Rohrsänger – Drosselrohrsänger

Acrocephalus arundinaceus

Der Drosselrohrsänger ist unser größter heimischer Rohrsänger, er hat eine ähnliche Größe wie eine Singdrossel und gehört zur Ordnung Passeriformes, der Sperlingsvögel.

Merkmale
Der Drosselrohrsänger wird ca.19 cm groß, hat eine Flügelspannweite von 21 bis 24 cm und hat ein Gewicht von 25 bis 36 g. Er hat einen kräftigen langen Schnabel mit einem deutlichen (helleren) Überaugenstreif. Die Färbung ist sehr ähnlich dem Teichrohrsänger, der Überaugenstreif setzt sich deutlicher ab. Die Oberseite ist braun bis beige gefärbt, am Kopf grau getönt und der Bauch gelblichweiß mit weißer Kehle. Männliche und weibliche Tiere sehen gleich aus.

Die Stimme ist ebenfalls einem Teichrohrsänger sehr ähnlich, nur lauter, gröber und härter. Der Drosselrohrsänger singt deutlich abgesetzte Strophen, tiefe Tonfolgen wechseln sich mit hohen ab: „karre karre krik krik görk görk görk“ oder kurze Töne bei Störung: „karr“, „krek“, oder in Nestnähe „zäck zäck“.

Verbreitung
Acrocephalus arundinaceus ist als Zugvogel in Mittel-, Ost- und Südeuropa, im Zeitraum April bis September anwesend, als auch Mittelasien beheimatet.  Sein Winterquartier liegt im tropischen und südlichen Afrika.

Gefährdung und Schutzstatus
Der Vogel  ist in Österreich potentiell gefährdet (Kategorie 4) mit einzelnen rezenten Populationen. In Tirol gilt die Art als verschwunden oder verschollen.

Lebensweise
Von Mai bis Juli wird gebrütet, eine Brut im Jahr, mit 4 bis 6 Eiern. Das Nest wird über dem Wasser an 3 bis 4 Schilfhalmen befestigt. Innerhalb von 13 bis 15 Tagen schlüpfen die Jungtiere und werden nach 12 bis 14 Tagen flügge. Die Jungtiere werden mit Insekten, Spinnen, winzigen Fröschen, Beeren und Froschlurchen gefüttert. Mit 1 Jahr werden die Jungtiere geschlechtsreif.

Besonderes
Im Nest werden, wie beim Teichrohrsänger, oft Kuckucke großgezogen, da die Eier eine ähnliche Färbung aufweisen.

Der Drosselrohrsänger ist beim Singen oft leicht zu beobachten, da er sich kletternd und singend nach oben bewegt, dieses Verhalten hat der Teichrohrsänger nicht und es kann als Unterscheidung am Standort dienen.

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