30 Jahre Nationalpark-Institut Donau-Auen
Mittwoch, 27.05.2026 , Petronell-CarnuntumDas Naturhistorische Museum Wien feierte seinen Standort in Petronell-Carnuntum mit zahlreichen Wegbegleitern und Ehrengästen.
Am 26. Mai lud das NHM Wien in das Nationalpark-Institut Donau-Auen, um das runde Jubiläum des Bildungsstandortes zu feiern. Katrin Vohland, Generaldirektorin des NHM Wien hob die Bedeutung des Standortes und des Teams für hochwertige Umweltbildungsarbeit hervor. Nationalparkdirektorin Edith Klauser bedankte sich für die langjährige hervorragende enge Zusammenarbeit insbesondere bei der Betreuung von Schulen als wichtige Zielgruppe des Nationalparks. Prof. Bernd Lötsch, Generaldirektor des NHM Wien von 1994 bis 2009 und Begründer des Nationalpark-Instituts, schilderte die Entstehungsgeschichte und die visionäre Bauweise für das Ökohaus. Claudia Roson, langjährige Institutsleiterin, gab abschließend einen Überblick über die vielfältigen Aufgaben ihres Teams. In Bälde wird sie in den wohlverdienten Ruhestand wechseln, als Dank für ihr anhaltend hohes Engagement gab es intensiven Applaus.
Nach einer musikalischen Darbietung zur Donau von Schulkindern als Überraschung für die zahlreichen Ehrengäste und Wegbegleiter folgte ein gemütlicher Ausklang in den Arkaden und im Naturgarten des Bildungsstandortes.
Hintergrund:
1996 entstand in der Ära von Prof. Bernd Lötsch als Generaldirektor des NHM Wien die Abteilung Ökologie & Umweltbildung, die sich seitdem – aktuell integriert in der Abteilung Wissenschaftskommunikation des NHM Wien – der Vermittlungsarbeit zum Schutz der Natur, der Landschaft und der Artenvielfalt widmet. In Petronell-Carnuntum wurde ein Forschungs- und Exkursionsstützpunkt errichtet - für Arbeiten zu Lande und zu Wasser, als Kursstätte für die Ausbildung des Nationalpark-Rangerteams sowie Schulungsort für Lehrkräfte und ihre Klassen. Vor 10 Jahren wurden die Petroneller Auen in den Nationalpark Donau-Auen eingebracht., damit rückte das Institut noch näher an das Schutzgebiet heran.
Herzstück des Nationalpark-Instituts ist das komplett autarke Ökohaus, das bereits vor 30 Jahren Lehrbeispiel für nachhaltiges Bauen wurde. Im Laufe der Jahre wurde es zu einer wesentlichen Institution für Schul- und Hochschulprojektwochen sowie geführte Schlauchboottouren im Nationalpark Donau-Auen in enger Partnerschaft mit der Nationalparkverwaltung. Wichtigstes Ziel ist es seit jeher, Menschen fachkundig für die Wildnis zu begeistern, ohne dabei empfindliche Naturzonen zu gefährden.