Tagung in Deutschland unter Nationalparkbeteiligung zu Renaturierungsprojekten
Donnerstag, 01.10.2026 , CriewenEnde September fand an der Brandenburgischen Akademie „Schloss Criewen“, Deutschland die Tagung „Pflege und Entwicklung der Wasserläufe in Flussauen – Altarmrenaturierung, Deckwerkrückbau, Wasserqualitätsverbesserung“ statt.
Der Nationalpark Donau-Auen pflegt engen Kontakt zum Nationalpark Unteres Odertal – beide verwalten den jeweils landesweit einzigen Flussauennationalpark und der laufende Austausch ist sehr wertvoll. Somit wurde auch die hochkarätige Konferenz mit rd. 70 Teilnehmenden gemeinsam initiiert.
Inhaltlich standen erfolgreiche Lösungsansätze sowie Schutz- und Renaturierungsprojekte, bei denen ein Ausgleich zwischen unterschiedlichen Interessen gelungen ist und die zur Nachahmung anregen, im Fokus. Denn Flussauen sind stark beanspruchte Landschaften - oftmals stark reguliert und verbaut, gibt nur wenige etablierte geschützte Gebiete. So geht es um den Ausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie, die Balance zwischen wirtschaftlichen Belangen und der Entwicklung bzw. dem Erhalt auenspezifischer Lebensräume und Ökosystemleistungen.
Für den Nationalpark Donau-Auen nahm Stefan Schneeweihs vom Bereich Natur & Wissenschaft an der Tagung teil. Sein Vortrag stellte die intensiven Renaturierungsprojekte und Konzepte im Nationalpark, vor allem die Maßnahmen Uferrenaturierung und Wiederanbindung von Seitenarmen vor, welche international Vorbildwirkung haben. Als weitere teilnehmende Institutionen aus Österreich waren BOKU Wien, Verbund, viadonau und WWF vertreten.
Fotos: Nationalpark Donau-Auen Mitarbeiter Stefan Schneeweihs und Ansgar Vössing, Vorstand der Nationalparkstiftung Unteres Odertal vor dem Schloss Criewen, (c) Schneeweihs. Renaturierte Flusslandschaft im Nationalpark Donau-Auen, (c) Griesbacher