Sprache DE
DE EN SK

Aktuell

Donnerstag, 08. August 2019, Orth/Donau

Sei fair! – Radwegenetz und Hundeleinenpflicht im
Nationalpark Donau-Auen

Für vielerlei Freizeitaktivitäten und Erholungszwecke suchen Menschen den Nationalpark Donau-Auen auf. Ein durchgängiges Leitsystem markiert jene Wege, die mit dem Fahrrad benützt werden dürfen. Hunde sind an der Leine herzlich willkommen. Diese Regelungen dienen der geschützten Tierwelt und dem guten Miteinander aller Benutzergruppen. Wir danken den Gästen für ihren Beitrag zu Fairness im Nationalpark Donau-Auen!
 

Radfahren im Nationalpark Unterwegs mit dem Fahrrad
Drahtesel boomen! Das Fahrrad bietet sich als gesunde und günstige Alternative für kurze Strecken wie auch Ausflüge an, in Wien und Niederösterreich sind zahlreiche Radfreunde in Alltag und Freizeit unterwegs. Der Nationalpark Donau-Auen gilt als beliebtes Naherholungsgebiet. Ein Wegenetz mit grüner Markierung steht hier allen Radfahrerinnen und Radfahrern zur Verfügung – es soll zum Schutz von Flora und Fauna nicht verlassen werden. Dennoch trifft die Nationalparkaufsicht zunehmend Gäste mit Fahrrädern weit abseits der Radrouten sowie auf schmalen Pfaden und Schneisen an.


Neben dem Internationalen Donauradweg, der den Nationalpark durchzieht, gibt es im Wiener Anteil des Schutzgebiets in der Oberen Lobau weitere ausgewiesene Radwege. In Niederösterreich bestehen einige vom Damm abzweigende Abfahrten zu Ortschaften und auch die beiden Uferstraßen bei Orth/Donau und Stopfenreuth, die zum Donauufer führen, dürfen befahren werden.

Markiertes Wegenetz Alle Radfahrerinnen und Radfahrer werden ersucht, auf den markierten Radrouten zu bleiben und auch dort stets Rücksicht auf Spaziergänger walten zu lassen. Ferner tummeln sich diverse Insekten, Schnecken, Frösche und Kröten, Schlangen etc. auf den Wegen – viel zu oft werden sie überfahren. Daher braucht es ein angepasstes Tempo. Naturerlebnis und Genussradeln sollten im Nationalpark vor sportlichen Höchstleistungen Vorrang haben, Rennstrecken gibt es andernorts.


An den Nationalparkeingängen kann man sich anhand der Übersichtspläne einen Überblick über das lokale Radwegenetz verschaffen. Karten zum Mitnehmen, die alle Routen ausweisen, sind im nationalparkhaus wien-lobAU und im schlossORTH Nationalpark-Zentrum erhältlich. Hier erhält man auch aktuelle Informationen über Umleitungen im Zuge der Schutzdammsanierung und der Sperre des Josefstegs in der Lobau.

Freilaufender Hund … oder in vierbeiniger Begleitung
Etliche Gäste besuchen den Nationalpark Donau-Auen in Begleitung ihrer Hunde zum Spazierengehen, Wandern und für Badeausflüge. Stets mit dabei sein sollte die Leine – doch die Aufsicht begegnet vielen freilaufenden Hunden im Gebiet. Die Leinenpflicht im gesamten Nationalpark Donau-Auen inklusive der Flächen der Lobau ist gesetzlich verankert und verbindlich. Sie stellt den Schutz der im Nationalpark lebenden Wildtiere sicher, die sonst aufgeschreckt, gehetzt und womöglich gerissen werden.
Aber sie dient auch den Hundehaltern: Wildschweine etwa wissen ihren Nachwuchs im Dickicht energisch gegen vermeintliche Eindringlinge zu verteidigen, ebenso Biber ihre Reviere entlang der Augewässer.


Nicht zuletzt gilt es auch, Rücksicht auf andere Gäste zu nehmen, die sich durch freilaufende Hunde belästigt oder bedroht fühlen können. Dies betrifft Familien mit kleinen Kindern beim Spazieren ebenso wie Erholungssuchende an den Badeplätzen im Nationalpark. Oft wird auf den Bewegungsdrang des Vierbeiners verwiesen, welcher an der Leine nicht ausgelebt werden könne. Feld- oder Rollleinen mit weitem Aktionsradius und ein ausgedehnter Spaziergang durch den Nationalpark Donau-Auen werden jedoch auch agile Hunde trotz Leinenpflicht auslasten.

Sei fair! Sei fair!
Mit der ‚Sei fair! – Kampagne‘ wird heuer ein Schwerpunkt zu Achtsamkeit im Schutzgebiet gesetzt. Denn der Nationalpark Donau-Auen bewahrt eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt und bietet seinen Gästen schöne, erholsame Freizeiterlebnisse. Beide Aufgaben zu erfüllen, kann nur durch den verständnisvollen Umgang mit der Natur sowie Rücksichtnahme auf andere Besucherinnen und Besucher erreicht werden. Hinweise zu den Verhaltensregeln findet man auf den Informationstafeln an den Eingängen, im persönlichen Gespräch mit dem Nationalparkteam im Gebiet, in Broschüren und online.
Wir danken Unterstützerinnen und Unterstützern herzlich für ihren Beitrag zu Fairness im Nationalpark Donau-Auen!