Rohrsänger – Teichrohrsänger

Acrocephalus scirpaceus

Der Teichrohrsänger, auch Rohrspatz genannt, ist ein Langstreckenzieher und sein Winterquartier liegt südlich der Sahara in Afrika. Die rund 6000 km lange Strecke wird hauptsächlich nachts durchflogen.

Merkmale
Der Teichrohrsänger wird 12,5 bis 13 cm groß, hat eine Flügelspannweite von 16 bis 21 cm und hat ein Gewicht von 10 bis 15 g. Die Oberseite ist braun bis beige gefärbt, das Schwanzende, der Bürzel ist rostbraun und der Bauch gelblichweiß. Vom Schnabel führt ein schmaler dunkler Streifen zum Auge, direkt über dem Auge ist ein feiner hellerer Streifen. Die Beine sind braungrau.

Am ehesten von seinen nahen Verwandten dem Sumpfrohrsänger und dem Drosselrohrsänger durch seine Stimme zu unterscheiden, leiser, aber schneller als der Drosselrohrsänger, eine Aneinanderreihung mehrfach wiederholter kratziger, rauer Töne: „tere-tere-tere-schirk-schirk-schirk-zerr-zerr-twi-twi-twi“ oder kurze Töne bei Störung: „krech“, „kche“, „wäd“.

Verbreitung
Acrocephalus scirpaceus ist in Mittel-, Ost- und Südeuropa, im Zeitraum April bis Oktober anwesend, als auch westlichen Vorderasienbereich beheimatet. 

Der Teichrohrsänger bevorzugt kleine und große Schilfbestände und andere dichte Ufervegetationen.

Gefährdung und Schutzstatus
Der Teichrohrsänger ist in Österreich der häufigste Rohrsänger an Ufern mit Schilf. Er ist in Österreich nicht gefährdet.

Lebensweise
Von Mai bis August wird gebrütet, je nach Wetterlage 1 bis zu 3 Bruten im Jahr mit 3 bis 5 Eiern. Das Nest wird über dem Wasser an 3 bis 4 Röhrichthalmen befestigt. Innerhalb von 11 bis 14 Tagen schlüpfen die Jungtiere und werden nach 10 bis 14 Tagen flügge. Die Jungtiere werden mit Insekten und Spinnen gefüttert.

Besonderes
Der Bestand wird weltweit auf 3 Millionen Brutpaare geschätzt.

Im Nest werden oft Kuckucke großgezogen, da die Eier eine ähnliche Färbung aufweisen. Der Teichrohrsänger kann auch nachts singend gehört werden.

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