Knoblauchrauke

Allaria petiolata

Ihren Namen hat die Knoblauchrauke vermutlich durch den Geruch ihrer Blätter erhalten, die leicht zerrieben oder gequetscht ein feines Knoblaucharoma verbreiten.

Merkmale
Wuchshöhen von 20 bis 100 cm. Die Blätter sind nierenförmig, die weißen Blüten werden 5 bis 8 mm groß.

Verbreitung
Weite Teile Europas und Westasiens. Als Nährstoffzeiger kommt die Knoblauchrauke gerne in Hecken und Auwäldern vor. Häufig befindet sie sich auch in Gesellschaft von Brennnesseln, die wie sie feuchte und nährstoffreiche Lehmböden bevorzugen.

Gefährdung und Schutzstatus
Sehr häufig, nicht gefährdet.

Lebensweise
Zwei- bis mehrjährig, Wuchsform krautig. Bienen, Fliegen und Schwebfliegen aber auch Käfer dienen als bestäubende Insekten. Zuweilen ist auch Selbstbestäubung möglich. Als Früchte entstehen im Herbst Schoten.

Besonderes
Im Mittelalter hat die ärmere Bevölkerung die Knoblauchrauke als Gewürzpflanze verwendet. Aus diesem Grund wurde sie damals auch häufig im Garten angebaut. Als Gewürze auch für diese Bevölkerungsschichten erschwinglich wurden geriet diese Pflanze zunehmend in Vergessenheit.

Heute wird sie aber wieder entdeckt. Sie ist aufgrund ihrer flüchtigeren Geschmacksstoffe nicht so vielfältig einsetzbar wie zum Beispiel Bärlauch. Die Blätter schmecken jedoch gut in Salaten, Kräuterbutter oder Aufstrichen.

Neuigkeiten aus dem Nationalpark Donau-Auen Newsletter abonnieren