Karoline Zsak und Matthias Kuhn übernehmen die Agenden der langjährigen Abteilungsleitenden Christian Baumgartner (Bereich Natur & Wissenschaft) sowie Ursula Grabner (Bereich Besucher & Kommunikation).
Nationalparkdirektorin Edith Klauser führt das Schutzgebietsmanagement in enger Abstimmung mit drei Bereichsleitungen. Im Jänner wurden zwei langjährige Beteiligte aufgrund ihres Pensionsantritts verabschiedet. „Ich danke Ursula Grabner und Christian Baumgartner für ihr stets außergewöhnlich hohes Engagement und ihr umfassendes Wissen, das sie in vielen Belangen eingebracht haben. Beide haben die laufende gute Weiterentwicklung des Nationalpark Donau-Auen intensiv mitgestaltet und ihre Abteilungen mit Umsicht geleitet. Für den neuen Lebensabschnitt wünsche ich ihnen gemeinsam mit allen Kolleginnen und Kollegen von Herzen das Beste“, sagt Edith Klauser. Mit Karoline Zsak und Matthias Kuhn sowie der bestehenden Leiterin des Bereichs Organisation & Finanzen Barbara Blühmann ist das Leitungsteam vollständig.
Christian Baumgartner ist seit dem Gründungsjahr des Nationalparks 1996 Teil des Teams und übernahm in Folge die Leitung des Bereichs Natur & Wissenschaft. Insbesondere in der Planung und Umsetzung zahlreicher gewässerökologischer Großvorhaben kam seine Expertise zum Einsatz. In der Seitenarmanbindung und beim Uferrückbau wurden innovative Projekte realisiert, die heute internationale Maßstäbe setzen. Ebenso wurden Artenschutzmaßnahmen für Europäische Sumpfschildkröte, Hundsfisch, Seeadler oder Wilde Weinrebe konsequent vorangetrieben. „Nach fast 30 Jahren fällt ein Abschied von der aktiven Mitgestaltung des Nationalparks nicht leicht. Mit Matthias Kuhn und Karoline Zsak konnten die Bereichsleitungen in erfahrene und kompetente Hände gelegt werden, sodass ich die weitere Entwicklung des Schutzgebiets mit großer Zuversicht und Freude erwarte. Naturschutz auf der Grundlage der Wissenschaft, mit Herz und viel Naturliebe umgesetzt und für Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht – das wird auch in Zukunft das Markenzeichen des Nationalpark Donau-Auen bleiben“, hält Christian Baumgartner fest.
Seit 2007 leitete Ursula Grabner den Bereich Besucher & Kommunikation. Inhaltliche Schwerpunkte legte sie u. a. in der Weiterentwicklung und Gestaltung mehrerer Ausstellungen im Nationalparkzentrum im Schloss Orth an der Donau sowie der Etablierung des Junior Ranger Programms und Ausweitung der Partnerschulbetreuung. Auch die Zusammenarbeit mit der benachbarten Slowakei bei der Entwicklung von Naturvermittlungsprogrammen sowie die Vernetzung mit den weiteren Österreichischen Nationalparks wurde intensiviert. Mit Partnerorganisationen in der Region wurden Initiativen wie das Marchfelder Schlösserreich gesetzt und die Kooperation intensiviert. „Den Schutz dieser Aulandschaft in der Region zu verankern, war und ist auch weiterhin ein wichtiges Ziel. Mit Maßnahmen wie Umweltbildungsangeboten für Kinder und Jugendliche wurde bereits viel erreicht. Im Zuge der laufenden Weiterentwicklung der Besuchereinrichtungen konnten zahlreiche Gäste begrüßt werden. Ich freue mich, dass Matthias Kuhn nun diesen Weg weiterführen wird. Im Schloss Orth an der Donau werden mit der neuen Ausstellung „IM FLUSS.“ innovative Akzente in der Vermittlung der Aufgaben und Ziele des Nationalparks gesetzt. Die Tätigkeit war über all die Jahre für mich äußerst bereichernd, spannend und interessant und mit meinem tollen Team konnten viele erfolgreiche Projekte umgesetzt werden“, erklärt Ursula Grabner.
Karoline Zsak ist ausgewiesene Expertin für Waldökologie und schon seit 2013 in der Abteilung Natur & Wissenschaft für die terrestrischen Lebensräume zuständig. Besondere Akzente hat sie bereits in der intensiven Mitarbeit bei der Plattform Österreichische Baumkonvention sowie der Einführung naturbelassener Wege im Nationalpark Donau-Auen gesetzt, welche den vermehrten Schutz von Baumpersönlichkeiten im Nahbereich von Wanderrouten ermöglichen. „In Österreich wie in ganz Mitteleuropa blicken wir heute auf eine stark vom Menschen geprägte Umwelt. Natürliche oder naturnahe Landschaftsentwicklungen sind ein seltenes Gut von außergewöhnlich hohem Wert für die daran angepasste Lebewelt und für die Forschung, um davon zu lernen. Vornehmliche Aufgabe des Bereichs Natur & Wissenschaft muss daher sein, diese Entwicklungen im Nationalpark zu ermöglichen und darüber hinaus zu fördern – aber auch, sie zu dokumentieren und wissenschaftlich zu begleiten“, führt Karoline Zsak aus.
Auf eine bereits langjährige Mitarbeit im Nationalpark blickt auch Matthias Kuhn zurück. So war er von Anbeginn als Ranger bei geführten Exkursionen sowie im Aufsichtsdienst auf den Flächen im Einsatz. Im Jahr 2003 wechselte er in die Nationalparkverwaltung und war seitdem v. a. für die Besucherprogrammgestaltung und Infrastruktur verantwortlich. Mehrere Rangerlehrgänge wurden unter seiner Leitung abgehalten, die Nationalparkaufsicht ausgeweitet und das Leit- und Informationssystem für die Besucherinnen und Besucher im Schutzgebiet umfassend weiterentwickelt. „Immer mehr Menschen entdecken die Schönheit und den hohen Erholungswert dieser einzigartigen Flusslandschaft. Ich sehe es daher als wesentliches Ziel der Bereichsleitung an, den Nationalpark für die Gäste erlebbar zu erhalten und gleichzeitig die sensiblen Naturräume durch Lenkungsmaßnahmen vor zu hohem Besucherdruck zu schützen“, so Matthias Kuhn.
Einen Schwerpunkt in der Schutzgebietsarbeit wird 2026 neben der Weiterführung bedeutender Natur- und Artenschutzprojekte jedenfalls das Jubiläum „30 Jahre Nationalpark Donau-Auen“ setzen.
Fotos: alle © Repper
Ursula Grabner und Matthias Kuhn mit Kunstwerk aus einer Nationalpark-Partnerschule
Karoline Zsak und Christian Baumgartner mit Biberholz
Gruppenfoto v.l.: Barbara Blühmann, Matthias Kuhn, Ursula Grabner, Karoline Zsak, Christian Baumgartner, Edith Klauser