Würfelnatter

Natrix tessellata tessellata

Würfelnattern sind vollständig an das Leben am und im Wasser gebunden. Sie schwimmen und tauchen ausgezeichnet und können mehrere Stunden unter Wasser bleiben. Die voranschreitende Zerstörung natürlicher Gewässerufer hat dieser interessanten Art wichtige Lebensmöglichkeiten genommen.

Merkmale
Oberseite schiefergrau bis oliv, mit 2 Reihen von mehr oder weniger deutlichen, schwarzen Rückenflecken. Diese Reihen liegen etwas gegeneinander verschoben und können in der Rückenmitte zusammenfließen. An den Flanken findet sich eine weitere Längsreihe dunkler Flecken.

Die Tiere erreichen etwa 60 bis 90 cm Körperlänge, sehr große Exemplare können aber auch 150 cm aufweisen. Die Schuppen sind stark gekielt, an der Kopfoberseite finden sich die für Nattern kennzeichnenden 9 großen Kopfschilder.

Verbreitung
Die Würfelnatter besitzt in Niederösterreich nur lokale Verbreitung.

Gefährdung und Schutzstatus
Die Würfelnatter zählt zu den gefährdetsten Reptilien Niederösterreichs. Die voranschreitende Zerstörung natürlicher Gewässerbereiche wird diese Art noch weiter bedrängen.

Lebensweise
Würfelnattern sind vollständig an das Leben am und im Wasser gebunden. Sie jagen ausschließlich im Wasser und erbeuten dabei vorwiegend kleine Fische, Frösche und Molche. Sie spüren ihre Beute am Bodengrund des Gewässers, unter Steinen, Ästen usw. auf oder verankern sich mit dem Schwanzende und stoßen blitzschnell nach vorbeischwimmender Beute.

In den Monaten Juni und Juli legt die Würfelnatter 5 bis 25 Eier in lockerem Erdreich, Mulm oder in vermodernden Baumstümpfen ab. Etwa 2 Monate später schlüpfen daraus die Jungtiere mit einer Körperlänge von 20 cm.

Bei Gefahr gleiten Würfelnattern lautlos ins Wasser und tauchen weg.

Besonderes
Wie bei der Ringelnatter werden bei Gefahr die Stinkdrüsen zur Feindabwehr entleert.

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