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DANUBEPARKS - Netzwerk der Donauschutzgebiete

Pressekonferenz zur Gründung von DANUBEPARKS Die Donau ist ein internationaler Fluss, kein anderer Strom fließt durch so viele Länder. Trotz schwerwiegender menschlicher Eingriffe ist die Donau bis heute von überregionaler Bedeutung für den Schutz der Artenvielfalt in Südosteuropa und stellt einen europaweit bedeutenden Naturraum dar. Die zahlreichen Schutzgebiete an der Donau sind wichtige Akteure für deren Schutz und donauweit mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert.


Bereits 2007 startete daher der Prozess zur Gründung eines Netzwerks der Donau-Schutzgebiete, welches 2009 im Rahmen des Projekts DANUBEPARKS, gefördert vom EU-Programm ETZ-Südosteuropa, die Arbeit aufnahm. Der Nationalpark Donau-Auen übernahm seither die Leitung dieser Initiative.
Ziele der Zusammenarbeit sind die Optimierung des Naturraum-Managements durch Wissenstransfer, die Entwicklung gemeinsamer Schutzkonzepte, die Stärkung der internationalen politischen Stimme der Schutzgebiete durch donauweite Strategien sowie die Umsetzung beispielhafter Pilotprojekte.

DANUBEPARKS 2009-2012

Donaulandschaft Die Zusammenarbeit von 12 Schutzgebieten aus 8 Donauländern und ein Projektbudget von 2,7 Mio. € ermöglichten die Umsetzung vielfältiger Maßnahmen.


Die wichtigsten Ergebnisse dieses ersten Projekts lauten, nach Arbeitsbereichen zusammengefasst:

  • Lebensraum-Management: Ausarbeitung eines donauweiten Konzeptes zum Schutz der Donau-Auwälder, Erstellung grenzüberschreitender Managementpläne, pilothafte Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensraumqualität (Revitalisierung von Wiesen, Wiederaufforstung, Flächenkauf wertvoller Standorte) 
  • Flussmorphologie: Entwicklung einer gemeinsamen Strategie der Donau-Schutzgebiete zum Spannungsfeld Naturschutz und Schifffahrt, Umsetzung mehrerer Fluss-Revitalisierungsprojekte
  • Artenschutz: Erarbeitung des „Aktionsplans zum Schutz des Seeadlers an der Donau“ und Umsetzung von Artenschutz-Maßnahmen (Sicherung von Nistplätzen), Monitoring und Aufbau einer donauweiten Seeadler-Datenbank, Öffentlichkeitsarbeit für die Donau-Störe
  • Monitoring und NATURA 2000: Umsetzung eines donauweiten Monitorings von Indikatorarten für dynamische Flusslebensräume, Publikation zum Biber-Management, Fisch-Monitoring
  • Naturtourismus: Erarbeitung einer gemeinsamen Strategie für Naturtourismus, gemeinsame Erarbeitung und Vermarktung von naturtouristischen Angeboten, Durchführung eines gemeinsamen Trainings für Naturführer

Weitere Infos sind im Projektbericht zu finden, dieser ist als Download verfügbar.

DANUBEPARKS STEP 2.0

Die erfolgreiche Zusammenarbeit der ersten Jahre sowie die Nennung als Beispielprojekt in der „EU Strategie für den Donauraum“ verdeutlichen, welch wichtige Rolle ein donauweites Netzwerk der Donauschutzgebiete für den Naturschutz in Europa einnehmen kann. Die Schutzgebiete setzen daher die begonnene Arbeit im Projekt DANUBEPARKS STEP 2.0 fort. Aufbauend auf vorliegenden Strategien und Aktionsplänen sollen donauweite Naturschutz-Maßnahmen umgesetzt werden. Das EU Förderprogramm ETZ-Südosteuropa fördert bis Herbst 2014 mit 2,2 Mio. € folgende Arbeitsschwerpunkte:

Artenschutzmaßnahmen für Schwarzpappel und Seeadler

Seeadler - Leitart von DANUBEPARKS Eine donauweite Erfassung bedeutender Schwarzpappel-Vorkommen sowie der Schutz mächtiger Schwarzpappel-Individuen sollen zur Förderung dieser Leitart dynamischer Auwälder beitragen. Um die Erhaltung lokaler Genotypen zu gewährleisten wird eine donauweite „genetische Landkarte“ für die Schwarzpappel erstellt und pilothaft werden Wiederaufforstungsprojekte umgesetzt.

Aufbauend auf dem „Aktionsplan für den Seeadler“ werden donauweit koordinierte Artenschutz-Maßnahmen vorbereitet. Auch die interessierte Bevölkerung soll im Rahmen der donauweiten Seeadler-Winterzählung verstärkt eingebunden werden.

Flussmorphologie und Flussdynamik

Das donauweite Monitoring von Flussregenpfeifer und Uferschwalbe – Zeigerarten naturnaher dynamischer Flussufer – wird als Teil der Joint Danube Survey unter Leitung der ICPDR wiederholt und erhält durch diese Kooperation stärkeres politisches Gewicht.

Die Schutzgebiete erarbeiten außerdem einen Aktionsplan für Revitalisierung und Schutz dynamischer Flusslebensräume, der auch die Planung beispielhafter Flussrevitalisierungs-Maßnahmen beinhaltet.

Naturtourismus

Im Naturtourismus wird ein Meilenstein für zukünftiges Erleben von DANUBEPARKS gesetzt: Unter Einbindung aller Schutzgebiete erfolgt die Planung für ein gemeinsames Besucherzentrum unweit von Budapest. Außerdem werden Qualitätskriterien für Tourismusangebote in Schutzgebieten erarbeitet, die zu einer weiteren Verbesserung der Besucherangebote beitragen sollen.


Wie viele BesucherInnen verträgt ein Schutzgebiet ohne schwerwiegende negative Effekte für das Ökosystem? – Diese Frage wird im Rahmen einer Tragfähigkeitsstudie für das Donaudelta und das Schutzgebiet zwischen Neuburg und Ingolstadt erarbeitet.

Langfristiger und integrativer Ansatz

Neue Partner-Schutzgebiete und die intensive Einbindung von Reservaten in Nicht EU-Ländern unterstützen schon heute die Arbeit von DANUBEPARKS. Eine strategische Erweiterung soll auch langfristig sicherstellen, dass die Donau-Schutzgebiete mit einer gestärkten gemeinsamen Stimme auftreten.


Bei allen Themen steht die Kooperation mit den jeweiligen Interessensgruppen im Zentrum: Sowohl mit PartnerInnen aus der Forstwirtschaft als auch mit VertreterInnen der Schifffahrt werden im Rahmen von DANUBEPARKS STEP 2.0 Konferenzen abgehalten, um mögliche Kooperationen und etwaige Konfliktfelder zu diskutieren.

DANUBEPARKS erleben

Die Projektwebsite www.danubeparks.org bietet Informationen über alle vergangenen und zukünftigen Projektaktivitäten. Eine integrierte Tourismusplattform lädt aber auch ein, sich über die Besucherangebote in den Donau-Schutzgebieten zu informieren.


Über die im Frühling 2013 abgehaltenen Assessment Tour, die durch alle Donauländer führte und Ausflugsziele sowie Besuchereinrichtungen zum Thema hatte, informiert der Blog www.danubeparks.org/blogs/danube_education

Die donauweite Seeadler-Datenbank basiert auf den Beobachtungen von Fachleuten und BesucherInnen – tragen auch Sie Ihre Beobachtung ein und helfen Sie uns dabei, ein vollständiges Verbreitungsgebiet des Seeadlers zu erhalten.

Die Partner-Schutzgebiete entlang der Donau

Die DANUBEPARKS Schutzgebiete

Kontakt

DANUBEPARKS
c/o Nationalpark Donau-Auen
Schloss Orth
A-2304 Orth an der Donau
 
e-mail: office@danubeparks.org
www.danubeparks.org