Naturschutz

Seit der Gründung des Nationalparks 1996 konnten die ökologischen Verhältnisse der Donau-Auen östlich von Wien bereits in wichtigen Bereichen verbessert werden. Weitere Projekte und Kooperationen werden auch in Zukunft mit umfassenden Maßnahmen die Qualität der Flusslandschaft weiter verbessern.

Gewässer

Die Regulierung der Donau im 19. Jahrhundert und deren laufende Anpassung und Ergänzung haben die Flusslandschaft entscheidend verändert und stehen einer natürlichen Entwicklung des Auenökosystems entgegen. Ein Hauptziel der wasserbaulichen Maßnahmen des Nationalparks ist daher von Anbeginn die Rücknahme von Wasserbaustrukturen. Ist das nicht möglich, so wird eine Ausformung angestrebt, welche die flussmorphologische Dynamik möglichst wenig behindert. Die landschaftsbildenden Prozesse (Anlandung, Erosion, Vegetationsreihen...) sollen wieder aktiviert und in eine möglichst natürliche Balance gebracht werden. Diesem Grundsatz folgen alle Gewässervernetzungen im Nahbereich der Donau: Einerseits wird dabei ein möglichst ungehindertes Einströmen in die Seitenarme angestrebt, andererseits werden in den Seitenarmen Querbauwerke (Traversen) entfernt oder zumindest durchgängig gemacht.

Ein Kernproblem des Nationalparks ist die Eintiefung der Donausohle. Untersuchungen zeigen, dass seit 1985 die Spiegellagen bei Niederwasser um einen halben Meter gefallen sind. Das hat vor allem Auswirkungen auf die Altarme, die bei den tiefen Donauwasserständen im Herbst und Winter über weite Strecken kein Wasser mehr führen. Subtiler sind die Veränderungen in der Vegetation, wo vor allem die charakteristische „Weiche Au“ verlorengeht. Es besteht also dringender Handlungsbedarf. Gemeinsam mit viadonau ist es zuletzt gelungen, Maßnahmen zu setzen, welche die laufende Sohleintiefung aufhalten.

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Wald

Der Wert der Waldflächen im Nationalpark liegt vor allem in ihrer großflächig auentypischen Ausprägung und im hohen Potential für den wassergeprägten, weitgehend durch den Menschen ungelenkten Ablauf der Waldentwicklung.

Die verschiedenen Altersstadien bieten unterschiedlichen Arten Lebensraum, Nahrung und Fortpflanzungsmöglichkeiten. Lebensraumstrukturen wie Bäume mit hohen Stammdurchmesser, Habitatbäume und Totholz in unterschiedlichster Gestaltung finden sich in den forstlich genutzten Wäldern außerhalb des Schutzgebiets nur in geringerem Ausmaß. Insbesondere diese Strukturen späterer Entwicklungsphasen werden von zahlreichen heute gefährdeten Insekten-, Vogel- und Pilzarten genutzt.

Durch die Außernutzungsstellung und freie Entwicklung der Wälder im Nationalpark verfügen diese über eine hohe Naturnähe und einen hohen Schutzwert, auch wo abseits der wassergeprägten Standorte die Waldflächen nicht mehr dem typischen Auwaldcharakter entsprechen.

Im Managementplan sind detaillierte Grundlagen für das laufende Waldmanagement formuliert. Für die Waldflächen des Nationalparks wurde eine 30jährige Übergangsfrist (endet im Jahr 2028) festgelegt. Innerhalb dieses Zeitraums sind waldbauliche Umwandlungsmaßnahmen, wie die Zurückdrängung invasiver Neophyten (Götterbaum, Eschenahorn) bzw. bestandsweise Umwandlungen von Hybridpappelbeständen möglich. Waldflächen, in denen keine Eingriffe mehr stattfinden, sind im NÖ Managementplan 2009–2018 als „Naturzone mit abgeschlossenen Managementmaßnahmen“ ausgewiesen.

Maßnahmen im Wald

  • Für die Waldflächen im Nationalparkgebiet wird ein regelmäßiges Monitoring durchgeführt, um deren Entwicklung zu dokumentieren. Für das gesamte Nationalparkgebiet liegen ein digitales waldbauliches Kartenwerk und eine flächendeckende Walderhebung (Taxation) vor.

  • In Bestände mit heimischen Baumarten wird nicht mehr eingegriffen.

  • Bestände, die vor allem hinsichtlich der Artenzusammensetzung und Struktur nicht dem ursprünglichen Waldbild entsprechen, werden teilweise umgewandelt, z. B. Bestände mit >70% Hybridpappel im Gebiet Mannswörth.

  • Zur Anreicherung der Waldflächen mit Totholz wird gefälltes oder abgestorbenes Holz teilweise im Wald belassen.

  • Alte Wildschutzzäune werden entfernt.

  • Nicht mehr benötigte Forststraßen werden aufgelassen bzw. rückgebaut.

  • Es können gezielte Eingriffe erfolgen, um eingeschleppte und stark zur Selbstausbreitung neigende „invasive“ Gehölze (Robinie, Götterbaum, Eschenahorn, Pennsylvanische Esche) zurückzudrängen. Bevorzugte Methode ist die Ringelung: dabei werden Streifen der Rinde ringförmig entfernt. Die behandelten Bäume sterben langsam ab und werden weniger zum Neuaustreiben angeregt.

  • Gefahrenbäume: Trotz des genannten Eingriffsverbotes in standortheimische Baumarten besteht eine Verpflichtung zur Wegsicherung und Weghaftung, welche nach der bestehenden Rechtslage (§§ 1319 und 1319a ABGB) Eingriffe zur Gewährleistung der Sicherheit von Nationalparkgästen und Einrichtungen notwendig macht. Die dazu notwendigen Maßnahmen sollen mit größtmöglicher Sensibilität erfolgen.

Offen- und Kulturlandschaft

Bestimmte historisch gewachsene Lebensräume mit hohem Naturschutzwert werden auch im Nationalpark bewusst erhalten und gepflegt. Sie bereichern die landschaftliche Vielfalt und sichern den Artenreichtum, ohne die natürliche Entwicklungsperspektive des Gesamtgebietes in wesentlichem Maße nachteilig zu beeinflussen. Für die Erhaltung dieser Offenlandlebensräume (z.B. Wiesen, Heißländen) zu gewährleisten sind Eingriffe gestattet, diese werden im Managementplan des Schutzgebiets geregelt.

Wiesen

Auf Basis von Heißländen- und Wiesenkartierungen werden seltene Wiesentypen, aus Gründen des Artenschutzes und als landschaftsprägendes Element weiterhin bewirtschaftet und gepflegt. Diese liegen in der Naturzone mit Management, die pflegerische Eingriffe zu Naturschutzzwecken erlaubt.

Für die Erhaltung der Wiesenqualität ist eine regelmäßige Mahd mit Abtransport des Mähguts die wichtigste Voraussetzung. Eine Dünger- und Pestizidausbringung auf Wiesen im Nationalpark ist untersagt. Für die meisten Flächen ist eine zweimalige Mahd im Jahr vorgesehen. Die Wiesen werden Großteiles von Landwirten der Region gemäht. Die Vergabe erfolgt durch die beiden Nationalpark-Forstverwaltungen.

Auf die Blühzeiten spezieller Schutzgüter, z.B. die Sibirische Schwertlilie und das Hohe Greiskraut, wird bei der Umsetzung der Wiesenpflege gezielt Rücksicht genommen. Auf großflächigen Wiesen des Überschwemmungsbereiches wird der extrem spät brütende und deshalb stark bedrohte Wachtelkönig durch ein eigenes Bewirtschaftungskonzept gefördert.

Heißländen

Heißländen unterliegen einer natürlichen Sukzession. Da jedoch aufgrund der fehlenden hydrologischen Dynamik kaum neue Offenflächen entstehen, die in ihrer Entwicklung dem Charakter einer Heißlände folgen, sind vor allem die frühen Stadien der Heißländensukzession bereits sehr selten geworden.

Um diese extrem trockenen und artenreichen Offenlebensräume als Besonderheit der Lobau zum Teil weiter zu erhalten, müssen aufkommende Gehölze regelmäßig entfernt werden. Dazu werden teilweise freiwillige Helferteams eingesetzt.

Hochwasserschutzdämme

Vorrangiges Ziel auf den Hochwasserschutzdämmen ist der Hochwasserschutz. Die Pflegemaßnahmen sind hier Aufgabe von viadonau (ehemals Wasserstraßendirektion Wien).

Auf den Dammflächen hat sich aufgrund der Besonnung und der mit dem Sedimentaufbau einhergehenden Trockenheit eine wertvolle Vegetation ausgebildet, welche durch ein geeignetes Mahdmanagement auch als Lebensraum für die besondere Tierwelt erhalten werden soll.

Es wurde ein spezieller Mähplan entwickelt, welcher auch die kleinräumigen Erfordernisse von Sonderstandorten und die vorkommenden Schutzgüter (insbesondere Europäische Sumpfschildkröte und Orchideen) berücksichtigt. Für den gesamten Hochwasserschutzdamm besteht daher ein durchgehendes Pflegekonzept.

Wildstandsregulierung

Die Jagdliche Bewirtschaftung und Wildhege wurden im Nationalpark gänzlich eingestellt. Abschüsse erfolgen nur noch im Rahmen einer Wildstandregulierung. Diese wird im Nationalpark durch die jeweiligen Grundeigentümer umgesetzt, das sind in erster Linie der Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien sowie der Nationalparkbetrieb der ÖBf AG. Reguliert wird ausschließlich „Schalenwild“, das sind Wildschwein, Reh, Rothirsch und eingeschleppte Arten wie Korsisches Wildschaf und Damhirsch. Die Wildstandregulierung im Nationalpark erfolgt entsprechend den Bestimmungen der Managementpläne. Menschliche Eingriffe sollen minimiert werden, große Wildruhegebiete wurden eingerichtet.

Für das Schalenwildmanagement in den Österreichischen Nationalparks wurde ein Leitbild erarbeitet, welches die strategischen Ziele und die wesentlichen Leitlinien für die Wildstandregulierung in den Großschutzgebieten vorgibt. Diese beinhalten beispielsweise die Gleichstellung und Gleichwertigkeit jeder Wildart (unabhängig ob jagdbar oder nicht), eine natürliche bzw. naturnahe Selektion und die freie Ortswahl des Wildes.

Übergeordnetes Ziel auf einem Großteil der Nationalparkfläche ist eine vom Menschen möglichst unbeeinflusste Entwicklung und ein ungestörter Ablauf natürlicher Prozesse. Daraus ergibt sich der grundsätzliche Verzicht auf eine jagdwirtschaftliche Nutzung. Durch starke Veränderungen in dem vom Menschen geprägten Nationalparkumland sind die natürlichen Lebensbedingungen für die Wildtiere stark eingeschränkt. Mit Ausnahme von Hochwasserereignissen und Krankheiten fehlen natürliche Regulationsmechanismen im Nationalpark Donau-Auen.

Um Wildschäden im Nationalparkumland zu vermeiden und um die Entwicklung der Schweinepest zu verhindern wird der Wildschweinbestand reguliert. Die Verjüngung des Waldes ist bei zu hohen Bestandsdichten des Rothirschs beeinträchtigt, daher unterliegt sein Bestand einer Regulierung. In Wien gilt dies auch für das Reh. Die eingeschleppten Arten Wildschaf und Damhirsch werden aus grundsätzlichen Überlegungen entnommen.

Die Wildstandregulierung im Nationalpark erfolgt entsprechend den Bestimmungen der Managementpläne ohne Trophäenjagd. Menschliche Eingriffe werden auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt und werden mit möglichst wenig Störung durchgeführt, große Wildruhegebiete wurden eingerichtet. Notwendige Eingriffe im Rahmen der Wildstandregulierung werden dokumentiert und regelmäßig evaluiert. Bei der Jagd auf Nationalparkflächen wurde bereits Großteils auf den Einsatz bleifreier Munition umgestellt.

Wildökologische Raumplanung

Der Nationalpark Donau-Auen ist zentraler Teil des Transeuropäischen Naturraumkorridors Alpen-Karpaten, der den biogenetischen Austausch zwischen diesen Großräumen ermöglicht. Die verbliebenen Wandermöglichkeiten für große Wildtiere sind jedoch nordöstlich und südlich des Nationalparks durch Straßen-, Gewerbe und Siedlungsentwicklung sowie durch Jagdgatter gefährdet. Gemeinsam mit Partnern wie den ÖBf und der BOKU Wien werden vom Nationalpark Initiativen gesetzt, dieses Problem in der Region und bei Planungsstellen bewusst zu machen.

Artenschutz

Im Nationalpark Donau-Auen werden Artenvielfalt und gefährdete Arten primär durch Schutz und Entwicklung der Lebensräume und der für die Au charakteristischen dynamischen Prozesse gesichert. Großräumige Lebensraumsicherung durch Erhalt und freies Wirken der ökologischen Rahmenbedingungen ist ein wesentliches Merkmal des modernen Nationalparkgedankens. Bei besonders schutzwürdigen Arten von Tieren und Pflanzen, für welche der Nationalpark hohe Verantwortung trägt, werden jedoch unter den im Managementplan definierten Voraussetzungen gesonderte Schutzmaßnahmen vorgesehen.

Artenschutzprojekte sind immer mit einem spezifischen Monitoring verbunden und als Kombination aus anwendungsorientierter Forschung und Schutzmaßnahmen konzipiert.

Hinweis: Die Artenschutzmaßnahmen im Nationalpark Donau-Auen erfolgen unter Förderung durch das Programm Ländliche Entwicklung mit Unterstützung des Landes Niederösterreich sowie der Europäischen Kommission.

Europäische Sumpfschildkröte

Die letzte intakte Population der Europäischen Sumpfschildkröte als einzige heimische Schildkrötenart in Österreich wird in Kooperation mit dem Tiergarten Schönbrunn speziell gefördert. Das erfolgreiche Projekt im Nationalparkgebiet umfasst die Bereiche Nistplatzschutz, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit. Auf der Schlossinsel, dem Freigelände des schlossORTH Nationalpark-Zentrum, sind die Europäischen Sumpfschildkröten für Gäste erlebbar.

Kiesbrüter

Die kiesbrütenden Vogelarten wie Flussregenpfeifer und Flussuferläufer sind wichtige Indikatorarten für die ökologische Qualität der Uferbereiche von Fließgewässern. Im Bereich des Nationalpark Donau-Auen finden die spezialisierten Vögel geeignete Brutplätze und Nahrung. Es wird daher laufend ein Monitoring in Zusammenarbeit mit viadonau und BirdLife Österreich durchgeführt.

Seeadler

Der Seeadler konnte sich in den letzten 20 Jahren im Nationalpark mit mehreren Paaren wieder ganzjährig etablieren und es werden jährliche Erfolge bei der Brut beobachtet. Im Fokus der Förderungsmaßnahmen für den Seeadler steht die Beruhigung der Bereiche rund um die Horste, insbesondere zur Brutsaison im Spätwinter. Daneben liegt ein weiterer Schwerpunkt des Schutzes einerseits auf den Jugendjahren der Tiere und andererseits auf dem Wissensgewinn zum großräumigen Lebensbereich der Art. Mit Besenderungen von Jungtieren wird die Raumnutzung erforscht, um die Anforderungen der Tiere erfüllen zu können sowie um unnatürliche Todesursachen erkennen und in Zukunft besser vermeiden zu können.

Europäischer Hundsfisch

Der Hundsfisch, ein typischer Bewohner stehender Gewässer mit Schlammböden galt in Österreich als ausgestorben, bis er Anfang der 1990er Jahre in den Donau-Auen wieder in Restbeständen entdeckt wurde. Die wichtigste Schutzmaßnahme war die Revitalisierung des Fadenbachs. Weiters wurden nachgezüchtete Hundsfische in geeignete Gewässer ausgebracht. In Kooperation mit dem Tiergarten Schönbrunn wird laufend eine Erhaltungs- und Präsentationszucht betrieben.

Wachtelkönig

Der Wachtelkönig war früher ein weit verbreiteter Vogel der Donau-Auen. Ab den 1960er Jahren setzte jedoch drastischer Rückgang ein. Die wichtigste Maßnahme zur Förderung dieses scheuen Vogels ist eine spätere und zeitliche gestaffelte Mahd der Überschwemmungswiesen, um eine erfolgreiche Brut zu gewährleisten. Die potentiellen Brutflächen werden im Nationalparkbereich regelmäßig kontrolliert, um erforderliche Schutzmaßnahmen rechtzeitig einleiten zu können.

Totholzkäfer und andere Totholzbewohner

Die Biodiversität im Totholz, das für unzählige Organismen einen Lebensraum bietet, ist enorm. Für viele Tiere wie Vögel, Fledermäuse und Insekten aller Art sind Totholzstrukturen essentiell, um einen Teil bis hin zum Großteil ihres Lebens darin zu verbringen. Im Nationalpark Donau-Auen werden bewusst Totholzstrukturen belassen und angereichert, um diesen wertvollen Lebensraum wieder für die vielen davon abhängigen Lebewesen nutzbar zu machen. Für besonders gefährdete Arten wie die Totholzkäfer Alpenbock, Scharlachroter Plattkäfer oder Eichenbock werden gezielt Kartierungen durchgeführt, deren Erkenntnisse in das Management einfließen.

Deutsche Tamariske & Zwerg-Rohrkolben

Beide Arten sind Pionierarten, die vor der Donauregulierung typisch für die Donau-Auen waren. Auf extremen Standorten, an denen sie Trockenheit und Überflutungen überstehen müssen, können sie sich gegen Konkurrenten behaupten. Lebensraumverlust sowie Verlust an strukturbildenden Prozessen haben die beiden Arten beständig dezimiert.

Aktuell sind sie in Österreich als stark gefährdet eingestuft und im Nationalparkgebiet ausgestorben. Wasserbauliche Maßnahmen und Renaturierungsprojekte haben in den letzten Jahren zu Verbesserungen der Lebensraumqualität für diese Pflanzen geführt. Über eine Zucht wird seit einigen Jahren versucht, die Arten zu erhalten und an geeigneten Standorten wieder in ihren natürlichen Lebensraum einzubürgern.

Weitere Arten, die durch spezielle Förder- und Monitoringprogramme unterstützt werden

Neben diesen Vertretern gibt es noch viele weitere seltene Arten, die im Nationalpark Donau-Auen durch spezielle Förder- und Forschungsprogramme unterstützt werden. Dazu zählen die Pflanzen Schwarzpappel, Gemeine Esche, Wilde Weinrebe, Krebsschere und mehrere Orchideenspezies. Unter den Tieren wird vermehrt Augenmerk auf diverse Fledermausarten, Europäisches Ziesel, Biber, Kaiseradler, Eisvogel, Würfelnatter, Sterlet, Donau-Kammmolch und Urzzeitkrebse gelegt.

Forschung

Bei allen Naturschutzvorhaben ist natürlich auch die Wissenschaft gefordert, im breiten Spektrum der fachlichen Disziplinen und in all ihren Erscheinungsformen. Die Nationalparkgesellschaft ist bemüht, ein Forschungsnetzwerk aufzubauen und die Nationalparkforschung sowie die für den Nationalpark wichtigen Fragestellungen und Themen in den Forschungsschwerpunkten kooperierender Universitäten und Forschungseinrichtungen zu verankern. Dabei wird für alle universitären Ebenen spezifische Unterstützung angeboten, welche nicht nur einzelne Projekte, sondern vor allem die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit fördern soll.

Durch laufenden Kontakt mit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen, durch Fachexkursion und Unterstützung von speziellen Lehrveranstaltungen zu Fragen der Auenökologie, durch den Aufbau von Datenbanken und eines kleinen Labors, durch Unterstützung von Diplomarbeiten und durch das Praktikantenprogramm, sowie durch praktische Hilfestellung bei Behörden und bei den Arbeiten im Gelände wird die Forschung im Nationalparkgebiet gefördert.

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