Echtes Johanniskraut, Tüpfel-Johanniskraut

Hypericum perforatum

Der wissenschaftliche Name leitet sich aus den griechischen Worten „hyper“ (über, oberhalb) und „eikon“ (Bild) ab. Diese Namensgebung entstand aus der Tradition, dass Echte Johanniskraut am Johannistag über einem Bild anzubringen, um so Schlechtes abzuwehren.

Merkmale
Wuchshöhe bis 100 cm. Der Stängel ist 2kantig und aufrecht. Die Blätter sind oval-eiförmig und durchscheinend punktiert. Die Blüten sind goldgelb und am Rande schwarz punktiert.

Zerquetscht man die Knospen, bekommen sie dunkelrote Flecken.

Verbreitung
Vorkommen häufig auf Waldschlägen, Waldrändern, mageren Wiesen und Wegrändern. Im Nationalpark findet man die Pflanze auf den Auwiesen und am Marchfeldschutzdamm.

Gefährdung und Schutzstatus
In Österreich nicht gefährdet.

Lebensweise
Das Echte Johanniskraut ist eine ausdauernde Pflanze. Der deutsche Name leitet sich vom Beginn der Blütezeit der Pflanze (in Mitteleuropa) um den Johannistag (24. Juni) ab.

Besonderes
Die goldgelben Blütenblätter enthalten in Gewebsstücken das blutrote Hypericin, das beim Zerreiben auf den Fingern eine Rotfärbung hinterlässt.

Bereits in der Antike wurde Johanniskraut als Heilpflanze genutzt. Heute wird es als pflanzliches Arzneimittel wegen seiner leicht stimmungsaufhellenden Wirkung verwendet und kultiviert, ist aber in der Landwirtschaft ein unerwünschtes Unkraut.

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