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Donnerstag, 02. Juli 2020, Orth/Donau

EU Parlament-Abg. Alexander Bernhuber besuchte den Nationalpark Donau-Auen

Auf der Schlossinsel Mit dem schlossORTH Nationalpark-Zentrum und dem Uferrückbaustandort bei Witzelsdorf wurden am 2. Juli zwei erfolgreiche Projekte besichtigt, die durch Förderung der Europäischen Union umgesetzt wurden.

Wesentliche Aufgaben im Nationalpark Donau-Auen werden unter Förderung durch Programme der Europäischen Union ermöglicht. Sie umfassen Besuchereinrichtungen und Infrastrukturerrichtung ebenso wie Artenschutzmaßnahmen und Gewässerrenaturierung. Am 2. Juli besuchte der österreichische Abgeordnete zum EU Parlament Alexander Bernhuber das Schutzgebiet. Er wirkt unter anderem im Umweltausschuss der Europäischen Union bei der Ausgestaltung der Förderprogramme mit und überzeugte sich vor Ort von der Qualität mehrerer EU-Projekte.
 

In der Unterwasserstation Das 2007 fertiggestellte Auerlebnisgelände im schlossORTH Nationalpark-Zentrum auf der Schlossinsel sowie die heuer neu eröffnete Ausstellung „Im Aufwind. Die Rückkehr der Seeadler“ im Aussichtsturm des Schlosses konnten mittels Förderung durch die Europäische Union und das Programm „Ländliche Entwicklung“ realisiert werden. Tiergehege, eine begehbare Unterwasserstation und Mitmachstationen für Klein und Groß laden zu einem authentischen Naturerlebnis ein. Bis zu 40.000 Gäste besuchen jährlich das beliebte Ausflugsziel in Orth an der Donau und nutzen das vielfältige Angebot.

„Der Nationalpark Donau-Auen ist ein außergewöhnliches Naturerlebnis für sämtliche Besucherinnen und Besucher aus ganz Europa. Er gehört nicht nur zu den schönsten Plätzen Niederösterreichs, sondern ist ein wertvolles Naturschutzgebiet mit hohem ökologischem Wert. Die Auenlandschaft bietet überwältigende Naturschätze und ist der Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tiere. Vor allem jungen Menschen wird hier die Bedeutung der Artenvielfalt vermittelt und der Nationalpark Donau-Auen leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Umweltbewusstsein“, sagte Abg. Alexander Bernhuber anlässlich seines Besuchs.
 

Beim Uferrückbau Witzelsdorf Nach der Besichtigung des schlossORTH Nationalpark-Zentrums wurde der Uferrückbau bei Witzelsdorf als Beispiel für die Renaturierungsprojekte im Nationalpark aufgesucht. Nationalparkdirektorin Edith Klauser erläuterte: „Diese Revitalisierungs-Maßnahme wurde von viadonau, den Experten in ökologischem Flussbau, in enger Abstimmung mit dem Nationalpark Donau-Auen umgesetzt. Als Teil eines Pilotprojektes wurde dieses Projekt von der Europäischen Union aus dem Haushalt der Transeuropäischen Verkehrsnetze kofinanziert. Etwa 30.000 m³ Steinmaterial wurden vom Ufer entfernt. Seit dem Projektabschluss 2009 ist die Donau am neu gewonnenen natürlichen Ufer wieder gestalterisch tätig, dies ist ein großer Erfolg für die Natur und die Artenvielfalt.“


Typische Lebensraumtypen der Flusslandschaft, wie steile Uferanrisse, Schotterbänke und seichte Gewässerzonen werden gefördert. Weiden und Pappeln keimen, Fische nutzen die seichten Bereiche als Kinderstuben und zahlreiche Vogelarten, darunter Flussregenpfeifer und Eisvogel, finden geeignete Brutplätze.

Als weitere, im EU Programm LIFE geförderte Revitalisierungsprojekte wurden in der Vergangenheit unter anderem bereits die Gewässervernetzungen bei Orth an der Donau und Schönau, der Umbau der „Gänshaufentraverse“ in der Unteren Lobau und der Uferrückbau gegenüber von Hainburg umgesetzt. Aktuell realisiert viadonau im Rahmen des LIFE Projektes „"Dynamic Life Lines Danube" die Wiederanbindung des Spittelauer Arms in der Stopfenreuther Au. Diese Maßnahme wird maßgeblich dazu beitragen, die Dynamik der Flusslandschaft zu verbessern und charakteristische Lebensräume der Au zu fördern.

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