrsboten in den Auwäldern.
Der lange Stiel trägt jeweils mehrere hübsche, grüngelbe bzw. blau-violette Blüten. Beide Arten leben den Großteil der Zeit als Zwiebel im Waldboden.


Der Hohle Lerchensporn schließlich blüht weiß oder rosa, die Blüten stehen waagrecht in einer Traube. Der Stängel trägt zwei Laubblätter, bis zu 30 cm wird er hoch. Diese Pflanze ist recht selten zu finden, an ihren raren Standorten kommt sie allerdings in Rudeln vor.

Hohler Lerchensporn Duftige Schneeglöckchen und andere Frühlingsblumen zu pflücken zählt zu den beliebtesten Tätigkeiten von BesucherInnen zu Jahresbeginn. Allen Nationalpark-Gästen sei dabei aber ans Herz gelegt:


Es gilt das Wegegebot; geschützte Pflanzen zu pflücken ist tabu, ansonsten ist maximal die Mitnahme eines Handsträußchens gestattet. Besser, man belässt die bunten Frühlingsboten überhaupt im Wald und nimmt stattdessen Fotos und schöne Erinnerungen vom Ausflug mit nach Hause.

Viel Freude beim baldigen Entdecken der Farbenpracht des Frühlings! Und übrigens: Auch die Spechte trommeln schon im Auwald ...