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Gedeihende Nelken
Bereits einmal haben wir hier im Blog von der Spät-Nelke (Dianthus serotinus) berichtet. Zum Beitrag
Diese Nelkenart ist ein äußerst seltenes pannonisches Florenelement und hat ihren Verbreitungsschwerpunkt im Europaschutzgebiet „Pannonische Sanddünen” bei Oberweiden, seit einigen Jahrne finden sich auch Exemplare am Marchfeldschutzdamm im Nationalparkgebiet. Im Zuge der letzten Dammsanierung war passendes Saatgut aus der Region ausgebracht worden, um eine rasche Wiederbesiedelung der Dammhänge mit geeigneten Pflanzen zu gewährleisten, welche trockene Standorte annehmen. So fand wohl auch die vom Aussterben bedrohte Nelke zu uns.
Typisch sind die weißen zarten, eingeschnittenen Blütenblätter dieser erst von Juli bis Oktober blühenden Staude. Mit dem heurigen äußerst heiß-trockenen Sommer hat die Spät-Nelke gut umzugehen vermocht: Gab es in den vergangenen Jahren maximal fünf Standorte, so wurden heuer 12 erfasst. Zum Schutz der Individuen wurden Pflöcke gesetzt, um sie vor Mahd zu bewahren.
Die Etablierung der Art belegt auch die wichtige Funktion des Marchfeldschutzdammes als Wanderkorridor für typische Arten von Trocken- und Magerrasen, er verbindet u. a. die Hainburger Berge mit dem Bisamberg.
Mittlerweile sind die kostbaren, streng geschützten Nelken verblüht und werden sich erst wieder im nächsten Spätsommer zeigen.
Erika Dorn
Ausgepflockter Bereich zur Markierung eines Individuums
Blühendes Exemplar der Spät-Nelke am Schutzdamm
Passender Standort auf der Dammkrone mit Spät-Nelken