Echter Baldrian

Valeriana officinalis

Breitblatt-Arznei- Baldrian, Katzenkraut, Marienwurzel, Krampfwurzel, Augenwurzel, Mondwurzel, Wendwurzel, Windwurzel, Rattenwurzel, Viehkraut, Brachkraut, Dreifuß, Bullerian, Arznei-Baldrian, Großer Baldrian, Gebräuchlicher Baldrian.

In der Volks- und Schulmedizin ist der Echte Baldrian eine der bekanntesten Heilpflanzen. Der Duft der Blüten, der unterschiedlichst wahrgenommen wird, soll Katzen anlocken - daher auch der Name Katzenkraut.

Merkmale
Der Echte Baldrian ist aufgrund seiner Größe unverwechselbar. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 1,9 m hoch und hat lange hohle Stängel mit weißen bis rosafarbenen, röhrenförmigen Blüten, die sich zu einer Doldentraube vereinen. Die Blüten sind 2 bis 4 mm im Durchmesser, 2 bis 6 mm lang und die Blütenkelchblätter weisen einen verdickten Rand auf. Der Stängel ist meist kahl.

Die grundständigen Blätter bilden eine Blattrosette und haben einen kurzen Stiel während die gegenständigen Blätter am Stängel aufsitzen. Die Blätter sind unpaarig gefiedert mit 11 bis 23 gezähnten Teilblättchen. Die Blattoberfläche ist behaart. Die Frucht ist eine eiförmige Schließfrucht auf deren spitzem Ende sich eine Haarkrone befindet.

Der Wurzelstock ist gelbbraun und walzenförmig und weist auf der Oberseite die Narben der Vorjahresblätter auf. Die Blütezeit reicht von Mai bis September.

Verbreitung
Valeriana officinalis kommt fast in ganz Europa vor, in Mitteleuropa fehlt der Echte Baldrian nirgends.

Gefährdung und Schutzstatus
Der Echte Baldrian ist weder geschützt noch gefährdet.

Lebensweise
Der Breitblatt-Arznei-Baldrian liebt grundwasserfeuchte, basen- und nährstoffhaltige Lehm- oder Torfböden. Bevorzugt werden stickstoffsalzhaltige Auwälder, Nassstellen in Wäldern, Flachmoore, Sumpfwiesen, Gräben, Ufer, nasse Wiesen, Hochstaudenfluren und Ruderalstellen.

Besonderes
Dem Baldrian werden in der Volksmedizin krampflösende, nervenberuhigende und leicht hypnotische Heilwirkungen zugesprochen. In der Schulmedizin wird der Baldrian bei nervösen Reizzuständen, Schlaflosigkeit und bei nervösen Magen- und Darmbeschwerden verschrieben. Die Inhaltsstoffe sind Valepotriate, Valerensäure, Alkaloide und ätherische Öle. Gesammelt werden der Wurzelstock und die Wurzeln. In größeren Mengen sind die Auszüge des Baldrians schwach giftig.

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