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Finale für Faschingsfreunde! Und wer treibt’s gern bunt in der Au?

Balkan-Moorfrosch Allerorts kann man heute am Faschingsdienstag Groß und Klein verkleidet umher ziehen sehen. Viele Kostüme sind ausgesprochen bunt und fantasievoll. Doch auch manche Tiere bedienen sich farbenprächtiger Auftritte, saisonal oder auch ganzjährig. Das Motto lautet jedenfalls: Auffallen!


Zu den ersten Tieren, die im Jahreslauf Farbe bekennen, zählen die Balkan-Moorfrösche. Ansonsten unauffällig braun, legen sich die Männchen zur Paarungszeit im Frühling eine himmelblaue Färbung zu! Mit leise glucksenden Rufen umwerben sie dann die Weibchen. Wenngleich die Art leider als bedroht eingestuft ist, sind die blauen Kerlchen in der Unteren Lobau noch fallweise anzutreffen.

Bitterling Ähnlich geht der Bitterling vor. Dieser kleine Fisch zeigt sich unterm Jahr schüchtern silbrig. Zur Paarungssaison im Spätfrühling protzen die Männchen jedoch mit einem tief rosaroten Bauch!


Aggressiv vertreiben sie dann Konkurrenten von ihren Standplätzen. Der Bitterling bewohnt die Altarme im Nationalpark, er benötigt zur Fortpflanzung Großmuscheln und gilt als gefährdet.

Pirol Im April bis Mai trifft der faszinierende Pirol als saisonaler Gast aus Afrika im Auwald ein. Er besiedelt das dichte Blätterdach hoher Bäume und erfreut uns mit seinem pfiffigen Gesang. Wer ihn erspähen kann, wird sich am Anblick weiden!


Flügel und Schwanz sind schwarz, doch ansonsten zeigt der Pirol ein ausgesprochen schönes gelbgrünes Gefieder, das bei den Männchen gar zitronengelb werden kann.

Heidelibelle Was wäre der Sommer ohne Libellen? Zahlreiche Arten bevölkern die Gewässer der Donau-Auen, und viele von ihnen zeigen Färbungen unterschiedlichster Art.


Als Beispiele können die blau schimmernde Gebänderte Prachtlibelle, die blau-grüne Große Königslibelle, die leuchtende Grüne Keiljungfer sowie die im Spätsommer fliegende intensiv rote Heidelibelle gelten.

Eisvogel Nicht vergessen sollten wir in diesem bunten Reigen unser Wappentier, den schillernden Eisvogel! Ganzjährig ist das scheue Tier im Nationalpark Donau-Auen anzutreffen, denn hier findet es ideale Lebensbedingungen. Mit seiner metallisch bunten Zeichnung ist der Vogel unverwechselbar: Die Oberseite schimmert je nach Lichteinfall azurblau bis smaragdgrün, Unterseite und Wangen sind kräftig orange gefärbt, Kehle und Halsseiten weiß.

 
Man meint bei seinem Anblick einen tropischen Vogel zu betrachten! Und doch er ist ein angestammter, wenngleich heute bedrohter Bewohner von Flussauen.

Wir sehen also, schon lange bevor die Menschheit den Fasching als närrisch-bunte Zeit ausrief, hat die Natur für die tierischen Aubewohner tief in den Farbtopf gegriffen!