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Was macht den Auwald aus?
Seit 1. Oktober kann unsere neue Ausstellung „Der Auwald – eine Landschaft im stetigen Wandel“ im Aussichtsturm von Schloss Orth an der Donau besucht werden. Sie hat sich diesem vielschichtigen, hochdynamischen Ökosystem über fünf Begriffe angenähert: Neugier, Schnelllebigkeit, Überfluss, Verschwendung und Zerstörung.
Vielfalt, Produktivität und Wandlungsfähigkeit des Auwaldes sind einzigartig und manches, was auf den ersten Blick dramatisch erscheint, bedingt erst sein Bestehen. So ist das Wasser der Donau das maßgeblich prägende Element – Überflutungen bei Hochwasser, Erosion und Anlandungen schaffen immer wieder offene Flächen und ermöglichen die natürliche Verjüngung. Alte Bäume brechen um und werden fortgeschwemmt, junge Bäume keimen auf neuen besonnten Schotterbänken nahe der Gewässerzüge.
Doch neben dem Wasser kann auch der Wind vermeintlich zerstören und verschwenden, jedoch zugleich gestalten: vor Kurzem fegte ein Sturm über die Nationalparkregion, speziell in den Auwaldbeständen am südlichen Donauufer hat er Schneisen in Baumbestände geschlagen. Hybridpappeln, einst noch vom Menschen gepflanzt bevor die Forstwirtschaft durch die Nationalparkgründung eingestellt wurde, fielen zuhauf. Wie sich nun, nach diesem Naturereignis, die Flächen entwickeln werden, welcher Wald in welcher Abfolge aufkommt, wird Gegenstand der Forschung und Beobachtung sein. Denn im Nationalpark können natürliche Prozesse zugelassen werden – ein enormer Gewinn für die Wissenschaft.
Was es weiters mit Neugier, Schnelllebigkeit, Überfluss, Verschwendung und Zerstörung im Auwald auf sich hat, können Sie noch bis inkl. 1. November täglich von 9 bis 17 Uhr in der Ausstellung ergründen. Nach der Winterpause öffnet das Schloss Orth an der Donau, Nationalparkzentrum dann erneut am 21. März 2027.
Noch mehr Wissenswertes zum Auwald bietet die neue Publikation „Auf dem Weg zum Naturwald – 30 Jahre Waldentwicklung im Nationalpark Donau-Auen“ – hier geht es zum Download.
Erika Dorn
Fotos: Neue Ausstellung / Gillmann, Sturmereignis 2026 / Zsak.
Seit 1. Oktober ist die Ausstellung geöffnet
Objekt der Ausstellung, der Auwald kann selbst gestaltet werden
"Zerstörung" als gestaltende Kraft
Sturmereignis 2026 im Nationalpark Donau-Auen, umgestürzte Bäume