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Seeadler - Haliaeetus albicilla

Seeadler

Mit einer Flügelspannweite von bis zu  2,5 m ist der Seeadler die größte europäische Adlerart. Auf ihren brettartigen Flügeln kreisen diese majestätischen Greife oft ausdauernd in großer Höhe. Im Winterhalbjahr finden sich Seeadler in den March-Donau-Auen, im Seewinkel und im nördlichen Waldviertel zur Überwinterung ein. Als Brutvogel wurde der Seeadler in Österreich vor einigen Jahrzehnten ausgerottet. Mehrere Naturschutz-Organisationen bemühten sich intensiv um die Wiedereinbürgerung. Seit 2005 gibt es in den Donau-Auen östlich von Wien wieder erfolgreiche Bruten, die Seeadler haben sich wieder ganzjährig angesiedelt. Für traurige Schlagzeilen sorgen jedoch immer wieder vergiftete oder illegal geschossene Exemplare.

Merkmale

Im Flug an den brettartigen Flügeln mit strahlenförmig gespreizten Handschwingen und am keilförmigen Schwanzabschluß zu erkennen. Auch durch die enorme Körpergröße ist der Seeadler von anderen Greifen gut unterscheidbar. Erwachsene Vögel sind graubraun und haben einen weißen Schwanz und gelben Schnabel. Die Jungtiere sind schwarzbraun und haben einen schwarzen Schnabel und Schwanz.

Verbreitung

In Österreich viele Jahre nur mehr als Wintergäste anzutreffen, vor allem in den Donau-March-Auen, im Seewinkel und im nördlichen Waldviertel. Durch strenge Schutzbestimmungen und umfangreiche Fördermaßnahmen in den östlichen und nördlichen Nachbarländern zunehmend anzutreffen. Erfolgreiche Bruten in Österreich in den letzten Jahren geben berechtigten Anlass zur Hoffnung, dass sich wieder eine stabile Population ganzjährig etabliert.

Gefährdung und Schutzstatus

Stark gefährdet durch illegale jagdliche Giftköder, Fallen und Lebensraumzerstörung. In Nachbarländern konnten durch strenge Schutzmaßnahmen die Bestände stabilisiert oder sogar verbessert werden.

Lebensweise

Seeadler Seeadler sind Ansitz- und Suchflugjäger. Sie erbeuten Fische der oberen Wasserschichten (z.B. Hechte) und Wasservögel. Häufig beobachtet man die Gesellschaftsjagd von zwei Adlern, welche auf diese Weise auch zur Flucht abtauchende Wasservögel erbeuten. Bei Gelegenheit wird Kormoranen die Beute abgejagt. Seeadler nehmen Aas an und sind daher sehr empfindlich gegenüber illegal ausgelegten jagdlichen Giftködern. Die Ablage der ein bis zwei Eier erfolgt etwa Ende Februar bis Mitte März. Nach ca. 37 Tagen Brutzeit schlüpfen die Jungen, welche 10 Wochen später flugfähig werden.

Besonderes

Seeadler bauen mächtige Horste, welche über mehrere Jahre hinweg zur Brut genutzt werden. Im Nationalpark Donau-Auen werden in potentiellen Brutgebieten alle Managementmaßnahmen auf die Brutzeit abgestimmt, um in dieser kritischen Phase eine größtmögliche Beruhigung des Gebietes zu erreichen. Mehrere ausfliegende Jungvögel pro Jahr bestätigen den Erfolg der Schutzmaßnahmen.

So klingt der Seeadler






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