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Zahlen, Daten, Fakten

Donau-Auen Flussauen-Nationalpark der Kategorie II, IUCN anerkannt.

Derzeitige Gesamtfläche mehr als 9.300 Hektar, davon ca. 65% Auwald-, 15% Wiesen- und ca. 20% Wasserflächen. Erweiterungen der Fläche sind geplant.

Funktionen

  • Ein "grünes Band" zwischen den Ballungsräumen Wien und Bratislava
  • Die größte zusammenhängende, ökologisch weitgehend intakte und naturnahe Aulandschaft dieser Art in Mitteleuropa
  • Geprägt von der fast freien Abflussdynamik der Donau, die hier noch den Charakter eines Gebirgsflusses hat
  • Ein Komplex von Ökosystemen, der gewaltige Vielfalt an Lebensräumen, Pflanzen- und Tierarten aufweist
  • Heimat und Refugium vieler gefährdeter Pflanzen- und Tierarten
  • Von eindrucksvoller landschaftlicher Schönheit
  • Natürlicher Rückhalteraum für Hochwässer
  • Garant hochwertiger Trinkwasserressourcen
  • "Grüne Lunge" und Klimaregulator der Region
  • Erholungsraum für Menschen

Vielfalt an Lebensräumen

Uferlandschaft

  • Donaustrom
  • Alt- und Seitenarme, Tümpel - Gewässer verschiedenster Art
  • Schotterbänke an Inseln und Ufern
  • Flachufer mit Verlandungen und Übergängen vom Wasser zum Land
  • Steile Uferkanten
  • Auwald (Weiche und Harte Au) und Hangwald
  • Wiesen und Heißländen

enorme Artenvielfalt

  • mehr als 800 Arten höherer Pflanzen
  • mehr als 30 Säugetier- und 100 Brutvogelarten, 8 Reptilien- und 13 Amphibienarten, rund 60 Fischarten
  • reiche Fauna land- und wasserlebender Wirbelloser

Schutzbestimmungen

Libelle 1978 Lobau: Lobauverordnung (Voll-, Teilnaturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet)
1978 Untere Lobau: Biosphärenreservat der UNESCO
1979 Donau-March-Thaya-Auen: Landschaftsschutzgebiet
1983 Donau-March-Auen und Untere Lobau: Ramsarschutzgebiet
1996 Erklärung zum Nationalpark Donau-Auen
1997 Kategorie II der IUCN (International Union for Conservation of Nature): Schutzgebiet, das hauptsächlich zum Schutz von Ökosystemen und zu Erholungszwecken verwaltet wird

Aufgaben und Ziele

auszugsweise aus der Vereinbarung gemäß Artikel 15a B-VG ("Nationalpark-Gesetz")

  • Arbeit nach den Kriterien der IUCN unter Bedachtnahme auf die Akzeptanz der Bevölkerung
  • Förderung und Erhaltung dieses Gebietes als naturnahes und landschaftlich wertvolles Gebiet von nationaler und internationaler Bedeutung
  • Bewahrung der für dieses Gebiet repräsentativen Landschaftstypen sowie die Tier- und Pflanzenwelt einschließlich ihrer Lebensräume
  • Wahrnehmung der Möglichkeiten von Nutzungen des Gebietes zu Zwecken der Bildung und Erholung, Wissenschaft und Forschung
  • Sicherung des Grundwasservorkommens in den Donau-Auen

Nach internationalen Kriterien dient ein Nationalpark:

  • der Erhaltung der ökologischen Unversehrtheit von Ökosystemen für künftige Generationen
  • dem Ausschluss von Nutzungen und Inanspruchnahmen, die den Zielen der Ausweisung abträglich sind
  • der Ermöglichung von geistig-seelischen Erfahrungen sowie der Schaffung von Forschungs-, Bildungs- und Erholungsangeboten für Besucher auf umwelt- und kulturverträgliche Art

Zonierung des Nationalpark Donau-Auen

Nationalpark-Aufsicht

Naturzone

  • keine wirtschaftlichen Nutzungen
  • keine Eingriffe in die Natur, den Naturhaushalt und das Landschaftsbild
  • vorübergehende Managementmaßnahmen zur Förderung natürlicher Entwicklungen

Naturzone mit Managementmaßnahmen

  • keine Eingriffe, außer Maßnahmen im Dienste der Naturschutzziele (z.B. Wiesenmahd)

Außenzone

  • Sonderbereiche (z.B. Wasserstraße, Äcker, Hochwasserschutzdamm)
  • Fremdenverkehrs- und Verwaltungsbereich